Arbeitskampf: Amazon verhandelt in Polen mit Arbeitern

Amazon kommt in Polen unter Druck und beginnt Gespräche mit den Arbeitern. "In Polen verdienen wir bei gleicher Arbeit unter schlechteren Bedingungen dreimal weniger", erklärte eine Sprecherin der Arbeiterinitiative.

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Arbeiterinitiative und Solidarnosc stellen Forderungen.
Arbeiterinitiative und Solidarnosc stellen Forderungen. (Bild: Inicjatywa Pracownicza (Arbeiterinitiative))

Amazon hat nach Streikankündigungen in Polen Gespräche mit Arbeitern aufgenommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Angaben des US-Konzerns. "Wir führen unser Geschäft wie gewohnt weiter und konzentrieren uns auf den direkten Dialog mit unseren Mitarbeitern. Dies ist die effektivste Methode, um schnell auf ihre Bedürfnisse zu reagieren", hieß es in einer Erklärung an Reuters. In diesem Jahr haben bereits Lagerarbeiter bei Amazon in Spanien und Deutschland gestreikt.

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In Polen sind bei Amazon die Gewerkschaften Solidarność und Inicjatywa Pracownicza (Arbeiterinitiative) aktiv. Sie fordern eine Erhöhung des Stundenlohns, der derzeit bei 17,50 bis 19,50 Zloty (4,07 bis 4,54 Euro) liegt.

Amazon Deutschland stellt sich stur

Amazon hat in Polen 14.000 Beschäftigte, von denen laut Reuters rund 1.000 Gewerkschaftsmitglieder sind. Die anarchosyndikalistische Arbeiterinitiative erklärte: "Wir fordern eine Erhöhung des Grundstundensatzes auf mindestens 25 Zloty netto in allen Warenlagern des Unternehmens. Polnische Warenlager bedienen hauptsächlich deutsche Amazon-Kunden. In Polen verdienen wir bei gleicher Arbeit unter schlechteren Bedingungen dreimal weniger und erhalten keine Belegschaftsaktien." Zudem wird eine Verringerung der Arbeitshetze gefordert.

Die Lagerarbeiter von Amazon streikten am Amazon Prime Day Juli 2018 zeitgleich in Deutschland, Polen und Spanien.

Bislang verweigert Amazon Deutschland der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zufolge jede Verhandlung. Jedoch habe der Konzern in den vergangenen Jahren durch die vielen Streikaktionen die Luftzufuhr und die Lichtverhältnisse in den Lagerstandorten verbessern müssen. Auch seien seitdem Löhne und Gehälter regelmäßig gestiegen. Seit Mai 2013 kämpfen die Beschäftigten bei Amazon Deutschland für eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld durch einen Tarifvertrag.

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MESH 13. Mai 2019

Und im Gegensatz zu den deutschen Demonstranten haben sie sogar legitime Gründe.

Rodion67 12. Mai 2019

Der Mann muss ja in Deutschland auch wohnen und von etwas leben. Zieht man von den 2200...

Rodion67 12. Mai 2019

Das kostet der bei Saturn, bei Euronics gibt es das Gerät für 3857 Euro. Schlechter...

__destruct() 12. Mai 2019

Ist ja wohl gerechtfertigt, wenn TicTacs zuckerfrei sind, obwohl sie nahezu ausschlie...

hannes1 12. Mai 2019

Auch wenn man immer wieder (auch hier in den Kommentaren) so was liest wie: "dann sollen...


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