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Über die Technik hinausdenken

Dabei hat er viel richtig gemacht. Steve Kirchhoff ist Geschäftsführer bei der Next Digital Group, einer Beratungsfirma für Digitalisierung und Vermarktung. Er empfiehlt ITlern in ähnlichen Situationen, der Führungsetage zu beschreiben, inwiefern die eigene Idee einen Nutzen für das Unternehmen oder Kunden habe. Das heißt: Wie werden wir durch eine neue Software wirtschaftlicher? Wie können wir unsere Prozesse verbessern? "Viele Themen scheitern bereits an der strukturierten und sachlichen Entscheidungsvorbereitung. Die Mitarbeiter sollten ihre Idee pitchen", sagt Kirchhoff.

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Diesem Tipp schließt sich Beraterin Vranken an. "Es geht auch darum, das große Ganze aufzuzeigen, nicht nur die technische Seite. Ein Geschäftsführer denkt anders." Vranken bezeichnet solche Hürden als "Übersetzungsschwierigkeiten". Wenn ITler und BWLer aufeinanderträfen, müssten beide Seiten oft erst mal eine gemeinsame Sprache finden.

Geschäftsführer lassen sich häufig mit kaufmännischen Argumenten überzeugen. Hier zählen Zahlen, Daten und Fakten. Andere Kolleginnen und Kollegen haben vielleicht einen wissenschaftlichen Hintergrund und lassen sich mit ganz anderen Argumenten beeindrucken. Grundsätzlich, sagt Kommunikationstrainerin Moritz, sollte sich derjenige mit der neuen Idee eine einfache Frage stellen, wie andere von dieser Idee überzeugt werden könnten: Welche Interessen hat derjenige auf der anderen Seite, und kann ich mich darauf vorbereiten?

Nic hat das versucht, doch geholfen hat es nicht. Nach knapp einem Jahr verließ er die Marketingfirma. "Wenn deine Firma dich immer wieder enttäuscht, solltest du dich fragen, was die Firma machen würde, wenn du sie immer wieder enttäuschen würdest", sagt er. Trotz seiner Erfahrungen meint Nic, dass nicht jeder Chef viel über IT wissen müsse. Klar, die Zusammenarbeit mit seinem Vorgesetzten sei frustrierend gewesen. IT-Kenntnisse seien durchaus hilfreich, "aber die Fähigkeit, zu leiten und informierte Entscheidungen zu treffen, sind wichtigere Qualitäten".

Das meint auch Ursula Vranken, jedoch müssten sich Führungskräfte schon bewusst sein, dass die Welt sich verändert habe. "Eigentlich alle Unternehmen werden in Zukunft IT-Unternehmen", sagt die Beraterin, "weil sie zum Beispiel digitale Geschäftsstrategien haben oder digitale Produkte verkaufen."

Wenn im Job schwierige Dinge besprochen werden müssen, wissen viele nicht weiter. Manche gehen dem Gespräch ganz aus dem Weg, andere explodieren, wieder andere reagieren ganz anders. Du arbeitest in einem IT-Job und hast Erfahrungen mit diesem Problem? Und vielleicht sogar Lösungen? Erzähle uns gerne mehr darüber für einen Artikel zu dem Thema in unserem Ressort Arbeit. Wir freuen uns über Deine Nachricht an redaktion@golem.de.

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 Arbeit: Hilfe für frustrierte ITler
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meinoriginaluse... 22. Aug 2019

... ich renne wegen anderen Dingen gegen Wände. Es gibt z.B. nach dem AxelOS ITIL...

CochainComplex 19. Aug 2019

Muss er nicht. Aber es wäre nicht schlecht wenn er weis welche Information er braucht...

CochainComplex 19. Aug 2019

...Mh "König" der Nutzername sagt wohl einiges

CochainComplex 19. Aug 2019

Mhh...was soll ich sagen. Ein komplexes Thema in 5 Minuten zu erklären. Mann könnte das...

Serenity 14. Aug 2019

Es gibt alternative Wege von Softwareentwicklern anzufragen, wie lange etwas dauert...


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