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Arbeitsmarkt: Allianz will wegen KI bis zu 1.800 Jobs streichen

KI soll bei der Allianz unter anderem im Callcenter der Reiseversicherung den Job von Menschen übernehmen.
/ Tobias Költzsch
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Bei der Allianz müssen Mitarbeiter wegen KI gehen. (Bild: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images)
Bei der Allianz müssen Mitarbeiter wegen KI gehen. Bild: CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images

Beim deutschen Versicherungsunternehmen Allianz sollen in den kommenden zwölf bis achtzehn Monaten zwischen 1.200 und 1.800 Mitarbeiter ihren Job verlieren. Das berichtet Reuters(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Personen, die mit den Vorgängen vertraut sind. Grund für die Entlassungen ist, dass die Tätigkeiten durch KI ersetzt werden sollen.

Reuters zufolge sollen die Entlassungen in der Reiseversicherungsabteilung von Allianz Partners erfolgen, einem Teil des Allianz-Konzerns. Konkret sollen Mitarbeiter der Callcenter ihren Job verlieren.

Allianz Partners erklärte Reuters, dass das Unternehmen aktiv untersuche, inwieweit technologische Veränderungen die Mitarbeiter betreffen. Dies könne "auch Auswirkungen auf Aufgaben haben, die derzeit stark von manuellen Prozessen abhängig sind" .

Gespräche mit dem Betriebsrat

Ein Unternehmenssprecher erklärte zudem, dass aktuell vertrauliche Gespräche mit dem Betriebsrat stattfinden. Dies kann als Zeichen verstanden werden, dass Gerüchte um die Entlassungen zutreffend sind.

Allianz Partners ist in 73 Ländern aktiv und beschäftigt 22.600 Mitarbeiter. Reuters zufolge sind circa 14.000 Mitarbeiter im Kundendienst beschäftigt. 1.800 Entlassungen entsprächen also fast 13 Prozent der Kundendienstmitarbeiter und fast acht Prozent der Gesamtmitarbeiter der Sparte.

Im auslaufenden Jahr gab es zahlreiche Entlassungen in vielen Branchen, die mit der Einführung von KI begründet wurden. Allerdings bereuten zahlreiche Unternehmungen die Entlassungen und stellten Mitarbeiter wieder ein .

In der IT-Branche besteht die Sorge, dass KI-Algorithmen Junior-Entwickler verdrängen . Uniabsolventen berichten davon, dass es schwer sei, erste Jobs zu finden. Ohne Junior-Entwickler gibt es aber keine Basis für erfahrene Senior-Entwickler.


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