Apples Headset auseinandergebaut: Vision Pro hat mehr Pixel als ein 4K-Fernseher
Das Team von iFixit hat bereits beim ersten Teardown ein weiteres Video versprochen. Das wurde nun ebenfalls veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) und geht vor allem auf den externen Akku und die beiden Micro-OLED-Displays ein.
Die befinden sich direkt vor den Augen und stellen die virtuelle Welt des Vision Pro in 4K dar. Das ist zumindest Apples Aussage. Stimmt das?
Ja und nein: Die Displayfläche der Panels beträgt 27,5 x 24 mm und beherbergt eine Pixelmatrix von 3.660 x 3.200 Pixeln. Das ergibt insgesamt 11,7 Millionen Pixel, die je etwa 74,8 Mikrometer groß sind.
Sehr hohe Pixeldichte pro Auge
Zum Vergleich: Ein 4K-Display oder -Fernseher verwenden typischerweise 3.840 x 2.160, also insgesamt 8,3 Millionen Pixel. Jedes der beiden OLED-Panels kann also mehr Pixel darstellen als wesentlich größere Fernseher, obwohl beide Auflösungen technisch gesehen nicht dem 4K-Standard entsprechen.
Die Pixeldichte der Displays liegt laut iFixit bei ungefähr 3.380 Pixeln pro Zoll. Es können also etwa 50 Pixel des Vision Pro in einen Pixel des iPhone 15 Pro Max gestaucht werden. Da sich die Displays sehr nah an den Augen der User befinden, können sie trotzdem grobkörniger erscheinen als etwa ein 65 Zoll großer 4K-Fernseher aus einer Entfernung von zwei Metern.
Akku mit mehr Leistung als angegeben
Bei einem Sichtfeld von 100 Grad soll das Vision Pro in etwa eine Pixel-pro-Grad-Dichte von 39 ppd (pixel per degree) darstellen können. Das Beispiel des 65-Zoll-Fernsehers aus zwei Metern Entfernung liegt bei 95 ppd, mehr als doppelt so viel.
Auch der externe Akku scheint eine Überraschung zu verbergen: Im Innern des an sich geschlossenen Gehäuses sind drei große Akkus übereinandergestapelt verstaut.
Jeder dieser kleineren Energiespeicher misst etwa 15,36 Wattstunden, das macht in der Summe 46,08 Wattstunden. Allerdings wird auf dem Gehäuse nur eine Ladung von 35,9 Wattstunden angegeben. Möglicherweise werden die Akkus nicht voll geladen, um sie langlebiger zu machen.
Der Akku kann mehr Spannung als ein normales USB-C-Akkupack anlegen, was den proprietären, an Lightning erinnernden Ladeport erklären dürfte. Nutzer sollen dort eben keine anderen Geräte anschließen, die ansonsten beschädigt werden könnten.
Insgesamt gibt iFixit dem Vision Pro einen Reparierbarkeits-Score von 4 aus 10 Punkten. Zwar lassen sich viele Elemente gar nicht ohne Schaden austauschen – beispielsweise kommt man nicht einfach so an die Akkupacks heran – allerdings können einige Verschleißteile wie das Kopfband, die Lautsprecher und die Gesichtspolster abgenommen und ausgetauscht werden.
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