Abo
  • Services:

AR-Brille: Dozent sieht, wenn Studenten nicht mehr mitkommen

Ist der Student überfordert, sieht der Dozent das durch seine AR-Brille: Das wollen Wissenschaftler mit ihrem Augmented Lecture Feedback System möglich machen. Doch das System könnte wiederum viele Dozenten überfordern.

Artikel veröffentlicht am , Jürgen Vielmeier/Neuerdings.com
Die AR-Brille soll auch Ratlosigkeit in den Gesichtern der Studenten erkennen.
Die AR-Brille soll auch Ratlosigkeit in den Gesichtern der Studenten erkennen. (Bild: Eventos UC3M via Flickr)

Für die Kommunikation zwischen Studenten und Dozenten haben Forscher an der Madrider Universität Carlos III (UC3M) das Augmented Lecture Feedback System (ALFS) entwickelt. Der Dozent oder Lehrer trägt dabei eine Brille ähnlich wie Google Glass. Hierauf kann er sich Notizen anzeigen lassen, die er selbst vorformuliert hat.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Berlin
  2. OKI EUROPE LIMITED, Branch Office Düsseldorf, Düsseldorf

Interessant ist die Interaktion mit den Schülern oder Studenten: Die können mit Hilfe eines Smartphones Direktfeedback geben, etwa kommentieren oder anzeigen, wenn sie etwas nicht verstanden oder eine Frage haben. Der Lehrer sieht dann über seine Brille mit Hilfe von Augmented Reality ein entsprechendes Zeichen über dem Gesicht des Schülers.

Gedacht ist das System vor allem für größere Lerngruppen, also vor allem Hochschulvorlesungen. Die Idee ist, dass der Dozent auf das Feedback eingehen und ein Detail noch etwas genauer erklären kann, das die Studenten nicht verstehen. Ein Diagramm zeigt dem Vortragenden, wie viele der Zuhörer gerade nicht mitkommen. So kann der Dozent selbst entscheiden, ob er auf die elektronischen Zwischenrufe eingeht oder nicht. Die Anwendung soll außer für die eigene verwendete Brille zukünftig auch für Googles Datenbrille Google Glass zur Verfügung stehen.

Kinect-Steuerung, Gesichtserkennung, Direktfeedback

Die Forscher erhoffen sich von ihrem System bessere Bedingungen gerade für schüchterne Menschen. Vor größeren Lerngruppen ist es Dozenten nicht ohne Weiteres möglich, auf die Studenten einzugehen und die Fragen Einzelner zu beantworten. Außerdem trauen sich meist nur wenige Studenten, vor größeren Gruppen überhaupt Fragen zu stellen. Es allen recht zu machen, würde auch ALFS nicht schaffen. Aber das System kann die Mehrheit oder größere Einzelgruppen von Studenten unterstützen, wenn diese etwas nicht verstehen.

Der Dozent kann seine Brille über eine Kinect-Steuerung bedienen. Die Studenten selbst verbinden ihr Smartphone mit dem ALFS. Zum einen können sie per Touch-Gesten Feedback geben, zum anderen soll das System in der Lage sein, Mimik zu erkennen und dadurch etwa Ratlosigkeit oder Erstaunen in den Gesichtern der Studenten zu erkennen. Das soll mit Hilfe einer Bilddatenbank erreicht werden. Die Studenten laden dort ein neutrales Bild von sich hoch und ALFS soll dazu in der Lage sein, diese Bilder mit ihrem aktuellen Gesichtsausdruck zu vergleichen. Um das zu erreichen, bräuchte man allerdings ein sehr leistungsfähiges, zuverlässiges und schnelles System.

Mit Kanonen auf Dozenten schießen?

Die Forscher sehen darin ganz neue Möglichkeiten der Schüler-Lehrer-Kommunikation. Es dürfte vor allem eine Herausforderung an die Dozenten sein. Während es für einige sicherlich ein Gewinn ist, dürfte das Zusammenspiel aus Vorlesung und ständigem Feedback viele Professoren überfordern.

Die Frage ist allerdings, ob es nicht auch einfacher ginge. Ein Beispiel ist das Feedback-System am Londoner Heathrow-Flughafen: Je nachdem, wie sehr man mit dem Service zufrieden ist, drückt man auf einer Konsole auf einen von vier Smiley-Knöpfen von strahlend bis böse. Gesehen hat man ähnliche Konzepte sogar in Fernsehshows wie 30 Seconds of Fame, bei der das Publikum den Gästen auf der Bühne direkt mitteilen kann, wie gut sie ankommen, oder beim Zuschauerjoker in Wer wird Millonär?. Ein Knopf an jedem Sitz im Hörsaal und ein einfaches Gerät in der Hosentasche des Dozenten, das vibriert, wenn zu viele Studenten etwas nicht verstehen - könnte eine viel einfachere Lösung bringen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 23,49€
  2. 32,99€ (erscheint am 25.01.)
  3. 2,99€

