Arbeit: Papst Leo XIV. sieht Herausforderungen durch KI

Robert Prevost, der am Donnerstag als erster US-amerikanischer Papst gewählt wurde, erklärte, dass er mit der Wahl seines Papstnamens an Papst Leo XIII. anknüpfen wolle, der sich während der ersten industriellen Revolution mit sozialen Fragen befasste. Und in der Tat stellt sich der neue Papst Leo XIV. technisch-kulturelle Fragen, die zu gesellschaftlichen Umbrüchen führen könnten. "Und heute bietet die Kirche allen den Schatz ihrer Soziallehre an, um auf eine weitere industrielle Revolution und auf die Entwicklungen der künstlichen Intelligenz zu antworten, die neue Herausforderungen im Hinblick auf die Verteidigung der Menschenwürde, der Gerechtigkeit und der Arbeit mit sich bringen" , erklärte Leo vor den Kardinälen in der Synodenaula des Vatikans(öffnet im neuen Fenster) .
Der neue Papst ist kein Technikfeind. Beobachter bemerkten während seiner Antrittsmesse in dieser Woche eine Apple Watch an seinem Handgelenk(öffnet im neuen Fenster) .
Vatikan bezieht Stellung zu KI und digitalisiert Petersdom
Im Januar 2025 veröffentlichte der Vatikan das Dokument Antiqua et Nova(öffnet im neuen Fenster) , das ethische Richtlinien für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Bereichen wie Bildung, Gesundheit und Kriegsführung bietet. Papst Franziskus betonte, dass KI die menschliche Intelligenz ergänzen, nicht ersetzen soll, und warnte vor Risiken wie einer destabilisierenden Rüstungsspirale. Franziskus lobte die Möglichkeiten der KI, forderte aber gleichzeitig ethische Leitplanken gegen ihren Missbrauch. Er wies auf Risiken wie Diskriminierung, Wahleinmischung, Verletzung der Privatsphäre und digitale Ausgrenzung hin, die Konflikte verschärfen könnten. Der Papst warnte sogar davor, dass KI eine " technologische Diktatur " befördern könne, welche die menschliche Freiheit und Kontrolle aushöhle.
Besonders beunruhigt zeigte sich Franziskus über den Einsatz von KI in kritischen Entscheidungskontexten. Er argumentierte, dass Algorithmen nicht über Menschenrechte oder moralische Entscheidungen wie Mitgefühl und Vergebung entscheiden sollten. Ebenso sagte der Papst, dass autonome Waffensysteme niemals einer echten moralischen Verantwortung gerecht werden könnten.
Derweil gab es auch die Einführung KI-gestützter virtueller Touren durch den Petersdom(öffnet im neuen Fenster) , entwickelt in Zusammenarbeit mit Microsoft und Iconem. Diese 3D-Modelle, erstellt mit Drohnen und Lasern, ermöglichen eine immersive Erfahrung des Bauwerks.