Diese Fähigkeiten können verloren gehen
Der Bericht räumt mit einer falschen Annahme auf: Menschliche Fähigkeiten bleiben nicht automatisch erhalten. Während der Coronapandemie gingen Fähigkeiten, wie andere zu unterrichten oder mit Stress umzugehen, um über fünf Prozent zurück. Empathie und aktives Zuhören litten weniger – hier waren es unter zwei Prozent.
Bis 2025 hat sich keine dieser Fähigkeiten wieder auf das Niveau von vor 2019 erholt. Das zeigt: Diese Kompetenzen brauchen ständiges Training und bewusste Förderung. Ein Viertel der Lernenden macht zwar schon nach wenigen Wochen Fortschritte, aber die meisten brauchen mehrere Monate gezieltes Üben.
Die gute Nachricht: Künstliche Intelligenz kann diese Fähigkeiten kaum ersetzen. Aufgaben, die Empathie, Kreativität, Führung und Neugier brauchen, könnten nur zu 13 Prozent von KI übernommen werden. Dafür braucht es menschliches Urteilsvermögen und echte Lebenserfahrung.
Gezielte Förderung ist nötig
Der Bericht gibt Empfehlungen, wie man diese Fähigkeiten entwickeln, messen und bescheinigen kann. Wichtig sind Zertifikate, die sowohl in der Ausbildung als auch im Beruf anerkannt werden. Außerdem braucht es Tests, die zeigen, wie gut jemand im echten Leben zusammenarbeitet, kreativ ist und sich anpasst.
Schulen, Unis und Firmen sollten gemeinsame Standards schaffen und Orte, wo Menschen lernen, Fehler machen, darüber nachdenken und wachsen können. Technologie hilft dabei: mit KI-gestützten Tests, die sich anpassen, und Virtual-Reality-Simulationen für komplexe Probleme.
Kreatives Denken und der Umgang mit Rückschlägen wachsen weltweit am schnellsten. Besonders stark ist der Anstieg in Lateinamerika, der Karibik, Südostasien und Afrika südlich der Sahara. Neugier und die Bereitschaft, lebenslang zu lernen, sind überall am schwächsten entwickelt – eine Herausforderung für alle Länder.
Das Fazit: Je mehr Routinearbeit von Maschinen übernommen wird, desto wichtiger werden menschliche Fähigkeiten.



