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Arbeitsmarktprognose: Deutsche Firmen erwarten sinkende Löhne wegen KI

Von sinkenden Löhnen durch KI sollen vor allem Berufseinsteiger und Beschäftigte ohne Hochschulabschluss betroffen sein.
/ Mike Faust
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Etwa die Hälfte der 3.000 befragten Unternehmen erwartet sinkende Löhne. (Bild: Pexels / Jakub Zerdzicki)
Etwa die Hälfte der 3.000 befragten Unternehmen erwartet sinkende Löhne. Bild: Pexels / Jakub Zerdzicki

Unternehmen in Deutschland prognostizieren aufgrund des steigenden Einsatzes von KI sinkende Löhne innerhalb der nächsten fünf Jahre. Davon sollen vor allem Berufsanfänger mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung und Beschäftigte ohne Hochschulabschluss betroffen sein. Dies geht aus den Daten der ifo-Konjunkturumfrage im Juni 2026(öffnet im neuen Fenster) hervor, für die über 3.000 Unternehmen aus Deutschland befragt wurden, die bereits künstliche Intelligenz einsetzen.

Für die beiden zuvor genannten Gruppen gaben knapp 50 Prozent der befragten Unternehmen an, dass deren Löhne sinken werden. Für erfahrene Arbeitskräfte mit mehr als fünf Jahren Berufserfahrung erwarten circa 40 Prozent der Unternehmen sinkende Löhne. Und bei Arbeitskräften mit Hochschulabschluss sind es immer noch 37,5 Prozent.

Prognosen im Baugewerbe besser als im Dienstleistungssektor

Je nach Qualifikation rechnet lediglich ein Drittel der Unternehmen mit stabilen Löhnen für ihre Beschäftigten. Dabei gibt es je nach Branche große Unterschiede. Im Dienstleistungsbereich erwarten circa 53 Prozent der Unternehmen sinkende Löhne für unerfahrene Angestellte und 44,2 Prozent sinkende Gehälter für erfahrene Angestellte.

Im Handel sind es knapp 48 Prozent und etwas mehr als 41 Prozent der Unternehmen, die sinkende Löhne für unerfahrene beziehungsweise erfahrene Angestellte erwarten. Im verarbeitenden Gewerbe sind es 46,5 Prozent und knapp 40 Prozent. Am niedrigsten fällt die Prognose bei Unternehmen im Baugewerbe aus. Hier erwarten nur 39 Prozent sinkende Löhne bei Angestellten mit wenig Erfahrung und 31,3 Prozent bei Beschäftigten mit Berufserfahrung.

Der Golem-Blick

Viele Unternehmen investieren Geld in KI-Projekte, ohne dabei auf die dafür notwendigen organisatorischen Änderungen im Unternehmen zu achten. Dadurch bleiben häufig Gewinne aus und Prozesse, die durch KI tatsächlich optimiert werden könnten, unerkannt.

KI als Werkzeug für Angestellte, kann dabei helfen, produktiver zu arbeiten und weniger Zeit für Routineaufgaben aufwenden zu müssen. Um dieses Potenzial in messbare Produktivitätssteigerungen umzuwandeln, müssen aber vor allem Arbeitsabläufe angepasst werden. KI als Grund zu nennen, Personalkosten zu senken und dabei auch noch am Nachwuchs zu sparen, wird sich mittelfristig negativ auswirken.

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