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Arbeitsmarkt: Hohe Gehaltswünsche werden zunehmend zur Eintrittsbarriere

Die finanziellen Spielräume vieler Unternehmen sind weitestgehend ausgereizt. Zu hohe Gehaltswünsche werden dadurch zum Ausschlusskriterium.
/ Mike Faust
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Statt auf ein möglichst hohes Gehalt sollten sich Arbeitnehmer auch auf andere Benefits konzentrieren. (Bild: Pixabay / moerschy)
Statt auf ein möglichst hohes Gehalt sollten sich Arbeitnehmer auch auf andere Benefits konzentrieren. Bild: Pixabay / moerschy

Viele Unternehmen agieren bei Gehaltsanpassungen zurückhaltend, obwohl Fach- und Führungskräfte sich spürbare Steigerungen wünschen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Gehaltsstudie der Personalberatung Robert Walters(öffnet im neuen Fenster) , für die 644 Personalverantwortliche und 856 Fach- sowie Führungskräfte befragt wurden.

Zwar planten 68 Prozent der Unternehmen Gehaltsanpassungen für das Jahr 2026, diese fielen mit durchschnittlich 3,74 Prozent allerdings nur moderat aus, heißt es weiter. Fach- und Führungskräfte rechnen laut der Befragung allerdings mit einer Erhöhung von durchschnittlich sechs Prozent.

Begründet werden die geringen Anpassungen mit der angespannten finanziellen Lage der Unternehmen, was zu steigenden Spannungen am Arbeitsmarkt führt. Thomas Hoffmann, Managing Director von Robert Walters, empfiehlt Firmen, darauf mit Transparenz und gezielten Zusatzleistungen zu reagieren. Gleichzeitig empfiehlt Hoffmann Bewerbern, bei ihren Forderungen realistisch zu bleiben.

Fachkräftemangel bleibt beunruhigendes Thema

Beschäftigte wünschen sich laut der Studie vor allem eine bessere Zusammenarbeit, den gezielteren Einsatz moderner Technologien und, dass Firmen mehr für das persönliche Wohlbefinden ihrer Angestellten unternehmen. Dies seien laut Hoffmann, neben dem Gehalt, häufige Motive für einen Jobwechsel. Hinzu kämen Autonomie bei der Arbeitsweise und flexible Arbeitszeiten.

Der Fachkräftemangel bleibt für 60 Prozent der befragten Unternehmen ein beunruhigendes Thema. Dieser betrifft vor allem Stellen in der IT, in den Bereichen Buchhaltung und Finanzen sowie in der Forschung und Entwicklung. Zu hohe Gehaltserwartungen verstärkten das Problem noch zusätzlich, heißt es weiter.

Laut Hoffmann führen überzogene Vorstellungen dazu, dass sich qualifizierte Fachkräfte selbst aus den Auswahlprozessen ausschließen. Er fügt hinzu, dass Dinge wie Perspektive, Weiterbildung, Jobsicherheit, Zukunftstechnologien und die Stabilität des Arbeitgebers stärker in die Arbeitgeberauswahl einbezogen werden sollten.

Unzufriedenheit und Perspektivlosigkeit dominieren den Joballtag vieler IT-Fachleute in Deutschland. Das ist das Ergebnis der großen Golem-Arbeitgeberumfrage 2025. Wer sich einen Überblick zu den Ergebnissen auf Branchenbasis machen möchte, kann sich den Benchmarking-Bericht nach Anmeldung zum Karrierewelt Newsletter kostenfrei herunterladen. Hier geht's zum Bericht: https://karrierewelt.golem.de/pages/benchmark-arbeitgeber-studie-2025-2026


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