Appliance: Ubuntu bringt Derivate mit nur einer Anwendung

Schnell und einfach eine kleine Server-Anwendung aufsetzen - das will das Ubuntu-Team erreichen. Dafür nutzt es zwei bekannte Techniken.

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Canonical hat das Ubuntu-Appliance-Programm gestartet.
Canonical hat das Ubuntu-Appliance-Programm gestartet. (Bild: Canonical)

Linux-Distributor Canonical hat in Zusammenarbeit mit einigen Kooperationspartnern sein Ubuntu-Appliance-Programm vorgestellt. Dabei handelt es sich um speziell erstellte Ubuntu-Derivate, die als spezialisierte Appliance lediglich eine einzige Hauptanwendung beinhalten. Ziel der Initiative ist es eigenen Angaben zufolge, "sichere, selbstheilende Geräte für einen einzigen Einsatzzweck zu ermöglichen", so der Hersteller.

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Für den Start der Initiative arbeitet Ubuntu-Sponsor Canonical mit unterschiedlichen Projekten zusammen. Dazu gehören unter anderem die Heimautomatisierungslösung OpenHAB, der MQTT Messagebroker Mosquitto zur Verbindung von IoT-Geräten, der Mediaserver Plex, der Kollaborationsserver Nextcloud oder auch die Adblock-Lösung Adguard. Die zweckgebundenen Images mit diesen und künftig vermutlich auch weiteren Anwendungen dürften den Einsatz der genannten Software vor allem zuhause und ohne größere Vorkenntnisse deutlich vereinfachen.

Dass kleine Bastelrechner wie etwa die Raspberry-Pi-Serie oft als Grundlage für nur eine einzige Anwendung dienen, kommt dabei sicher häufig vor und ist auch naheliegend. Das gilt insbesondere für kleinere Serveranwendungen wie jene aus den genannten Kategorien. Das Ubuntu-Team will den Einsatz nun aber offenbar soweit vereinfachen, dass es ausreicht, das passende Appliance-Abbild herunterzuladen und einfach zu starten. Eine möglicherweise komplizierte Konfiguration oder Installation der Anwendungen dürfte damit vermieden werden.

Technische Basis für die Ubuntu-Appliances bilden bekannte Techniken, wie ein kurzer Blick in die Images verrät. So nutzt Canonical dafür mit Ubuntu Core die abgespeckte Variante seiner Linux-Distribution. Für die Anwendungen und auch Aktualisierungen setzt der Distributor zudem auf das hauseigenen Snap-Paket-Format, das zum Beispiel automatische Updates unterstützt und selbst auf Abbildern basiert. Dabei werden die Anwendungen mitsamt ihren Abhängigkeiten einheitlich verteilt. In der Vergangenheit ist Ubuntu mehrfach für seinen Snap-Ansatz kritisiert worden, zuletzt durch Linux Mint.

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