Arbeiten 24/7: OpenAI macht GPTs zu gemeinsamen Arbeits-Agenten
OpenAI hat Workspace-Agenten für ChatGPT vorgestellt(öffnet im neuen Fenster). Die Funktion soll es Teams ermöglichen, gemeinsam genutzte Agenten zu erstellen, die komplexe Aufgaben und längere Arbeitsabläufe übernehmen. Die Agenten arbeiten dabei innerhalb der Berechtigungen und Kontrollmechanismen, die von der jeweiligen Organisation festgelegt werden.
Technisch basieren sie auf Codex und laufen in der Cloud, so dass Aufgaben auch ohne aktive Nutzer weiterverarbeitet werden können. OpenAI beschreibt sie als Weiterentwicklung der bisherigen GPTs. Typische Einsätze sollen etwa das Erstellen von Berichten, das Schreiben von Code oder das Beantworten von Nachrichten sein.
Agenten als geteilte Team-Ressource
Anders als klassische GPTs sind Workspace-Agenten laut OpenAI darauf ausgelegt, innerhalb einer Organisation geteilt zu werden. Teams sollen einen Agenten einmal erstellen, ihn gemeinsam in ChatGPT oder Slack nutzen und im Laufe der Zeit verbessern. Das Unternehmen argumentiert, viele zentrale Arbeitsabläufe hingen ohnehin von gemeinsamem Kontext, Übergaben und teamübergreifenden Entscheidungen ab. Als Beispiel nennt OpenAI den eigenen Vertrieb: Ein Agent sammle dort Details aus Gesprächsnotizen und Account-Recherchen, qualifiziere neue Leads und verfasse Nachfass-E-Mails direkt im Posteingang. Weitere interne Einsätze umfassen einen Softwareprüfer für Mitarbeiteranfragen, einen Produkt-Feedback-Weiterleiter und einen Ersteller wöchentlicher Metrikberichte.
Einführung über Workflow-Beschreibung oder Vorlage
Für die Einführung sollen Nutzer einen häufig verwendeten Workflow beschreiben, den ChatGPT anschließend schrittweise in einen Agenten umwandelt. Zusätzlich stehen nach Angaben des Unternehmens Vorlagen für Bereiche wie Finanzen, Vertrieb und Marketing zur Verfügung, die integrierte Fähigkeiten und empfohlene Tools mitbringen und sich anpassen lassen. Die fertigen Agenten können nach einem Zeitplan ausgeführt oder in Slack bereitgestellt werden, um Anfragen direkt zu bearbeiten. Weitere Oberflächen sollen folgen. Bestehende GPTs bleiben verfügbar und lassen sich später in Workspace-Agenten umwandeln.
Wie sicher ist das? – Genehmigungen, Admin-Kontrolle und Compliance API
Für sensible Schritte wie das Bearbeiten einer Tabelle oder das Versenden von E-Mails können Nutzer festlegen, dass der Agent vorher eine Genehmigung einholt. Admins von ChatGPT Enterprise und Edu sollen zudem steuern können, auf welche Tools und Aktionen Nutzergruppen zugreifen. Laut OpenAI wirken Schutzmaßnahmen auch Angriffen durch Prompt Injection entgegen.
Über die Compliance API erhalten Admins Einblick in Konfiguration, Updates und Ausführungen jedes Agenten. Später soll die Admin-Konsole eine Übersicht aller in der Organisation erstellten Agenten bieten. Bei Bedarf können Admins einzelne Agenten auch sperren. Verfügbar sind Workspace-Agenten derzeit als Forschungsvorschau für ChatGPT Business, Enterprise und Edu sowie für die Angebote für Lehrkräfte.
Bis zum 6. Mai 2026 ist die Nutzung kostenlos, danach greift eine Credit-basierte Preisgestaltung. Geplant sind zudem neue Trigger, erweiterte Dashboards und Unterstützung in der Codex-App.
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