Arbeitsrecht: Das kann doch die KI erledigen - oder?
Viele Devs nutzen KI als Hilfsmittel. Doch arbeitsrechtlich muss diese Hilfe Grenzen haben. Man lässt ja auch nicht seinen Bruder den eigenen Job machen.
Martin ist Software Developer bei einem Unternehmen mit Sitz in Berlin. Als Head of App Development leitet er ein Team, mit dem er die Produkte seines Arbeitgebers konzipiert und weiterentwickelt. Dabei verbringt er viel Zeit mit der Arbeit am Code. Bis jetzt. Denn KI-Tools wie ChatGPT können mittlerweile eine Vielzahl täglicher Aufgaben und Arbeitsschritte übernehmen. Das gilt auch für die Arbeit von Martin: "Eine enorme Zeitersparnis" ermögliche ihm der Einsatz von KI, so der Berliner Entwickler.
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Schreibt Martin etwa im Python-Editor an einem Stück Code, macht ihm die KI Github Copilot Vorschläge, wie es sinnvoll vervollständigt werden kann. Sucht der Softwareentwickler nach einem Skript für ein bestimmtes Programm, fragt er ChatGPT. Auch bei seinen Kollegen beobachtet Martin den Einsatz künstlicher Intelligenz, sie werde "wirklich viel genutzt".
Künstliche Intelligenz im Berufsalltag
Martin und seine Kollegen sind nicht allein, wie erste Studien und Umfragen zeigen. Laut einer Befragung von 500 US-Softwareentwicklern konnte Github etwa feststellen, dass 92 Prozent der Befragten KI bei ihrer Arbeit nutzten. Natürlich kommt KI nicht nur in der Softwareentwicklung zum Einsatz.
Eine Umfrage von Reuters/Ipsos, an der 2.625 Personen teilnahmen, kommt zu dem Ergebnis, dass ChatGPT von knapp einem Viertel der Beschäftigten in den USA genutzt wird, um sich die Arbeit zu erleichtern.
Das ist auch das große Versprechen der Entwickler künstlicher Intelligenzen und die Hoffnung vieler Menschen: höhere Produktivität und weniger Arbeit. Im Rahmen einer weltweiten Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young gaben 63 Prozent der Befragten an, KI werde ihre Arbeit zukünftig einfacher machen. 43 Prozent hoffen, dass sie mithilfe der KI in den Genuss kürzerer Arbeitszeiten kommen werden.
Kritische Haltung von Arbeitgebern und Personalmanagement
Doch nicht jeder Arbeitgeber toleriert die Hilfe der Maschine gleichermaßen. Anfang 2023 verbot Samsung seinen Angestellten, ChatGPT zu nutzen, da zuvor unternehmensinterne Daten geleakt worden waren, wie auch Golem.de berichtete.
Auch Martin schätzt die Datensicherheit als die größte Gefahr ein, wenn er und seine Kollegen die KI einsetzen: "Generell gebe ich ChatGPT keine Kundendaten, Geschäftsinterna oder Unternehmensgeheimnisse, da ich nicht wissen kann, was mit diesen Daten passieren wird."
Auch die Trendbefragung Generative Artificial Intelligence in der Unternehmenspraxis 2023 zeigt eine kritische Haltung des Personalmanagements deutscher Unternehmen gegenüber KI-Anwendungen im Berufsalltag. Die Befragten gaben mehrheitlich an, dass sie ungeklärte Fragen in den Bereichen Datenschutz, Arbeitsrecht und Urheberrecht hätten. Ihrer Ansicht nach bedürfe es Betriebsvereinbarungen und eines gesetzlichen Rahmens, um KI problemlos in betriebliche Prozesse integrieren zu können.
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Ahja und der Code dafür besteht sicherlich aus 100% komplett neuartigem, einzigartigem...
Es gibt Nutzungsstatistiken. Zum Beispiel für ChatGPT https://www.techopedia.com/de/30...
Ich würde nicht darauf wetten, dass das so bleibt. Sollten sich Unternehmen dazu...
Und dann bist du der erste, der gefeuert wird, weil er sich nicht ausreichend vorher...