Arbeit in der IT: Wer mehr Gehalt will, sucht eigentlich etwas Anderes
Das ewige Lied vom Geld, das nicht glücklich macht, klingt seit Jahrzehnten durch die Ratgeber dieser Welt. Fast jeder hat den Satz schon einmal gehört, die meisten würden ihm vermutlich sogar zustimmen. Trotzdem schauen wir regelmäßig auf unseren Gehaltszettel und denken: Ein bisschen mehr wäre schon nicht schlecht.
Das ist auch völlig nachvollziehbar. Geld löst Probleme. Wer mal nicht wusste, wie die nächste große Rechnung bezahlt werden soll, wer nachts wegen steigender Mieten oder hoher Energiekosten wachgelegen hat, weiß genau, wie beruhigend finanzielle Stabilität sein kann. Geld schafft Sicherheit. Und Sicherheit ist ein Grundbedürfnis. Interessant wird es allerdings ab dem Moment, an dem diese Grundbedürfnisse erfüllt sind. Dabei hat mich als selbstständigem Projektmanager, der viel in Firmen unterwegs ist, eine Beobachtung in den vergangenen Jahren immer wieder überrascht: Die Freude über eine Gehaltserhöhung ist oft deutlich kürzer, als die vorausgehenden Verhandlungen dauerten. Warum ist das so? Welche eigentlichen Bedürfnisse stecken dahinter, und wie findet man heraus, welche es sind?