Arbeitsminister Hubertus Heil: Arbeitgeber kritisieren Homeoffice-Pläne der Regierung

Der Plan der Bundesregierung, ab Oktober 2022 wieder eine Homeoffice-Pflicht einzuführen, stößt bei Arbeitgebern auf Widerstand.

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Homeoffice (Symbolbild)
Homeoffice (Symbolbild) (Bild: Pexels/CC0 1.0)

Ab 1. Oktober 2022 bis Anfang April 2023 sollen Unternehmen in Deutschland wieder verpflichtet werden, Homeoffice für alle Mitarbeiter anzubieten, falls dies betrieblich möglich ist. Das sieht der Entwurf einer neuen Corona-Arbeitsschutzverordnung vor, die das Bundesarbeitsministerium vorgelegt hat. Die Beschäftigten werden allerdings demnach nicht verpflichtet, das Angebot anzunehmen.

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Das konterkariert Pläne vieler Unternehmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder verstärkt in die Büros zu holen - vorerst.

"Unangemessen und nicht nachvollziehbar"

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger spricht sich gegen die staatliche Homeoffice-Pflicht aus: "Ab Oktober sollen laut Bundesarbeitsminister Heil - unabhängig von der konkreten Infektionslage vor Ort - die gleichen Infektionsschutzmaßnahmen in den Betrieben gelten wie zu Hoch-Zeiten in der Pandemie. Das ist unangemessen und nicht nachvollziehbar."

Impferfolge, durchgemachte Infektionen sowie die leichteren Krankheitsverläufe müssten nach Ansicht von Dulger berücksichtigt werden. Wie genau, verriet der Arbeitgeberpräsident aber nicht.

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"Wir brauchen situationsangepasste Infektionsschutzmaßnahmen in den Betrieben und keinen staatlichen Bürokratiemurks."

Eigenverantwortung der Unternehmer

Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands der Familienunternehmer, ist empört: "Offenbar besitzt der Bundesarbeitsminister eine Glaskugel, mit der er in die Zukunft blicken kann. Denn er geht von einer Pandemie-Situation aus, die heute noch nicht absehbar ist. Wie kann er die Notwendigkeit so genau terminieren, während andere Maßnahmen an den tatsächlichen Verlauf der Pandemie geknüpft werden?" Und weiter: "Herr Heil sollte auf die Eigenverantwortung der Unternehmer vertrauen."

Der Verbandspräsident der Freien Berufe, Friedemann Schmidt, sagte gegenüber der FAZ, dass bei vielen freien Berufen Homeoffice nicht praktikabel sei. Zudem sei aufgrund der Energiekosten zu hinterfragen, wie es sich auf die Bereitschaft der Mitarbeiter auswirkt, von zu Hause aus zu arbeiten.

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Die Verordnung wird voraussichtlich kommende Woche vom Bundeskabinett verabschiedet.

62 Prozent der deutschen Unternehmen bieten bei Bürotätigkeiten die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Das geht aus einer Personalleiterbefragung durch das Ifo-Institut in Kooperation mit Randstad auf dem Juli 2022 hervor. Im Durchschnitt ermöglichen die Unternehmen ihren Angestellten 6,7 Tage Homeoffice im Monat.

"Insbesondere Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten bieten auch nach Corona ihren Mitarbeitenden Homeoffice an", so Johanna Garnitz vom Ifo-Institut. Dies trifft auf 95 Prozent der befragten Großunternehmen zu. In kleinen Unternehmen bis 49 Mitarbeitern ist die Zahl deutlich geringer, nämlich 46 Prozent. Dennoch zeigen sich kleinere Betriebe in der Regel großzügiger bei den durchschnittlich pro Monat bewilligten Tagen. Diese liegen bei 7,4 Tagen in kleineren Betrieben, während Großunternehmen im Durchschnitt 5,3 Tage genehmigen.

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Trollversteher 30. Aug 2022 / Themenstart

Wenn das auffällig häufiger passiert als im Office vor Ort (auch da kann mal ein Kollege...

crack_monkey 29. Aug 2022 / Themenstart

Bei uns auch, Herren keine kurze hosen und mind. über Schulterlange T-Shirst, Frauen max...

treysis 29. Aug 2022 / Themenstart

Also ich würde das noch anders machen: die Anfahrtszeit wird zwar vergütet wie...

Myrso 29. Aug 2022 / Themenstart

Die Bushose war nur ein Spaß, siehe The Big Bang Theory. ;-) Ob ein dauerhaftes Abo ohne...

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