Arbeitsrecht: Google plant Kündigung Ungeimpfter

Google will laut einem Bericht der US-Nachrichtensendergruppe CNBC(öffnet im neuen Fenster) Druck auf seine Mitarbeiter ausüben, sich impfen zu lassen. Wer das bis spätestens 18. Januar 2022 nicht tue, müsse erst in den Zwangsurlaub und verliere schließlich seinen Job. Wem es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich sei, sich impfen zu lassen, müsse eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Intern soll die Regelung seit 3. Dezember 2021 bekannt sein.
Das Unternehmen machte es schon vor Monaten zur Pflicht, dass Mitarbeiter, die im Büro arbeiten wollen, vollständig geimpft sein müssen. Kurz darauf forderte Google zudem dazu auf, den Impfstatus und die beabsichtigten Bürozeiten im internen Firmennetz zu hinterlegen. Gründe für die Verweigerung der Impfung fragt Google ebenfalls ab, beispielsweise ob dies medizinische oder religiöse Gründe habe.
Ende November 2021 wurde intern ein Manifest angelegt , das einen Verzicht auf die Impfpflicht und einen rücksichtsvolleren Umgang mit ungeimpften Angestellten fordert. 600 Mitarbeiter sollen das Manifest unterschrieben haben, hieß es damals. Das wären 0,4 Prozent der 150.000 Google-Mitarbeiter weltweit.
Dem Widerstand scheint Google nicht nachgeben zu wollen. Wer bis zum 18. Januar keinen Impfnachweis im Intranet hochgeladen hat, bekommt 30 Tage bezahlten und danach sechs Monat unbezahlten Urlaub. Anschließend wird die Kündigung ausgesprochen. Die Regelung gilt nur für die USA.
"Wie wir schon früher erklärt haben, sind unsere Impfvorschriften eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Sicherheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten und unsere Dienste aufrechtzuerhalten" , sagte ein Google-Sprecher Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) .



