Abo
  • IT-Karriere:

Arbeiter in China: BBC findet schlechte Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferer

Übermüdete Arbeiter, 16-Stunden-Schichten, 18 Tage Arbeit ohne freien Tag - Undercover-Journalisten der BBC haben beim Apple-Zulieferer Pegatron zahlreiche Verstöße gegen Apples Arbeitsvorschriften entdeckt. Auch bei den konfliktfrei geförderten Metallen scheint es noch Probleme zu geben.

Artikel veröffentlicht am ,
Bei einem chinesischen Apple-Zulieferer wurden Missstände aufgedeckt.
Bei einem chinesischen Apple-Zulieferer wurden Missstände aufgedeckt. (Bild: AFP)

Ein Team von Journalisten der BBC hat undercover beim Apple-Zulieferer Pegatron in China gearbeitet. Dabei haben die Reporter zahlreiche Verstöße gegen die Auflagen Apples bezüglich der Behandlung von Arbeitern entdeckt.

Arbeiter schlafen während der Arbeit ein

Stellenmarkt
  1. ViGEM GmbH, Karlsruhe
  2. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm

So soll Pegatron unter anderem zu junge Arbeiter beschäftigt, die Arbeitszeiten deutlich überschritten und Arbeitstreffen nicht entlohnt haben. Die Undercover-Arbeiter berichten von 16-Stunden-Schichten und einer Überziehung der eigentlich vereinbarten maximalen Arbeitszeit von 55 Stunden pro Woche. Es sei nicht unüblich gewesen, dass Arbeiter während ihrer Schicht am Arbeitsplatz einschliefen.

Überstunden sollen laut Apple eigentlich auf freiwilliger Basis erfolgen, laut der BBC hätten die Arbeiter aber keine Wahl gehabt. Ein Reporter berichtet, dass er in einer Fabrik, die Teile für Apple-PCs herstellt, 18 Tage am Stück ohne freien Tag gearbeitet habe. Die Schlafstätten seien teilweise mit zwölf Arbeitern in einem Raum überfüllt gewesen.

Pegatron will Missstände untersuchen

Apple hat sich zu den Vorwürfen geäußert, ist aber nicht direkt auf die einzelnen Punkte eingegangen. "Wir arbeiten mit den Zulieferern daran, Nachlässigkeiten anzusprechen und sehen eine fortwährende Verbesserung. Wir wissen aber auch, dass unsere Arbeit nie beendet ist", erklärt der Hersteller. Pegatron selbst erklärt, die in der BBC-Reportage aufgedeckten Missstände zu untersuchen und notwendige Maßnahmen ergreifen zu wollen.

Nach einigen Selbstmorden beim Apple-Zulieferer Foxconn hat Apple zahlreiche Standards zur fairen und nachhaltigen Produktion bei seinen Zulieferern verfasst. Diese sehen unter anderem angemessene Arbeitszeiten, eine anständige Unterbringung der Arbeiter und den Verzicht auf Kinderarbeit vor.

Auch Rohstoffzulieferer arbeiten unsauber

Auch die Rohstoffzulieferung soll bei Apple fair ablaufen - sprich: Materialien wie beispielsweise Zinn sollen aus Minen kommen, die ihre Arbeiter nicht ausbeuten und keine Konflikte unterstützen. Beim Besuch einer Zinn-Mine auf der indonesischen Insel Bangka haben die BBC-Reporter allerdings auch hier Nachlässigkeiten entdeckt.

So haben die Journalisten mit einem zwölfjährigen Arbeiter gesprochen, der das Rohmaterial mit bloßen Händen ausgrub. Die Mine verkauft ihre Erträge an eine Schmelzhütte, die auf Apples Liste der fairen Hersteller steht. Ein Schmelzhüttenbetreiber erklärt, dass es unmöglich sei, alle Zuliefererminen zu überprüfen.

