Arbeitsbedingungen: Tesla entlässt Mitarbeiter wegen Gewerkschaftsaktivität

Tesla wird seit längerem vorgeworfen, gegen gewerkschaftliche Aktivitäten vorzugehen. Ein Mitarbeiter, der eine Gewerkschaftsgruppe gründen wollte, wurde entlassen. Die Beurteilung seiner Leistung wurde verschlechtert, um einen Grund zu haben.

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Tesla-Logo (Symbolbild): faires und gerechtes Unternehmen?
Tesla-Logo (Symbolbild): faires und gerechtes Unternehmen? (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Elon Musk, Chef des US-Elektroautoherstellers Tesla, ist nicht gerade ein Freund von Gewerkschaften. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Mitarbeiter, die sich gewerkschaftlich organisieren, zu drangsalieren.

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Oder gleich zu entlassen - wie Dezzimond Vaughn, ein CNC-Maschinenführer. Tesla hatte ihn im Oktober vergangenen Jahres entlassen. Weil seine Leistung nicht ausreichte, behauptet der Arbeitergeber. Weil er eine Gewerkschaftsgruppe habe gründen wollen, sagt er.

Anlass für sein Engagement sei die Einführung einer neuen Anwesenheitsrichtlinie gewesen, erzählte Vaughn der britischen Tageszeitung The Guardian. Tesla habe diese rückdatiert und Mitarbeitern, wenn sie zu spät kamen oder abwesend waren, Strafpunkte gegeben. Daraufhin habe er sich mit Kollegen getroffen, um sich zu organisieren.

Obwohl die Treffen bei ihm zu Hause stattfanden, fand die Unternehmensleitung das heraus und entließ ihn. Sie begründete den Rauswurf damit, dass Vaughn die erwartete Leistung nicht erbracht habe. Das galt für die Leistungsbeurteilungen für die Zeiträume Juli bis Dezember 2016 sowie Januar bis Juni 2017 - eine Kopie seiner Mitarbeiterakte hat Vaughn dem Guardian vorgelegt.

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In drei Leistungsbewertungen davor, von Januar 2015 bis Juni 2016, wurden Vaughn immer sehr gute Leistungen attestiert. Er wurde deswegen sogar befördert. Erst als die Unternehmensleitung von seinem gewerkschaftlichen Engagement erfuhr, wurden die Bewertungen schlechter.

Die Bewertungen wurden verschlechtert

Dem entgegen stehen jedoch die positiven Beurteilungen, die sein direkter Vorgesetzter über Vaughn abgegeben hat. Sie sind auch in der Akte nachzulesen. Der Vorgesetzte bestätigte dem Guardian, dass an Vaughns Leistungen nichts auszusetzen gewesen sei. Er habe ihn sogar für eine Leitungsfunktion vorgesehen. Die Unternehmensleitung habe die Bewertungen von Vaughn verschlechtert.

Tesla bestreitet, dass Vaughn aufgrund seines gewerkschaftlichen Engagements entlassen wurde. Tesla sei ein faires und gerechtes Unternehmen, heißt es in einer Stellungnahme an den Guardian. Leistungsbeurteilungen führten manchmal dazu, dass ein Mitarbeiter befördert werde, in anderen Fällen dazu, dass er nicht mehr für das Unternehmen tätig sei. Tesla ergreife jedoch keine Maßnahmen gegen Mitarbeiter, weil sie gewerkschaftlich organisiert seien.

Mitarbeiter kritisieren die Arbeitsbedingungen bei Tesla

Tesla steht seit einiger Zeit wegen der Arbeitsbedingungen in der Kritik. So haben sich Mitarbeiter über schlechte Arbeitsbedingungen und mangelnde Arbeitssicherheit beklagt. Eine Mitarbeiterin verklagte das Unternehmen Anfang 2017, weil sie für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt wurde als Männer, weniger qualifizierte Männer seien bei Beförderungen vorgezogen worden. Einem Mitarbeiter, der über schlechte Bezahlung, viele Überstunden und einen hohen Krankenstand berichtete, hatte Tesla-Chef Elon Musk vorgeworfen, im Unternehmen für die Gewerkschaft zu agitieren.

Im Herbst vergangenen Jahres reichte die einflussreiche Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) nach einer Massenentlassung eine Beschwerde gegen Tesla bei der US-Bundesbehörde National Labor Relations Board (NLRB) ein. Darin warf die UAW Tesla vor, unter den Entlassenen seien viele, die sich für die Gewerkschaft engagierten.

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Kay_Ahnung 13. Sep 2018

Naja die Aussage vom Vorgesetzten bezieht sich aber nur auf die Mitarbeiter beurteilung...

Palerider 13. Sep 2018

Die Buden waren alle verdammt groß wenn man bedenkt, dass die Besatzung ja nicht nur aus...

torrbox 13. Sep 2018

dass*

Trockenobst 12. Sep 2018

Wallmart zahlt historisch sehr schlechte Gehälter und lässt die Leute dann zu Tafeln und...

norbertgriese 12. Sep 2018

Was in D so nicht geht: 9% der Belegschaft feuern, weil diese Menschen als "low...



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