Arbeit: Ikea wegen Bespitzelung des Personals vor Gericht

In Frankreich soll Ikea unter anderem das eigene Personal ausspioniert haben und hat sich das viele 100.000 Euro kosten lassen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Ikea steht in Frankreich vor Gericht.
Ikea steht in Frankreich vor Gericht. (Bild: Emmanuel Dunand/AFP via Getty Images)

Ikea muss sich in Frankreich gut neun Jahre nach Bekanntwerden der Vorwürfe wegen des Verdachts auf Ausspähen von Beschäftigten vor Gericht verantworten. Am 22. März 2021 startete in Versailles bei Paris der Prozess gegen den französischen Ableger des schwedischen Möbelhauses, wie die Deutsche Presse-Agentur von der örtlichen Staatsanwaltschaft erfuhr.

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Der Prozess soll bis zum 2. April 2021 dauern. Das französische Enthüllungsblatt Canard Enchaîné hatte 2012 über eine systematische Bespitzelung bei Ikea in Frankreich berichtet.

Die Sicherheitsabteilung der französischen Ikea-Tochter hatte demnach 2003 ein privates Sicherheitsunternehmen gegen Bezahlung beauftragt, dem Unternehmen teils vertrauliche Daten über angestelltes Personal sowie über Personen zu übermitteln, die sich bei Ikea auf eine Stelle beworben hatten.

Ikea will sich von den Praktiken distanziert haben

Dazu gehörten auch Angaben zu möglichen Vorstrafen oder Kontoauszüge. Ähnliche Auskünfte sollen auch über Kunden verlangt worden sein, die mit Ikea im Rechtsstreit lagen.

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Das schwedische Unternehmen hatte sich von den in Frankreich vorgeworfen Praktiken distanziert. Ikea Frankreich teilte wenige Wochen nach Bekanntwerden der Vorwürfe mit, eine interne Untersuchung habe ergeben, dass die Maßnahmen "nicht die Werte und die Ethik des Unternehmens respektiert haben". Interne Reformen sollten folgen.

Ikea zahlte Sicherheitsfirma weit über 600.000 Euro

Wie die französische Nachrichtenagentur AFP mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft Versailles berichtete, soll sich das Ausspähsystem über das gesamte Gebiet Frankreichs erstreckt haben. Die externe Sicherheitsfirma soll AFP zufolge zwischen 30.000 und 600.000 Euro im Jahr von Ikea Frankreich für ihre Tätigkeiten erhalten haben.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte die Gewerkschaft FO 2012 Anzeige gegen Unbekannt wegen der illegalen Verwendung von Personaldaten erstattet. Neben Ikea Frankreich müssen sich nun auch Einzelpersonen vor Gericht verantworten, laut AFP allerdings lediglich für den Zeitraum zwischen 2009 und 2012.

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