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Arbeitsbeurteilung: KI-Kompetenz wird bei Meta zum Karrierefaktor

Ab 2026 fließt die Nutzung von KI in die Mitarbeiterbeurteilung ein. Wer die Meta-KI-Tools nicht beherrscht, riskiert schlechtere Bewertungen.
/ Andreas Donath
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Meta macht KI für Mitarbeiter zum Karrierefaktor. (Bild: Josh Edelson/AFP via Getty Images)
Meta macht KI für Mitarbeiter zum Karrierefaktor. Bild: Josh Edelson/AFP via Getty Images

Meta plant, KI-Fähigkeiten ab 2026 als festen Bestandteil in die Leistungsbewertung seiner Mitarbeiter aufzunehmen. Das geht aus internen Mitteilungen hervor, die diese Woche an die Belegschaft verschickt wurden.

Janelle Gale, Personalchefin des Konzerns, informierte die Beschäftigten am 13. November, dass KI-gestützte Arbeit künftig eine Kernkomponente der Bewertungen werden soll. Das von Business Insider eingesehene Memo(öffnet im neuen Fenster) beschreibt, wie Mitarbeiter daran gemessen werden, ob sie KI-Tools einsetzen.

Die Bewertungskriterien konzentrieren sich auf zwei Hauptbereiche: wie Mitarbeiter KI nutzen, um ihre individuellen Ziele zu erreichen, und ob sie Tools entwickeln, die die Effizienz teamübergreifend deutlich verbessern.

Die Belegschaft wird aufgefordert, Fälle zu dokumentieren, in denen KI zu ihren Erfolgen beigetragen hat. Dies soll bereits in den Selbstbewertungsdokumenten geschehen. Der Ansatz des Unternehmens deutet auf eine Übergangsphase hin, bevor KI-Metriken vollständig in formelle Beurteilungen integriert werden.

Branchenweiter Druck zur KI-Integration

Auch Microsoft, Google und Amazon haben in den vergangenen Monaten Anweisungen zur KI-Einführung an ihre Mitarbeiter ausgegeben. Microsoft-Führungskräfte teilten Angestellten im Juni mit, dass die Nutzung von KI-Tools für Beschäftigte nicht länger optional sei.

Google-CEO Sundar Pichai vermittelte bei einem Meeting im Juli eine ähnliche Botschaft: Eine breite KI-Nutzung unter den Mitarbeitern sei notwendig, damit das Unternehmen wettbewerbsfähig bleibe. Der Druck auf Beschäftigte, diese Tools zu übernehmen, scheint branchenweit zuzunehmen.

Schulungen und Belohnungen

Meta hat bereits mehrere Schritte unternommen, um die KI-Akzeptanz intern zu fördern. Das Unternehmen änderte Anfang des Jahres seine Einstellungsverfahren, um Bewerbern die Nutzung von KI bei Programmier-Assessments zu erlauben. Ein internes Programm namens Level Up wurde gestartet, um die KI-Tool-Nutzung unter Mitarbeitern spielerisch zu fördern.

Meta plant, Mitarbeiterleistungen zu berücksichtigen, die 2025 "außergewöhnliche KI-getriebene Resultate" zeigten, entweder durch ihre eigene Arbeitsleistung oder durch Verbesserung der Team-Performance. Gales Memo deutet an, dass eine solche Anerkennung Teil der Vergütungsstruktur sein wird.

Meta führt zudem einen KI-Performance-Assistenten für den kommenden Bewertungszyklus ein, der am 8. Dezember beginnt. Mitarbeiter können bei der Erstellung leistungsbezogener Inhalte auf den unternehmensinternen KI-Assistenten Metamate sowie auf Googles Gemini zugreifen.


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