Apple-Tuch reinigt gut, aber nicht besser als andere

Für unseren zweiten Test haben wir uns ein Macbook Air geschnappt und überprüft, wie gut die Tücher reinigen. Dazu haben wir das Display mit reichlich Fingerabdrücken versehen und eine Prise Mehl darübergestreut - unser simulierter Staub. Das Macbook stand übrigens nicht auf der Kompatibilitätsliste, dennoch hat das Apple-Tuch es - wenig überraschend - nicht zerstört, sondern unsere Fettfinger und den Staub schnell beseitigt.

Das machen allerdings das Amazon- sowie das Hama-Tuch genauso gut. Das Johans-Tuch sieht zwar schick aus, braucht allerdings etwas länger, um die Fingerabdrücke zu entfernen. Das Tetenal-Tuch braucht auch länger dafür und nimmt zusätzlich das Mehl weniger gut auf als die Tücher von Apple, Hama und Amazon. Auch für diesen Test haben wir die Tücher trocken verwendet.

Wie beim Kratztest zeigt sich: Das Apple-Tuch ist ok, es gibt aber bessere und vor allem günstigere Alternativen.

Apple-Tuch ist relativ klein

Ein weiterer nicht unerheblicher Faktor bei der Auswahl eines Putztuchs ist die Größe. Apples iLappen ist mit 16 x 16 cm das kleinste Tuch in unserem Test und noch etwas kleiner als das Hama-Tuch mit 18 x 16 cm. Das Amazon-Tuch ist mit 30 x 30 cm deutlich größer, wodurch sich größere Flächen wesentlich schneller reinigen lassen. Auch das Johans-Tuch misst 30 x 30 cm, das Tetenal-Tuch ist mit 29 x 28,5 cm etwas kleiner.

Verfügbarkeit

Das Apple-Poliertuch ist bei Apple für 25 Euro erhältlich. Aktuell ist das Tuch nicht lieferbar, Apple gibt eine Lieferzeit von zehn bis zwölf Wochen an. In den Apple-Stores sind die Tücher ebenfalls nicht erhältlich. Das Pro Display XDR mit Poliertuch ist übrigens binnen ein bis zwei Wochen lieferbar - eine etwas kostspieligere Möglichkeit, an den Lappen zu kommen.

  • Wir haben mit allen Tüchern einen Kratztest gemacht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Logo des Apple-Tuchs (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Apple-Poliertuch, umringt von der (deutlich preiswerteren) Konkurrenz (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Apple-Tuch ist aus einem weichen Material, insgesamt ist das Tuch aber ziemlich dick. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Tuch von Apple ist das kleinste Putztuch in unserem Test - und das teuerste. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Logo des Apple-Tuchs (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Fazit

In unserem Test hat sich bestätigt, was wir vorher bereits vermutet hatten: Ein Poliertuch für 25 Euro ist um die 20 Euro zu teuer, auch, wenn Apple draufsteht. Das Apple-Tuch fühlt sich toll an, reinigt aber schlichtweg nicht besser als ein Tuch, das heruntergerechnet weniger als ein Zehntel kostet: das Amazon-No-Name-Tuch.

Das Apple-Poliertuch ist ein überhyptes Produkt, das Apple unserer Meinung nach nicht für 25 Euro verkaufen sollte. Wer mehrere Tausend Euro für ein Notebook bei Apple lässt, sollte das Tuch ebenso selbstverständlich gratis dazubekommen wie Käufer des Pro Display XDR. Vor allem würden wir nicht drei Monate auf den Putzlumpen warten, wenn wir bessere und wesentlich günstigere Produkte binnen weniger Tage erhalten können.

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 Apples Poliertuch im Test: Der Lappen für gut Betuchte
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KönigSchmadke 18. Nov 2021

Wer nach Sinn und Preis fragt, ist eh nicht Teil der Zielgruppe. Das ist wie bei Oehlbach...

RobMcFly 17. Nov 2021

wenn die Apple-Leute zusammensitzen und ihr Idee feiern genug gut Betuchte und schlecht...

berritorre 09. Nov 2021

Jedem wie es ihm gefällt. Ich würde mir das auch nicht draufkleben, weder Sylt noch einen...

Rabbit0815 09. Nov 2021

Weil das hier ein Forum ist und jeder gerne zeigen möchte, wie schlau er ist und was er...



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