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Arbeit aufgenommen: Deutsches Internet-Institut nach Weizenbaum benannt

Das Deutsche Internet-Institut hat seine Arbeit in Berlin aufgenommen. Es ist nach dem bekannten deutsch-amerikanischen Informatiker und Computerkritiker benannt.

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Namensgeber für das Deutsche Internet-Institut: Joseph Weizenbaum
Namensgeber für das Deutsche Internet-Institut: Joseph Weizenbaum (Bild: Ulrich Hansen/GNU Free Documentation License)

Das "Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft" hat am Donnerstag in Berlin offiziell seine Arbeit aufgenommen. Die Aufgabe des Instituts wird nach eigenen Angaben sein, "aktuelle gesellschaftliche Veränderungen, die sich im Zusammenhang mit der Digitalisierung abzeichnen, zu untersuchen und künftige politische und wirtschaftliche Handlungsoptionen zu skizzieren".

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Hinter dem Deutschen Internet-Institut, wie die weitere Bezeichnung lautet, steht ein Konsortium von vier Berliner Universitäten sowie die Universität Potsdam und das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme. Koordiniert wird der Verbund vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB).

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt für die Förderung der ersten fünf Jahre 50 Millionen Euro bereit. Der Berliner Senat steuert nach Angaben der Berliner Morgenpost im selben Zeitraum 5,2 Millionen Euro bei. Dazu gehören jährlich 800.000 Euro für Miete und Betriebskosten sowie 1,2 Millionen Euro für die Erstausstattung in einem Bürogebäude in der City-West. Langfristig solle das Institut im Regierungsviertel angesiedelt werden. Im selben Gebäude, wo bereits das Einstein-Zentrum Digitale Zukunft beheimatet ist.

Sechs Forschungsbereiche

Benannt wurde das Institut nun nach dem in Berlin geborenen US-Informatiker Joseph Weizenbaum. Er war einer der Pioniere der Informatik und wurde später zu einem scharfen Kritiker des unbedachten Umgangs mit Computern. 1996 war Weizenbaum nach 60 Jahren Exil in den USA in seine Heimatstadt Berlin zurückgekehrt. Dort war er im März 2008 an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben.

Das Institut will zunächst in folgenden sechs Bereichen forschen: Arbeit, Innovation und Wertschöpfung; Vertrag und Verantwortung auf digitalen Märkten; Wissen, Bildung und soziale Ungleichheit; Demokratie, Partizipation und Öffentlichkeit; Governance und Normsetzung sowie Technikwandel. Derzeit sind mehr als 30 Doktoranden- und Postdoktorandenstellen ausgeschrieben.

Die Themen der Forschungsprojekte lauten beispielsweise: Daten als Zahlungsmittel, Verantwortung und das Internet der Dinge, Digitale Technologien und Wohlbefinden, Kritikalität softwarebasierter Systeme oder Arbeiten und Kooperieren in der Sharing-Economy. Angesiedelt sind die Projekte an den beteiligten Institutionen, wozu in Berlin die Freie Universität, die Humboldt-Universität, die Technische Universität und die Universität der Künste gehören.

Der Standort Berlin hatte sich im vergangenen Mai in einem zweistufigen Wettbewerbsverfahren durchgesetzt. Neben Berlin waren noch Bewerber aus München, Hannover, Bochum und Karlsruhe in die Endauswahl gekommen.



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NachDenker 22. Sep 2017

ich bin auf schnelle Ergebnisse gespannt - >10.000.000/Jahr von Steuerzahler sollte einen...

Anonymer Nutzer 22. Sep 2017

Gleichzeitig sollten sie sich auch mal mit echter Wichtigkeit beschäftigen. Wenn die...


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