Abo
  • Services:

Apples neue Firmenzentrale: Wer im Glashaus arbeitet, knallt auch mal gegen Wände

Glas, Glas und noch mehr Glas. So lässt sich die neue Firmenzentrale von Apple beschreiben. Die Glaswände und Glastüren waren wohl nur schwer erkennbar und so kam es zu Unfällen, Mitarbeiter liefen dagegen. Der iPhone-Hersteller musste am Gebäude nachbessern - so eine Art Bugfix.

Artikel veröffentlicht am ,
Apples neue Zentrale besteht vor allem aus Glaselementen.
Apples neue Zentrale besteht vor allem aus Glaselementen. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Nicht jeder schafft es, sich körperlich unversehrt durch Apples neue Firmenzentrale zu bewegen. Der Grund dafür: Das Gebäude besteht vor allem aus Glaswänden und Glastüren. Diese sind wohl nur schwer zu erkennen, so dass Apple-Mitarbeiter mit dem Kopf gegen die Wände gerannt sind. In drei Fällen wurde sogar der Notruf bemüht, wie der San Franciso Chronicle berichtet, der die öffentlich verfügbaren Notrufe angefordert, ausgewertet und veröffentlicht hat.

Stellenmarkt
  1. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg
  2. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Münster

Bereits Mitte Februar 2018 hatte Bloomberg über die Unfälle in Apples Firmenzentrale berichtet und sich dabei auf Schilderungen von Apple-Mitarbeitern berufen. Mit der Veröffentlichung der Notrufe bestätigen sich diese Berichte. Mit der neuen Firmenzentrale will Apple Offenheit zeigen. Gegenüber der Öffentlichkeit ist das Unternehmen allerdings oft sehr verschwiegen: Zu den aktuellen Vorfällen wollte sich der iPhone-Hersteller nicht äußern.

Apples neues Hauptquartier

Apples neue Firmenzentrale wird als Campus bezeichnet und wurde vom Architekturbüro Norman Foster entworfen, der unter anderem den Reichstag in Berlin neu gestaltet hat. Die Apple-Zentrale ist ein ringförmiger Bau, der einen größeren Umfang als das US-Verteidigungsministerium hat. Allerdings hat das Pentagon deutlich mehr Nutzfläche als Apples Fimenzentrale. Das wesentliche gestalterische Element von Apples neuer Firmenzentrale ist Glas.

Bereits mehr als ein halbes Jahr vor der Eröffnung des neuen Apple-Hauptquartiers hatte der für Baumaßnahmen zuständige Beamte von Cupertino Bedenken angemeldet, berichtet der San Francicso Chronicle. Albert Salvador fürchtete, dass die Mitarbeiter gegen die Glaswände der Cafeteria rennen, weil sie diese nicht von den automatisch öffnenden Türen unterscheiden könnten.

Befürchtungen haben sich bestätigt

Salvador sollte recht behalten, wie die veröffentlichten Notrufe belegen. Unklar ist, wie viele weitere Apple-Mitarbeiter gegen die Glaswände gerannt sind und sich möglicherweise nicht so stark verletzt haben, dass Notrufe erforderlich waren. In den Notrufen ging es um Platzwunden, aber niemand musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Eigentlich sehen staatliche Vorschriften in Kalifornien vor, dass Glaswände in Gebäuden markiert sind, damit diese besser erkennbar sind. Salvador berichtet, dass er mit einem Bauarbeiter in der Bauphase auf dem Gelände unterwegs war und dabei sah, wie ein anderer Bauarbeiter gegen eine Glaswand gelaufen ist. Allerdings gelte die entsprechende Vorschrift nur für Baumaßnahmen, nicht für fertige Bürogebäude.

Apples Campus brauchte einen Bugfix

Apple hat auf die Einwände reagiert und noch vor dem Bezug schwarze rechteckige Aufkleber mit abgerundeten Ecken an den Glaswänden platziert. Das wurde zunächst aber nur im Bereich der Cafeteria gemacht. Als die ersten Mitarbeiter am 2. Januar 2018 in die neue Apple-Zentrale eingezogen sind, gab es die ersten beiden Unfälle, die zu den Notrufen führten. Mindestens ein weiterer folgte bis zum 4. Januar 2018 und Apple markierte daraufhin weitere Glaswände mit den schwarzen Aufklebern. Seitdem ist es nach Erkenntnissen des San Francisco Chronicle zu keinen weiteren Notrufen gekommen.

