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Arbeit: Duolingo ersetzt Übersetzer teilweise mit KI

Immer mehr vermeintlich einfache Jobs werden durch generative KI ersetzt. Nun trifft es einen Teil des Übersetzungsteams bei Duolingo.
/ Sebastian Grüner
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Duolingo setzt künftig verstärkt auf KI. (Bild: Nikolas Kokovlis via Reuters Connect)
Duolingo setzt künftig verstärkt auf KI. Bild: Nikolas Kokovlis via Reuters Connect

Der Anbieter der gleichnamigen Sprachlern-App Duolingo hat eigenen Angaben zufolge die Zusammenarbeit mit etwa 10 Prozent seiner freien Mitarbeiter beendet. Das bestätigte das Unternehmen in einem Bericht des Magazins Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) . Als Grund dafür wird vor allem auf die Möglichkeiten generativer KI-Systeme verwiesen. Zuvor berichtete ein offenbar von den Kürzungen betroffener Mitarbeiter auf Reddit(öffnet im neuen Fenster) sowohl von der Streichung der Stellen als auch davon, dass die verbliebenen Teams künftig nicht mehr selbst Übersetzungen erstellen sollten, sondern nur noch KI-Übersetzungen überprüfen und falls notwendig verbessern sollten.

Ein Sprecher sagte Bloomberg zu der Entscheidung: "Wir brauchen einfach nicht mehr so viele Leute, um die Art von Arbeit zu erledigen, die einige dieser Auftragnehmer erledigten. Ein Teil davon könnte auf KI zurückzuführen sein" . Ein vollständiger Ersatz von Arbeitskräften durch KI sei dies aber nicht, heißt es weiter. Vielmehr arbeiteten zahlreiche der festangestellten wie auch der freien Mitarbeiter mit der KI.

In einer Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen des an der Börse notierten Unternehmens sagte CEO Luis von Ahn im vergangenen August, dass der Anbieter KI zum Beschleunigen einiger Skripte der App benutze sowie dafür, die Kursinhalte effizienter zu skalieren. Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf KI zum Erzeugen von Stimmen in der App und das Bezahlangebot Duolingo Max bietet von einer KI erstelltes Feedback sowie Unterhaltungen in Fremdsprachen.

Dass Unternehmen im Zuge der immer besser werdenden KI auf die Fähigkeiten der Modelle setzen, um damit Arbeitskräfte einzusparen, geschieht immer häufiger. Bekannte Beispiele sind etwa Dropbox oder auch der Axel-Springer-Verlag. Ob dies aber insbesondere in dem extrem schwierigen und nuancierten Bereich der Übersetzungen von Duolingo hilfreich ist, muss sich noch zeigen. Eigenen Angaben zufolge(öffnet im neuen Fenster) bietet das Unternehmen mehr als 100 Kurse für über 40 verschiedene Sprachen an sowie für Mathematik und Musik. Bekannt ist die App dabei für seine Gamification, die Nutzung von Comic-Figuren wie einer Eule oder auch teils lustiger oder gesellschaftskritischer Satzinhalte zum Übersetzen für die Nutzer.

Weitere Informationen zum Thema künstliche Intelligenz gibt es hier in unserem Karriere-Ratgeber.


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