Zur Situation der Mine in Bangka hat sich Apple geäußert: "Am einfachsten wäre es, wenn Apple keinen Zinn mehr aus Indonesien beziehen würde." Dies würde dem Unternehmen allerdings die Möglichkeit nehmen, die Situation vor Ort zu verbessern. Den gleichen Ansatz verfolgt auch Fairphone bei Tantal- und Zinn-Minen im Kongo.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-78%) 11,00€
  2. 34,99€
  3. 4,31€

ustas04 22. Dez 2014

Bei solchen Nachrichten kann man am besten ablesen wie gut es den Menschen in Europa...

jjo 20. Dez 2014

Was gibst Du denn für einen Dünnpfiff von Dir? Wahrscheinlich sitzt Du für deine...

project_blue 19. Dez 2014

Wenn ich mich nicht verzählt habe kommt im Artikel ganze 14 (!) mal der Begriff "Apple...

Lala Satalin... 19. Dez 2014

Ich denke bei allen Marken wird man solche schlechten Bedingungen in Fabriken in China...

luzipha 19. Dez 2014

Du hast da augenscheinlich etwas grundsätzlich missverstanden. Nicht konfliktfreie...


Folgen Sie uns
       


Motorola One Action im Hands On

Motorola hat das One Action vorgestellt. Das Mittelklasse-Smartphone hat eine Actionkamera eingebaut, die mit einem 117 Grad großen Weitwinkel und einer digitalen Bildstabilisierung versehen ist. Das One Action hat eine gute Mitteklasseausstattung und kostet 260 Euro.

Motorola One Action im Hands On Video aufrufen
Mobile-Games-Auslese: Superheld und Schlapphutträger zu Besuch im Smartphone
Mobile-Games-Auslese
Superheld und Schlapphutträger zu Besuch im Smartphone

Markus Fenix aus Gears of War kämpft in Gears Pop gegen fiese (Knuddel-)Aliens und der Typ in Tombshaft erinnert an Indiana Jones: In Mobile Games tummelt sich derzeit echte und falsche Prominenz.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile-Games-Auslese Verdrehte Räume und verrückte Zombies für unterwegs
  2. Dr. Mario World im Test Spielspaß für Privatpatienten
  3. Mobile-Games-Auslese Ein Wunderjunge und dreimal kostenloser Mobilspaß

Surface Hub 2S angesehen: Das Surface Hub, das auch in kleine Meeting-Räume passt
Surface Hub 2S angesehen
Das Surface Hub, das auch in kleine Meeting-Räume passt

Ifa 2019 Präsentationen teilen, Tabellen bearbeiten oder gemeinsam auf dem Whiteboard skizzieren: Das Surface Hub 2S ist eine sichtbare Weiterentwicklung des doch recht klobigen Vorgängers. Und Microsofts Pläne sind noch ambitionierter.
Ein Hands on von Oliver Nickel

  1. Microsoft Nutzer berichten von defektem WLAN nach Surface-Update
  2. Surface Microsofts Dual-Screen-Gerät hat zwei 9-Zoll-Bildschirme
  3. Centaurus Microsoft zeigt intern ein Surface-Gerät mit zwei Displays

Serielle Hybride: Unterschätzte Zwischenlösung oder längst überholt?
Serielle Hybride
Unterschätzte Zwischenlösung oder längst überholt?

Die reine E-Mobilität kommt nicht so schnell voran, wie es Klimaziele und Luftreinhaltepläne erfordern. Doch viele Fahrzeughersteller stellen derweil eine vergleichsweise simple Technologie auf die Räder, die für eine Zukunft ohne fossile Kraftstoffe Erkenntnisse liefern kann.
Von Mattias Schlenker

  1. ADAC Keyless-Go bietet Autofahrern keine Sicherheit
  2. Gesetzentwurf beschlossen Regierung verlängert Steuervorteile für Elektroautos
  3. Cabrio Renault R4 Plein Air als Elektro-Retroauto

    •  /