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Aufladen mit einem 29-Watt-USB-C-Netzteil

Laut Datenblatt kann der Akku des iPhone X per Netzteil binnen einer halben Stunde auf 50 Prozent gebracht werden. Neu ist auch das nicht, die Android-Konkurrenz beherrscht das etwa schon lange, vor allem mit Qualcomms Quickcharge. Bei Apple funktioniert das Schnellladen freilich nicht mit dem beiliegenden Netzteil, sondern nur mit einem USB-C-Power-Adapter plus USB-C-Lightning-Kabel. Apple verkauft dieses Zubehör sehr teuer.

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Zu klären ist noch, ob normale Power-Delivery-Profile über Lightning gesendet werden. Die Lightning-Buchse bleibt nämlich beim iPhone X erhalten und ist weiterhin die einzige Möglichkeit, kabelgebunden Audiosignale zu übertragen - ade Klinkenbuchse. Wer die will, kann zum iPhone SE greifen, das iPhone X und auch das iPhone 8 zeigen aber, dass sich Apple nicht von seinem Weg abbringen lassen wird.

Apple nutzt jetzt auch OLED

Der zweite große interessante Teil des iPhone X ist zugleich der seltsamste und spannendste: das neue OLED-Display, das vermutlich überwiegend von Samsung geliefert wird. Die Koreaner haben die Technik in ihren Galaxy-Smartphones schon vor Jahren populär gemacht und viele wunderten sich bislang, warum Apple diesen Schritt nicht gehen wollte oder konnte.

Hervorragende Schwarzwerte können wir von dem neuen iPhone X auf jeden Fall erwarten. Auch die Ausleuchtung sollte sehr gut sein, hier war Apple allerdings schon immer recht gut - so gut, dass sich Anwender bei kleinen Helligkeitsschwankungen, die bei der Konkurrenz völlig normal sind, öffentlich über Apple aufregten, was vor allem das iPad betraf. Spannend wird die Frage, wie groß die Auswirkungen auf die Leistungsaufnahme sind. OLEDs profitieren von dunklen Bildinhalten, LCDs von hellen, sofern kein Local Dimming aktiv ist.

Apples OLED-Panel ist schön hell: 625 Candela pro Quadratmeter ist auf dem Niveau der iPhone-7- und der neuen iPhone-8-Generation und für den Außenbetrieb auch bei Sonnenschein vermutlich gut nutzbar. Für Dolby Vision und HDR10 ist das aber nur im Innenbereich ausreichend. Es ist übrigens interessant, dass sich Apple für Dolby entschieden hat. Weder HDR10+ noch HLG sind bei Apple ein Thema für High Dynamic Range. Für Samsungs HDR10+ ist Apples Entscheidung keine gute Nachricht.

Runde Ecken

Nicht nur beim Panel und der Dynamik gibt es Änderungen, auch die Displayform ändert sich. Für Entwickler gibt es eine neue Auflösung zu beachten: 2.436 x 1.125 auf 5,8 Zoll. Apple gibt an, dass das Display auch als 5,85 eingestuft werden kann, doch die Ecken sind rund und werden offiziell nicht für die Messung der Bildschirmdiagonalen berücksichtigt. Das entspricht einem Bildformat zwischen dem breiten Cinemascope und 16:9, das bei Fernsehproduktionen als Breitbildformat genutzt wird. Allerdings müssen die Ecken um den Lautsprecher auch aus Anwendersicht teils herausgerechnet werden, da das effektive Bild beschnitten wird. Alte Apps werden diese Bereiche eher nicht nutzen, Videos und Fotos hingegen schon, was den Effekt einer seltsamen Auskerbung aus dem Bild erzeugt. Das ist mindestens gewöhnungsbedürftig, wenn nicht gar störend.

Bleibt noch die Frage, wie die App-Entwickler mit den runden Displayecken umgehen. In jedem Falle gibt es für Entwickler einiges zu bedenken. Wir vermuten aber, dass der Umstieg nicht so große Auswirkungen hat wie damals die Einführung neuer Auflösungen mit dem iPhone 6, da das Display vor allem an Höhe gewonnen hat. Die skalierten Alt-Tastaturen waren parallel zu den neuen Tastaturen ziemlich nervig, da sie lange effizientes, mitunter blindes Tippen verhinderten und es selbst Unternehmen wie der Lufthansa über Jahre nicht gelang, sich an die neue iPhone-6-Umgebung anzupassen. Derartige Probleme erwarten wir dieses Mal nicht. Bei der Konkurrenz sind solche Schwierigkeiten aber normal.

Fehlbedienungen müssen ausgeschlossen werden

Viel interessanter ist die Frage, wie Apple mit dem neuen, nahezu randlosen Display umgeht. Für Apple ist es das erste Mal, in der Android-Welt sind Panels bis zum Rand hingegen sehr gut bekannt. Besonders anspruchsvoll dürfte die Handerkennung sein - für Apple eine Paradedisziplin. Schon beim iPad Air zeigte das Unternehmen, wie man gekonnt Daumen auf dem Display ignoriert, und die Touchpads von Apple gehören zu den besten der Industrie, weil die Treiber aufliegende Teile der Hand hervorragend ignorieren. Ungewollte Auslösungen des Touchscreens muss Apple auch beim iPhone X verhindern, denn bei fast jeder Haltung liegt ein Teil der Handinnenfläche auf dem Display - und sei es der Handballen, der durch die Rundung und den schmalen Rand auf den Touchscreen drückt. Apple ist das bisher immer mit Bravour gelungen. Und mangels Auflagefläche für die Hand muss es das auch, zumal es keine Fläche unten gibt, die etwa nur für Knöpfe reserviert ist. Interessant wird das auch für Entwickler sein, die bei ihren Interfaces in Spielen etwa neue Auflageflächen berücksichtigen sollten. Da könnte es ein paar bisher ungekannte Probleme bei der Benutzbarkeit geben.

Die Benutzbarkeit wird auch ein Thema für die Anwender. Vorbei sind die Zeiten des Homebuttons, mit dem viel gemacht wurde: Multitasking, Entsperren, Umschalten der Benutzbarkeitsmodi und der Wechsel auf den Homescreen. All das erledigt iOS jetzt in einem unteren Bedienungsbereich, der aber zugleich auch Teil des Homescreens ist. Eine Gestenerkennung kümmert sich um die korrekte Interpretation dessen, was der Anwender machen will. Dieser Bedienungsbereich erinnert an die alten Palm-Pre-Geräte.

 Apples iPhone X in der Analyse: Ein iPhone voller interessanter HerausforderungenJetzt ist der Homebutton wirklich weg 
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bazoom 25. Sep 2017

1 < 2. Soll ich jetzt raten was du meinst? Deine Aussage ist übrigens quatsch, lässt sich...

bccc1 22. Sep 2017

Welchen Samsung Browser meinst du? Falls du Samsung Internet meinst, die Adressleiste ist...

rabatz 19. Sep 2017

Doch! Für die Gesichtserkennung bei Windows Hello braucht man spezielle Hardware.

Bruce Wayne 19. Sep 2017

jemanden der mit "apple jünger" argumentiert und danach dann wieder nur sachen in den...


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