Sehr schnell, aber nicht uneinholbar

Für unsere Tests verwenden wir das Macbook Pro 16 mit dem Vollausbau des M1 Max, also eine 8P+2E+32G-Konfiguration. Das ist wichtig, denn Apple verkauft auch einen Salvage-Part, bei dem aufgrund der Chipausbeute (Yield) nur 24 Grafikkerne aktiv sind. Überdies hat das von Apple gestellte Macbook Pro mit 64 GByte RAM die höchste Ausstattungsstufe, was jedoch in unseren Benchmarks keine Rolle spielt.

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Um die Leistung des M1 Max einordnen zu können, haben wir den regulären M1 als Teil des aktuellen Mac Mini mit in den Parcours aufgenommen; beide Systeme liefen mit MacOS 12.0.1 Monterey. Hinzu kommen das Razer Blade mit einem Ryzen 9 5900HX und einer Geforce RTX 3080 Laptop, die Power-Limits haben wir auf 42 Watt sowie 90 Watt eingestellt.

Ein Core i5-1135G7 (Tiger Lake) mit 20 Watt rundet das Testfeld ab, zudem haben wir einen zukünftigen Alder-Lake-H45-Notebook-Chip mit dem Core i9-12900K simuliert. Anders als der Desktop-Chip hat dieser nur sechs statt acht Performance-CPU-Kerne, aber weiterhin acht Efficiency-Kerne. Die integrierte Xe-Grafik wird 96 Shader-Cluster statt 32 aufweisen, bei reinen CPU-Messungen ist das allerdings irrelevant.

Meist ein Vorsprung für den M1 Max

Damit die Performance-Vergleiche nicht verzerrt sind, haben wir unter MacOS auf Anwendungen gesetzt, die nativ als ARM64-Versionen vorliegen und nicht erst durch die Rosetta-2-Übersetzungsschicht lauffähig gemacht werden müssen. Der Packer 7-Zip zeigt, dass schnelle CPU-Kerne und die immense LPDDR5-Bandbreite für eine exzellente Kompressionsgeschwindigkeit sorgen; nur der simulierte ADL-P hält dank DDR5-Speicher noch mit. Beim Dekomprimieren fallen die Unterschiede geringer aus, der M1 Max kann seine Spitzenposition aber verteidigen.

  • Apple Macbook Pro 16, Apple Mac Mini, Razer Blade 14, Lenovo Thinkpad X1 Carbon Gen9, * ADL-P H45 simulated with Core i9-12900K (Bild: Golem.de)
  • Apple Macbook Pro 16, Apple Mac Mini, Razer Blade 14, Lenovo Thinkpad X1 Carbon Gen9, * ADL-P H45 simulated with Core i9-12900K (Bild: Golem.de)
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In Adobes Videoschnitt-Software Premiere Pro nutzen wir den PudgetBench, welcher erst kürzlich für die Apple-Chips angepasst wurde. Die 4K-Heavy-CPU-Effects-Extreme-Szene mit einem ProRes-Clip sieht den M1 Max genauso vorne wie das Umwandeln eines 8K-H.265-Videos in einen 4K-ProRes-Schnipsel. Die Encoding-Engine des Apple-Chips scheint inaktiv zu sein, die CPU-Kerne sind zu 100 Prozent ausgelastet.

Bei den Multithreading-Raytracing-Tests via zwei Blender-Szenen und dem Cinebench R23 zeigt sich, dass der M1 Max nicht unschlagbar ist: Der simulierte ADL-P rechnet kaum langsamer oder sogar nahezu gleich flott und auch der Ryzen 9 5900HX weist keinen allzu großen Abstand auf; mit höheren Power-Limits überholen beide den Apple-Chip. Beim Multithreading-Score des Geekbench holt der M1 Max den ersten Platz, was primär dem Crypto-Wert zu verdanken ist. Der Singlethread-Sieg geht an den simulierten ADL-P, da dessen Golden-Cove-Performance-Kerne mit bis zu 5,2 GHz punkten.

  • Apple Macbook Pro 16, Apple Mac Mini, Razer Blade 14 (Bild: Golem.de)
  • Apple Macbook Pro 16, Apple Mac Mini, Razer Blade 14 (Bild: Golem.de)
  • Apple Macbook Pro 16, Apple Mac Mini, Razer Blade 14 (Bild: Golem.de)
  • Apple Macbook Pro 16, Apple Mac Mini, Razer Blade 14 (Bild: Golem.de)
Apple Macbook Pro 16, Apple Mac Mini, Razer Blade 14 (Bild: Golem.de)

Wird die integrierte 32-Kern-Grafikeinheit des M1 Max angesprochen, erweist sich diese als sehr leistungsstark: Im 3DMark Wild Life Extreme Unlimited in 4K-Auflösung schafft es der Chip, einer Geforce RTX 3080 Laptop minimal zu enteilen und die vierfache Performance der M1-iGPU zu erreichen. Der GFX Bench mit der Aztec-Ruins-High-Szene in 1440p lässt den M1 Max verglichen zur Geforce noch besser dastehen, auch hier ist Faktor vier zum M1 zu verzeichnen.

2021 Apple MacBook Pro (16", Apple M1 Max Chip mit 10-Core CPU und 32-Core GPU, 32 GB RAM, 1 TB SSD) - Silber

Transcoding ist eine Wucht

Interessant bei Adobe Premiere Pro, genauer bei den beiden gewählten PudgetBench-Workloads: Die 4K-Heavy-GPU-Effects in der Extreme-Variante erledigt die Geforce RTX 3080 Laptop mit fast 40 Prozent höherer Bildrate, beim Transcodieren von 8K H.265 zu 4K H.264 allerdings rechnet die Grafikeinheit des M1 Max doppelt so flott. Zumindest bei der Nvidia-GPU wird der Hardware-Encoder (NVENC) genutzt, bei Apple möglicherweise ebenfalls entsprechende IP-Blöcke, was wir aber nicht verifizieren konnten.

Die Geschwindigkeit des M1 liegt somit CPU-seitig in etwa auf dem Niveau der AMD/Intel-Konkurrenz, wenn diese nicht mit Power-Targets jenseits der 50-Watt-Marke betrieben werden. GPU-seitig kann sich das Apple-Design durchaus mit dem Geforce RTX 3080 Laptop anlegen, wobei der Workload über den Sieger entscheidet. Was die für Notebooks wichtige Frage aufwirft: Wie viel Energie benötigen die Chips?

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 Vertikale Integration perfektioniertDie Effizienz entspricht TSMCs N5 
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ms (Golem.de) 26. Nov 2021 / Themenstart

<3

Fish Fingers 26. Nov 2021 / Themenstart

Ich habe nach 25 Jahren Apple dieses Jahr ein PC Laptop gekauft (für ein mobiles...

ChMu 24. Nov 2021 / Themenstart

Ehm, sorry, aber wieso brauchst Du als Progammer fuer den Backslash drei Tasten? Warum...

ChMu 24. Nov 2021 / Themenstart

Ja, resistance is futile, muss man wohl akzeptieren.

gorden 24. Nov 2021 / Themenstart

Schade, es wäre sicher interessant gerade im Aspekt das RDNA2 ja recht Energie effizient...

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