Ob damit auch die Unfälle ein Ende genommen haben, ist derzeit nicht bekannt. Es ist nicht auszuschließen, dass es weitere Unfälle gab, bei denen aber der Notruf nicht bemüht wurde. Salvador geht allerdings davon aus, dass die schwarzen Aufkleber effektiv seien und verhindern würden, dass Menschen nochmals gegen die Glaswände laufen.

Apple hat die Gelegenheit verstreichen lassen, die Vorfälle dazu zu nutzen, die Glaswände mit dem eigenen Firmenlogo zu versehen. Ein schwarzes Apple-Logo würde besser zu den Glaswänden in der Firmenzentrale passen als ein schwarzes Rechteck. Aber wer weiß, vielleicht passiert das ja noch.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. über ARD Mediathek kostenlos streamen
  2. 4,99€

aemeRix 08. Mär 2018

Read a Apple article a day, keeps the money away? :D

Salzbretzel 08. Mär 2018

Was mich interessiert - wie gut ist der Campus gedämmt - im Vergleich zu klassischen...

azeu 08. Mär 2018

Und kost 'n Haufen Geld ;)

Rexatelis 08. Mär 2018

Äh, du hast anscheindend noch nie eine gut geputzte Glasscheibe (vom Boden bis zur Decke...

FreiGeistler 08. Mär 2018

Da Apple dort den grossteil ihres einkommens erwirtschaften, wären die "horrenden...


Folgen Sie uns
       


Golem.de ist Kratos - God of War (Live, keine Spoiler)

Die Handlung verraten wir nicht, trotzdem wollen wir das andersartige neue God of War besprechen. Zu diesem Zweck haben wir eine stellvertretende Mission herausgesucht, in der es nicht um die primäre Handlung geht. Ziel ist es, den Open-World-Ansatz zu zeigen, das Kampfsystem zu erklären und die Spielmechaniken zu verdeutlichen.

Golem.de ist Kratos - God of War (Live, keine Spoiler) Video aufrufen
Nissan Leaf: Wer braucht schon ein Bremspedal?
Nissan Leaf
Wer braucht schon ein Bremspedal?

Wie fährt sich das meistverkaufte Elektroauto? Nissan hat vor wenigen Monaten eine überarbeitete Version des Leaf auf den Markt gebracht. Wir haben es gefahren und festgestellt, dass das Auto fast ohne Bremse auskommt.
Ein Erfahrungsbericht von Werner Pluta

  1. e-NV200 Nissan packt 40-kWh-Akku in Elektro-Van
  2. Reborn Light Nissan-Autoakkus speisen Straßenlaternen
  3. Elektroauto Nissan will den IMx in Serie bauen

Ryzen 5 2600X im Test: AMDs Desktop-Allrounder
Ryzen 5 2600X im Test
AMDs Desktop-Allrounder

Der Ryzen 5 2600X ist eine der besten sechskernigen CPUs am Markt. Für gut 200 Euro liefert er die gleiche Leistung wie der Core i5-8600K. Der AMD-Chip hat klare Vorteile bei Anwendungen, das Intel-Modell in Spielen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Golem.de-Livestream Wie gut ist AMDs Ryzen 2000?
  2. RAM-Overclocking getestet Auch Ryzen 2000 profitiert von schnellem Speicher
  3. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs

Wonder Workshop Cue im Test: Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter
Wonder Workshop Cue im Test
Der Spielzeugroboter kommt ins Flegelalter

Bislang herrschte vor allem ein Niedlichkeitswettbewerb zwischen populären Spiel- und Lernrobotern für Kinder, jetzt durchbricht ein Roboter für jüngere Teenager das Schema nicht nur optisch: Cue fällt auch durch ein eher loseres Mundwerk auf.
Ein Test von Alexander Merz


      •  /