Apples M1 Max im Test: Schlicht eine ganz irdische Glanzleistung

Apple sagt zum M1 Max: "Amazing! Incredible! Phenomenal!" Golem sagt: Effizienz und Performance sind top, aber nicht überraschend.

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Apples M1 Max im Test
Apples M1 Max im Test (Bild: Pixabay, Montage: Martin Wolf/Golem.de)

Wenn Begriffe wie "amazing" oder "incredible" auf dem Apple-Event fallen, sind wir obgleich der überbordenden Wortwahl aus Cupertino zumeist skeptisch: Beim M1 Max für das aktuelle Macbook Pro jedoch hat Apple nicht zu viel versprochen - was angesichts der verwendeten Technik zu erwarten war.

Der M1 Max ist das neue Design aus Cupertino, es folgt auf den M1 (Test). Der Hersteller selbst spricht von Apple Silicon, was nichts anderes meint als dass die Chips von Apple entworfen wurden. Dabei stellt der M1 Max rein von der Komplexität her alles weit in den Schatten, was AMD und Intel und Nvidia derzeit für Laptops im Angebot haben.

Eigene SoCs sind für Apple quasi Routine: Beginnend mit dem A6 (iPhone 5) von 2012 hat das Unternehmen auf Basis einer ARM-Architekturlizenz selbst CPU-Kerne entwickelt und ab dem A8 (iPhone 6) von 2014 kommt eine modifizierte PowerVR-Grafik von Imagination Technologies zum Einsatz; seit dem A11 (iPhone 8) von 2017 stammt die GPU komplett von Apple - wenngleich hier ebenfalls Lizenzzahlungen geleistet werden.

Alles aus einer Hand

Parallel zum Design eigener CPU-Kerne und Grafikeinheiten erfolgte die Entwicklung weiterer wichtiger IP-Blöcke, darunter etwa eine Apple Neural Engine (ANE aka NPU) für künstliche Intelligenz und ein NVMe-Controller für SSDs. Der wiederum bildete die Grundlage für die etablierten T1-/T2-Chips, die unter anderem Sicherheitsfunktionen wie Verschlüsselung übernehmen und schon seit Jahren in Mac-Geräten stecken.

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Mit dem regulären M1 hat Apple die iPhone-SoC-Expertise für ein sparsames Laptop-Design genutzt, der Chip ist mit seinen bis 20 Watt zahm ausgelegt; überdies verkauft Apple ihn nur mit bis zu 16 GByte Arbeitsspeicher dazu. Beim M1 Max hingegen ist der Name auch Programm, was sich in mannigfaltiger Form von der Fertigung über die Chipfläche und die Leistungsaufnahme bis hin zum RAM-Ausbau bemerkbar macht.

2021 Apple MacBook Pro (16", Apple M1 Max Chip mit 10-Core CPU und 32-Core GPU, 32 GB RAM, 1 TB SSD) - Silber

Einfach nur monströs

Apple lässt das SoC bei TSMC im N5-Verfahren produzieren, also 5 nm mit extrem ultravioletter Belichtung (EUV). Das ist nach N4 der modernste und teuerste Node auf diesem Planeten, dennoch weist der M1 Max eine Die-Size von satten 430 mm² auf und integriert enorme 57 Milliarden Transistoren.

Zum Vergleich: Ein Ryzen 9 5900X (Cezanne in 7 nm DUV) kommt auf nur auf 10,7 Milliarden Transistoren und selbst wenn eine Geforce RTX 3080 für Laptops (GA104 in 8 nm DUV) mit 17,4 Milliarden Transistoren dazu gerechnet wird, ergibt das nur die Hälfte an Schaltungen.

Oder um es anders auszudrücken: Der Yitian 710 von Alibaba wird ebenfalls mit TSMCs N5 produziert und hat mit 60 Milliarden Transistoren ein paar mehr als der M1 Max, hierbei handelt es sich aber um eine Server-CPU mit 128 Kernen und acht DDR5-Speicherkanälen. Insbesondere aus Notebook-Perspektive erscheint der Apple-Chip daher geradezu monströs verglichen mit dem, was die x86-Hersteller und Nvidia im Angebot haben.

Schauen wir uns an, was Apple mit den 57 Milliarden Transistoren angestellt hat und welche Package-Kniffs bis zu 64 GByte RAM mit extrem schneller Anbindung ermöglichen.

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