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Arbeit: Musk verbietet Homeoffice bei Twitter und fürchtet Pleite

Elon Musk soll das Homeoffice bei Twitter generell abgeschafft haben. Er äußerte Sorgen vor einer möglichen Pleite.
/ Andreas Donath
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Twitter könnte draufgehen - meint Elon Musk. (Bild: Dall-E)
Twitter könnte draufgehen - meint Elon Musk. Bild: Dall-E

Erst Massenentlassungen und nun Präsenzpflicht: Elon Musk soll nach Berichten den Twitter-Mitarbeitern per E-Mail am Mittwoch mitgeteilt haben, dass es kein Homeoffice mehr gibt. Ausnahmen werde er ausschließlich selbst genehmigen. Wie Bloomberg berichtet(öffnet im neuen Fenster) , ist eine Anwesenheit von 40 Wochenstunden verpflichtend.

"Wenn Sie physisch nicht in der Lage sind, in ein Büro zu reisen oder eine wichtige persönliche Verpflichtung haben, ist Ihre Abwesenheit natürlich verständlich" , soll Musk in einer E-Mail geschrieben haben.

In den USA ist es nicht selten, dass Mitarbeiter großer Tech-Unternehmen im Rahmen der Pandemie weit vom Arbeitgeber weggezogen sind und von zu Hause aus arbeiten. Musk soll diesen Mitarbeitern nur 60 Tage Zeit gegeben haben zurückzuziehen, um künftig vor Ort arbeiten zu können.

Den monatlichen Ruhetag, den Twitter-Mitarbeiter bisher genießen konnten, soll Musk ebenfalls gestrichen haben.

Mehrere ehemalige Angestellte von Twitter reichten am 4. November 2022 eine Sammelklage gegen das Unternehmen ein. Twitter habe nicht die Frist einer schriftlichen Ankündigung der Entlassung von 60 Tagen im Voraus eingehalten, lautet der Vorwurf.

Musk: Twitter könnte verschwinden

Musk schwor die verbleibende Belegschaft auf harte Zeiten ein. In einer Nachricht soll Musk nach einem Bericht von The Verge(öffnet im neuen Fenster) geschrieben haben: "Offen gesagt, die wirtschaftlichen Aussichten sind düster, besonders für ein Unternehmen wie unseres, das in einem schwierigen wirtschaftlichen Klima so sehr von Werbung abhängig ist."

"Ohne signifikante Abonnementeinnahmen besteht eine gute Chance, dass Twitter den bevorstehenden wirtschaftlichen Abschwung nicht überleben wird" , soll Musk in der E-Mail geschrieben haben.

Und auch von anderer Stelle droht Twitter Ungemach: Die Federal Trade Commission der USA hatte sich noch vor der Übernahme mit Twitter auf einen Vergleich geeinigt, nachdem das Unternehmen persönliche Nutzerdaten für gezielte Werbung verwendete . Sollte sich Twitter nicht an die Vereinbarung halten, würden Geldstrafen in Milliardenhöhe anfallen, berichtet The Verge.

"Wir verfolgen die jüngsten Entwicklungen bei Twitter mit großer Sorge" , sagte Douglas Farrar, ein Sprecher der FTC gegenüber der New York Times(öffnet im neuen Fenster) . "Kein Vorstandsmitglied oder Unternehmen steht über dem Gesetz, und die Unternehmen müssen sich an die Zustimmungserklärungen halten."


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