AR und VR: Varjos neue Headsets werden schärfer und günstiger

Das VR-Headset VR-3 und das AR-Headset XR-3 von Varjo bieten wieder ein Display, dessen innerer Bereich besonders hochauflösend ist. Zudem sind die Preise gesunken - aber immer noch hoch.

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Das Varjo XR-3 und VR-3
Das Varjo XR-3 und VR-3 (Bild: Varjo)

Das finnische Unternehmen Varjo hat die neue Generation seiner AR- und VR-Headsets veröffentlicht. Das XR-3 und das VR-3 richten sich wieder an professionelle Nutzer, die bei ihrer Arbeit eine möglichst detailgetreue Darstellung von virtuellen Inhalten benötigen.

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Dafür haben die Headsets wie ihre Vorgängermodelle wieder aus zwei Bereichen bestehende Displays: Im Sichtzentrum gibt es einen Bereich, der wesentlich schärfer als der umliegende Bildschirm ist. Varjo hat die Größe und Auflösung sowohl des Gesamtdisplays als auch des Schärfebereichs verbessert.

Das Gesamtdisplay hat jetzt einen Bildwinkel von 115 Grad, eine Bildrate von 90 Hz und eine Auflösung von 2.880 x 2.720 Pixeln, was 30 ppd (pixel per degree) ergibt. Zum Vergleich: Die Vorgängermodelle VR-1, VR-2 und XR-1 kommen nur auf 87 Grad und 14 ppd. Der innere Schärfebereich hat die doppelte Höhe wie zuvor und nimmt als Quadrat im Sichtzentrum einen wesentlich größeren Raum ein. Die Auflösung beträgt 1.920 x 1.920 Pixel, was 71 ppd ergibt - gut 10 ppd mehr als beim Vorgängermodell.

Natürliche Schärfewiedergabe

Die Auflösung außerhalb des schärferen Bereichs nimmt vom Zentrum aus graduell ab, was Varjo mit einer speziellen Linse erreicht. Direkt überhalb des Quadrats in der Mitte beträgt die Auflösung 35 ppd, am Bildrand oben hingegen nur noch 27 ppd. Dieser Schärfeverlauf ähnelt dem natürlichen Sehvermögen eines Menschen.

  • Das Varjo XR-3 im Einsatz (Bild: Varjo)
  • Links das Varjo XR-3, rechts das Varjo VR-3 (Bild: Varjo)
  • Das Varjo XR-3 im Einsatz (Bild: Varjo)
Das Varjo XR-3 im Einsatz (Bild: Varjo)
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Das AR-Headset XR-3 bietet ein 40 Prozent höheres FoV sowie ein Lidar. Das Headset bietet eine Tiefenwahrnehmung von bis zu fünf Metern. Beide Headsets haben ein neues Haltesystem, das ermüdungsfreies Tragen auch bei langen Einsatzzeiten ermöglichen soll. Ein separater gepolsterter Haltebügel auf der Stirn soll die von vielen Headsets bekannten "Augenringe" verhindern, also Druckspuren des Headsets.

Die beiden neuen Headsets verfügen über Eye-Tracking mit einer Abtastrate von über 200 Hz. Außerdem verfügen beide Geräte über einen Ultraleap-Sensor für Hand-Tracking. Die Varjo-Headsets sind mit Unity, der Unreal Engine OpenXR 1.0 und zahlreichen weiteren 3D-Engines und Anwendungen kompatibel. Gedacht sind die Geräte vor allem für die Industrie; sie sind beispielsweise bei nahezu allen großen Autoherstellern in Benutzung.

Das VR-3 kostet 3.200 Euro und damit gut die Hälfte des Vorgängermodells bei seiner Einführung. Die AR-Variante XR-3 kostet 5.500 Euro. Bei den Varjo-Headsets ist ein Abonnement nötig, das es für das VR-3 ab 800 Euro und für das XR-3 ab 1.500 Euro gibt.

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