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Apples Kamerafahrten: Vorerst kein Look Around in Deutschland geplant

In zahlreichen deutschen Städten sind Apples Kameraautos gestartet. Eine Konkurrenz zu Googles Street View soll es hierzulande vorerst jedoch nicht geben. Dennoch kann schon vorsorglich Widerspruch eingelegt werden.

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Apples Dienst Look Around soll es vorerst nicht in Deutschland geben.
Apples Dienst Look Around soll es vorerst nicht in Deutschland geben. (Bild: Mason Trinca/Reuters)

Der Computerkonzern Apple will die Aufnahmen seiner Kameraautos in Deutschland vorerst nicht öffentlich zur Verfügung stellen. Der Dienst Look Around, ähnlich wie Googles Street View, sei "laut Apple in Deutschland momentan nicht geplant", teilte das zuständige Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht mit. Sollte Apple den Dienst später doch noch anbieten, müsse das Unternehmen "rechtzeitig über den Einsatz dieses Dienstes informieren und weitere Maßnahmen zur datenschutzkonformen Ausgestaltung, beispielsweise geeignete Widerspruchsmöglichkeiten, umsetzen".

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Dem Landesamt sei mitgeteilt worden, "dass das vorrangige Ziel der Aufnahmen eine Neuerstellung von Kartenmaterial sei". Damit sollten die eigenen Apple-Dienste, beispielsweise die Kartennavigation, verbessert werden. Eine Weitergabe der Daten an Dritte solle nicht erfolgen. Vor der Weiterverarbeitung der Daten durch Apple würden Gesichter und Kfz-Kennzeichen verpixelt.

Widerspruch schon möglich

Allerdings ist es der Datenschutzbehörde zufolge schon jetzt möglich, Widerspruch gegen eine mögliche Veröffentlichung von Häuseraufnahmen durch Look Around einzulegen. "Bei einem Widerspruch wird von Apple eine Verpixelung auf den Rohdaten durchgeführt. Dies bedeutet, dass beispielsweise bei einer möglicherweise zukünftigen Veröffentlichung eines Fotos des Hauses im Internet dieses dann schon ausgepixelt ist", heißt es in den FAQ. Ein Widerspruch sei auch möglich, wenn noch gar nicht feststehe, ob das eigene Haus von den Kamerafahrten erfasst werde. Dann werde der Standort des Hauses für eine Löschung vorgemerkt. "Sollte das Fahrzeug dann tatsächlich Aufnahmen machen, dann werden diese in der Nachbearbeitung verpixelt", schreibt das Landesamt. Die Behörde gibt mehrere Adressen an, bei denen Widerspruch eingelegt werden kann.

Von Ende Juli 2019 bis Mitte September 2019 sollen gut 80 Fahrzeuge Aufnahmen für den Kartendienst des iPhone-Herstellers machen. Apple kann aus Fotos der Fahrzeuge unter anderem Informationen wie Namen von Straßen oder Geschäften sowie zu Verkehrszeichen und Straßenführung herausziehen. Die Fahrzeuge sind neben den Fotokameras mit Laser-Radaren ausgestattet, die ihre Umgebung in 3D abtasten. Die auch unter dem Namen Lidar bekannten Geräte werden unter anderem in selbstfahrenden Autos eingesetzt. Die Fahrzeuge zeichnen zudem per GPS ihren Aufenthaltsort auf.

Google Street View löste Debatte aus

Bei Google hatten die Kamerafahrzeuge seinerzeit zur präziseren Orientierung auch die Kennungen und Signalstärken von Wi-Fi-Netzwerken registrieren sollen, speicherten aber auch Fragmente unverschlüsselter WLAN-Übertragungen. Das wurde vom Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar aufgedeckt, Google sprach von einem Fehler.

Der Start von Googles Street View vor einigen Jahren wurde von der Debatte um das Recht auf Verpixelung nicht nur der Gesichter, sondern auch der Wohnhäuser überschattet. Die Straßenzüge deutscher Städte in dem Dienst weisen seitdem zahlreiche Lücken auf. Google schickte seitdem zwar mehrfach wieder Kamerawagen nach Deutschland, nutzte die Bilder aber nur, um das Kartenmaterial zu verbessern. Die veröffentlichten Street-View-Fotos wurden nicht aktualisiert, und es wurden bisher auch keine Pläne dafür bekannt.

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MistelMistel 05. Nov 2019

Sehr eingeschränkte Sichtweise. Was nutzt es das die Konzerne jetzt die Bilder machen und...

SanderK 30. Jul 2019

Meinst also, dass eine Versicherung es gern sieht, wenn online sich ein Möglicher...

MistelMistel 30. Jul 2019

Das es nicht geht wurde damals ja "stolz" kommuniziert von unseren sogenannten...

drseltsam84 30. Jul 2019

Irgendwann in ferner Zukunft vielleicht ja schon. Dann kann man an einem Zeitstrahl vor...

Flyns 29. Jul 2019

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