Abo
  • Services:

Arbeitsbedingungen: Der Krankenwagen wird oft zu Tesla gerufen

Verletzungsgefahr bei Tesla: Erneut beschweren sich Mitarbeiter des US-Elektroautoherstellers über schlechte Arbeitsbedingungen. Es scheint an der Arbeitssicherheit zu mangeln.

Artikel veröffentlicht am ,
Roboter beim Bau eines Model X: Sicherheits in vergangenen Jahr verbessert
Roboter beim Bau eines Model X: Sicherheits in vergangenen Jahr verbessert (Bild: Tesla/Screenshot: Golem.de)

Tesla steht wegen seiner Arbeitsbedingungen wieder einmal in der Kritik. Mehrere Angestellte des US-Elektroautoherstellers berichten in der britischen Tageszeitung The Guardian über unhaltbare Zustände in der Fabrik.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, deutschlandweit
  2. Wüstenrot & Württembergische AG, Ludwigsburg

Er habe einen Kollegen wie einen Pfannkuchen umfallen sehen, sagte demnach ein Mitarbeiter. Der Mann sei aufs Gesicht gefallen, habe geblutet. Doch sie seien aufgefordert worden, ihn liegen zu lassen und weiter zu arbeiten. Ein anderer Arbeiter berichtete von einem Kollegen, der am Band bei der Arbeit plötzlich zusammengebrochen sei.

Tesla-Mitarbeiter fielen in Ohnmacht

Seit 2014 sei rund 100 Mal der Krankenwagen zu Tesla gerufen worden, weil Mitarbeiter in Ohnmacht gefallen seien, Schwindel- oder Krampfanfälle bekommen, unter Atembeschwerden oder Brustschmerzen gelitten hätten. Hinzu kämen viele Notrufe wegen Verletzungen und anderer medizinischer Probleme. Das geht aus den Meldungen über die Vorfälle hervor, die der Guardian eingesehen hat.

Im Gespräch mit dem Guardian gab Tesla-Chef Elon Musk zu, dass die Arbeit hart und die Schichten lang seien. Aber er sorge sich um das Wohlbefinden und die Gesundheit der rund 10.000 Arbeiter. Zudem sei die Sicherheit in der Fabrik im vergangenen Jahr deutlich verbessert worden.

Tesla sei überbewertet, sagt Musk

Musk stellte die Arbeitsbedingungen in Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Situation Teslas: Zwar sei das Unternehmen aktuell der wertvollste US-Automobilhersteller. Das sei aber "unberechtigt", weil die Produktion von Tesla gerade mal ein Prozent von dem von General Motors betrage.

"Wir sind ein Unternehmen, das Geld verliert", sagte Musk. "Wir haben hier nicht die Situation, dass wir gierige Kapitalisten sind, die sich entschlossen haben, um der Gewinne und der Dividende willen auf Sicherheit zu verzichten oder so etwas." Es gehe um die Frage, wie viel Geld Tesla verliere, und wie das Unternehmen überlebe, damit nicht alle Mitarbeiter ihre Arbeit verlören.

Männer sollen besser behandelt worden sein

Es ist nicht das erste Mal, dass Mitarbeiter die Bedingungen bei Tesla kritisieren. So verklagte eine Mitarbeiterin das Unternehmen Anfang des Jahres, weil sie als Frau benachteiligt worden sei. Sie sei für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt worden als Männer, weniger qualifizierte Männer seien bei Beförderungen vorgezogen worden, sagte sie dem Guardian. Als sie sich beschwert habe, habe das weitere Nachteile für sie bedeutet.

Im Onlinemagazin Medium.com berichtete ein Tesla-Mitarbeiter von vielen Überstunden und einem hohen Krankenstand. Außerdem prangerte er die schlechte Bezahlung an: Ein Tesla-Mitarbeiter verdiene deutlicher weniger als den Durchschnittslohn in der US-Autoindustrie, und das obwohl Tesla in einer Region mit sehr hohen Lebenshaltungskosten beheimatet sei.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

chefin 22. Mai 2017

Diese Annahme ist sowas von Falsch. Ich führe bzw bin mit verantwortlich für unser...

John2k 20. Mai 2017

Dazu müsste man noch wissen was hier meldepflichtig ist und was dort. Sind es...

Bujin 20. Mai 2017

Tesla wird nicht übernommen weil es dafür zu viele große Shareholder gibt. Realistische...

matzems 20. Mai 2017

Da hat er leider Recht, wenn man den Aktienkurs mit den restlichen Geschäftszahlen...

eMvO 20. Mai 2017

Meldepflichtige Unfälle sind solche mir mehr als drei Tagen Arbeitsunfähigkeit, kleinere...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Thinkpad T480s - Test

Wir halten das Thinkpad T480s für eines der besten Business-Notebooks am Markt: Der 14-Zöller ist kompakt und recht leicht und weist dennoch viele Anschlüsse auf, zudem sind Speicher, SSD, Wi-Fi und Modem aufrüstbar.

Lenovo Thinkpad T480s - Test Video aufrufen
Grafikkarten: Das kann Nvidias Turing-Architektur
Grafikkarten
Das kann Nvidias Turing-Architektur

Zwei Jahre nach Pascal folgt Turing: Die GPU-Architektur führt Tensor-Cores und RT-Kerne für Spieler ein. Die Geforce RTX haben mächtige Shader-Einheiten, große Caches sowie GDDR6-Videospeicher für Raytracing, für Deep-Learning-Kantenglättung und für mehr Leistung.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Tesla T4 Nvidia bringt Googles Cloud auf Turing
  2. Battlefield 5 mit Raytracing Wenn sich der Gegner in unserem Rücken spiegelt
  3. Nvidia Turing Geforce RTX 2080 rechnet 50 Prozent schneller

iOS 12 im Test: Auch Apple will es Nutzern leichter machen
iOS 12 im Test
Auch Apple will es Nutzern leichter machen

Apple setzt mit iOS 12 weniger auf aufsehenerregende Funktionen als auf viele kleine Verbesserungen für den Alltag. Das erinnert an Google und Android 9, was nicht zwingend schlecht ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple iOS 12.1 verrät neues iPad Pro
  2. Apple Siri-Kurzbefehle-App für iOS 12 verfügbar

Apple: iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht
Apple
iPhone Xs und iPhone Xs Max sind bierdicht

Apple verdoppelt das iPhone X. Das Modell iPhone Xs mit 5,8 Zoll großem Display ist der Nachfolger des iPhone X und das iPhone Xs Max ist ein Plus-Modell mit 6,5 Zoll großem Display. Die Gehäuse sind sogar salzwasserfest und überstehen auch Bäder in anderen Flüssigkeiten.

  1. Apple iPhone 3GS wird in Südkorea wieder verkauft
  2. Drosselung beim iPhone Apple zahlt Kunden Geld für Akkutausch zurück
  3. NFC Yubikeys arbeiten ab sofort mit dem iPhone zusammen

    •  /