Horst Adapter 26. Jun 2013

.... Nö, das gibt's schon: nennt sich flipped cassroom und wird bspw. von C. Spannagel...

malvar 25. Jun 2013

Stimmt, die Streber findet man an der Uni erst ab Reihe 2 xD

malvar 25. Jun 2013

"Troll?" weil ich gesagt habe, die Variante mit den Knöpfen ist ein veraltetes System...

katze_sonne 25. Jun 2013

Oh Mann, ich bin doch immer wieder froh, an einer FH zu studieren - ich bin jetzt im...

YoungManKlaus 25. Jun 2013

lol, dann bringts aber nichts wenn das feedback erst recht mit "rufzeichen über der...


Folgen Sie uns
       


Resident Evil 2 Remake - Fazit

Sprechtext

Fazit

Bei Capcom haben sie derzeit in Sachen Horror ein monstermäßig gutes Händchen. Nach dem hervorragenden Resident Evil 7 ist auch das Remake des zweiten Serienteils geglückt. Das neue Resident Evil 2 fühlt sich nicht wie ein Remake an, sondern wie ein frisch programmiertes Spiel. Das schafft sogar das Kunststück, Fans des Originals zu fesseln und gleichzeitig Neulinge in den Bann von Raccoon City zu ziehen.

Natürlich wissen Kenner der Version von 1998 über die Rahmenhandlung und das Ende schon Bescheid. Dank der überarbeiteten Umgebungen und zusätzlicher Details bieten die Abenteuer von Leon und Claire dennoch wieder Spannung - mit dem zusätzlichen Reiz, die alte mit der überarbeiteten Fassung vergleichen zu können. Die geänderte Steuerung inklusive der Verteidigungsoptionen etwa mit dem Messer funktioniert wunderbar.

Vor allem aber ist die Mischung aus Action und Adventure inklusive der sehr fairen Rätsel gelungen. Auf Dauer haben uns nur die manchmal langen Laufwege gestört - vor allem, wenn wir nur wegen Platzmangel im Inventar ständig zwischen dem aktuellen Einsatzort und einem Sicherheitsraum pendeln mussten.

Grafik und Stimmung sorgen für mehr als nur gepflegtes Denken, Kämpfen und Gruseln. Dazu kommen übrigens auch einige Ekelanimationen, wegen denen Minderjährige und empfindliche Naturen lieber einen Bogen um Resident Evil 2 machen sollten. Alle anderen sollten sich dieses rundum gelungene Remake nicht entgehen lassen.

Resident Evil 2 Remake - Fazit Video aufrufen
Kaufberatung: Den richtigen echt kabellosen Bluetooth-Hörstöpsel finden
Kaufberatung
Den richtigen echt kabellosen Bluetooth-Hörstöpsel finden

Wer sie einmal benutzt hat, möchte sie nicht mehr missen: sogenannte True Wireless In-Ears. Wir erklären auf Basis unserer Tests, was beim Kauf von Bluetooth-Hörstöpseln beachtet werden sollte.
Von Ingo Pakalski

  1. Nuraphone im Test Kopfhörer mit eingebautem Hörtest und Spitzenklang
  2. Patent angemeldet Dyson soll Kopfhörer mit Luftreiniger planen

CES 2019: Die Messe der unnützen Gaming-Hardware
CES 2019
Die Messe der unnützen Gaming-Hardware

CES 2019 Wer wollte schon immer dauerhaft auf einem kleinen 17-Zoll-Bildschirm spielen oder ein mehrere Kilogramm schweres Tablet mit sich herumtragen? Niemand! Das ficht die Hersteller aber nicht an - im Gegenteil, sie denken sich immer mehr Obskuritäten aus.
Ein IMHO von Oliver Nickel

  1. Mobilität Das Auto der Zukunft ist modular und wandelbar
  2. Slighter im Hands on Wenn das Feuerzeug smarter als der Raucher ist
  3. Sonos Keine Parallelnutzung von Alexa und Google Assistant geplant

Schwerlastverkehr: Oberleitung - aber richtig!
Schwerlastverkehr
Oberleitung - aber richtig!

Der Schwerlast- und Lieferverkehr soll stärker elektrifiziert werden. Dafür sollen kilometerweise Oberleitungen entstehen. Dass Geld auf diese Weise in LKW statt in die Bahn zu stecken, ist aber völlig irrsinnig!
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Ducati-Chef Die Zukunft des Motorrads ist elektrisch
  2. Softwarefehler Lime-Tretroller werfen Fahrer ab
  3. Elektroauto Eine Branche vor der Zerreißprobe

    •  /