Abo
  • IT-Karriere:

Apples App-Review: Im Zweifel entscheidet Phil Schiller

Insider haben Informationen zu Apples App-Begutachtungsprozess preisgegeben: Demnach prüfen Apple-Mitarbeiter jede einzelne Anwendung für den App Store und rufen im Zweifel auch mal Entwickler an. Bei schwierigen Fällen entscheidet ein Spezialgremium unter der Leitung von Phil Schiller.

Artikel veröffentlicht am ,
Phil Schiller bei der Präsentation der neuen iPhones im Herbst 2018.
Phil Schiller bei der Präsentation der neuen iPhones im Herbst 2018. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Viele Apple-Interessierte werden Phil Schiller von den Keynotes des US-Unternehmens kennen: Schiller ist seit einigen Jahren bei Apple für das Marketing verantwortlich. Was die meisten bisher wahrscheinlich nicht wussten: Schiller entscheidet auch darüber, ob Apps in den App Store aufgenommen werden oder nicht.

Stellenmarkt
  1. Mentis International Human Resources GmbH, Großraum Nürnberg
  2. BWI GmbH, Meckenheim

Wie CNBC berichtet, leitet Schiller ein Gremium, das als letzte Instanz bei der Entscheidung fungiert, ob eine App den Regularien des App Stores entspricht oder nicht. Alle Apps werden bei Apple generell von Mitarbeitern überprüft, in Regelzeiten werden die meisten in einem Zeitrahmen von 24 bis 48 Stunden freigegeben.

Stellenweise gibt es aber auch Anwendungen, die eine längere Untersuchung benötigen oder bei denen die Mitarbeiter sich nicht sicher sind, ob sie freigeschaltet werden sollen oder nicht. Dann kann die Entscheidung bis an das Executive Review Board (ERB), ein Gremium unter der Leitung Schillers, weitergeleitet werden.

Schillers Gremium lehnte Inforwars-App ab

Dies geschah beispielsweise bei der Infowars-App des Verschwörungstheoretikers Alex Jones. In einigen der Videos wurde zu Gewalt gegen Journalisten aufgerufen, was für Schiller und seine Mitstreiter ein Grund war, der App den Zugang zum App Store zu verweigern. CNBC zufolge trifft sich das ERB wöchentlich.

Insidern zufolge hat Apple mehrere App-Review-Zentren weltweit. Die dort angestellten Mitarbeiter arbeiten fest für Apple, haben einen regulären Stundenlohn und genießen die gleichen Vorteile wie ihre Kollegen in Cupertino. Täglich kontrollieren die Mitarbeiter den Angaben zufolge zwischen 50 und 100 Apps, wovon die meisten sich innerhalb weniger Minuten überprüfen lassen.

Sollte eine App den Regeln des App Store widersprechen, bekommt der jeweilige Programmierer dies mitgeteilt. Unter Umständen können die Programmierer auch von Apple angerufen werden; dies soll seit Jahren ein Mitarbeiter tun, den CNBC nur "Bill" nennt und dessen Identität geheimgehalten werden soll. 40 Prozent der übermittelten Apps sollen zunächst abgelehnt werden.

Zu Stoßzeiten, etwa vor der Veröffentlichung einer neuen iOS-Version, häufen sich die App-Überprüfungen, da viele Entwickler ihre App anpassen. Dann kann es vorkommen, dass die Arbeitstage auf eine Länge von zwölf Stunden gestreckt werden, da das Pensum ansonsten nicht zu schaffen ist.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 219,99€
  2. 279€ (Bestpreis!)
  3. 279€ + Versand oder kostenlose Marktabholung (Bestpreis!)
  4. Aktionsprodukt ab 399€ kaufen und Coupon erhalten

atomie 24. Jun 2019 / Themenstart

Die App hätte schon gesperrt werden können bevor man seinen chef kontaktiert. dafür sind...

budweiser 23. Jun 2019 / Themenstart

In dem Fall ist es sogar sehr gut.

Ymi_Yugy 23. Jun 2019 / Themenstart

Ich finde es prinzipiell nicht schlecht, dass die Apps im AppStore Recht streng überprüft...

Mohrhuhn 23. Jun 2019 / Themenstart

Müssen gar nichts. Vielleicht schaffen es die Amis ja in einer Klage da auf...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Cherry Stream 3.0 mit großem ß ausprobiert

Alle möglichen Umlaute auf einer Tastatur: Wir haben Cherrys Europa-Tastatur ausprobiert.

Cherry Stream 3.0 mit großem ß ausprobiert Video aufrufen
Endpoint Security: IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten
Endpoint Security
IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

Tausende Geräte in hundert verschiedenen Modellen mit Dutzenden unterschiedlichen Betriebssystemen. Das ist in großen Unternehmen Alltag und stellt alle, die für die IT-Sicherheit zuständig sind, vor Herausforderungen.
Von Anna Biselli

  1. Datendiebstahl Kundendaten zahlreicher deutscher Firmen offen im Netz
  2. Metro & Dish Tisch-Reservierung auf Google übernehmen
  3. Identitätsdiebstahl SIM-Dieb kommt zehn Jahre in Haft

In eigener Sache: Golem.de bietet Seminar zu TLS an
In eigener Sache
Golem.de bietet Seminar zu TLS an

Der Verschlüsselungsexperte und Golem.de-Redakteur Hanno Böck gibt einen Workshop zum wichtigsten Verschlüsselungsprotokoll im Netz. Am 24. und 25. September klärt er Admins, Pentester und IT-Sicherheitsexperten in Berlin über Funktionsweisen und Gefahren von TLS auf.

  1. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
  2. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?
  3. In eigener Sache Was du schon immer über Kubernetes wissen wolltest

Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

    •  /