Apple-Zulieferer: Fabrik-Pakt mit Trump nicht eingehalten

Foxconns Pakt mit Donald Trump für 13.000 Jobs für "amerikanische Arbeiter" war eine reine PR-Aktion.

Artikel veröffentlicht am ,
Präsident Trump beim Spatenstich der Foxconn-Fabrik in Wisconsin
Präsident Trump beim Spatenstich der Foxconn-Fabrik in Wisconsin (Bild: Scott Olson/Getty Images)

Foxconns Innovationszentren im US-Bundesstaat Wisconsin sind immer noch größtenteils leer und die Renovierungsarbeiten werden nicht ausgeführt. Das berichtet das Onlinemagazin The Verge unter Berufung auf eigene Recherchen. Bereits vor einem Jahr hatte The Verge über den Leerstand berichtet, was der taiwanische Auftragshersteller dementiert hatte.

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"Ich kann Ihnen versichern, dass sie nicht leer sind", sagte Alan Yeung, Director U.S. Strategic Initiatives der Foxconn Technology Group im April 2019. "Wir erwerben keine Gebäude, um sie dann leer stehen zu lassen. Wir haben einen Plan und werden sicherstellen, dass die Gebäude angemessen und gut ausgestattet sind, bevor dort Leute einziehen", betonte Yeung im April 2019.

Der Apple-Zulieferer Foxconn hatte angekündigt, für 10 Milliarden US-Dollar ein Werk für Fernsehdisplays in den USA errichten. Die Investition wurde von US-Präsident Donald Trump zusammen mit Foxconn-Chef Terry Gou im Weißen Haus feierlich angekündigt. Trump sagte dabei, das Werk werde schon zu Beginn 3.000 "amerikanischen Arbeitern" einen neuen Job bieten. Viele weitere würden folgen. Das Potenzial liege bei 13.000 Arbeitsplätzen.

Foxconn hatte ursprünglich versprochen, zwei Gebäude in Eau Claire (Wisconsin) zu Büroräumen und Forschungseinrichtungen auszubauen. Laut The Verge wurde keines der Gebäude gekauft und bislang keine wesentlichen Baugenehmigungen dafür erteilt.

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Auch bei dem Foxconn-Innovationszentrum in Green Bay, Wisconsin, gibt es laut dem Bericht keine Fortschritte. Im Oktober 2019 berichtete Wisconsin Public Radio, dass das Projekt offenbar ausgesetzt sei. Zu dieser Zeit plante das Unternehmen die Renovierung von Büroflächen auf 4.800 Quadratmetern. Es war ursprünglich geplant, 200 Beschäftigte auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern einziehen zulassen. Laut Kevin Vonck, dem Entwicklungsleiter von Green Bay, hat Foxconn gegen Ende 2019 Pläne über nur 3.500 Quadratmeter für 49 Personen vorgelegt. Der Bau sei jedoch nicht begonnen worden. "Ich habe in letzter Zeit nichts vom Foxconn-Team gehört", betonte Vonck im Gespräch mit The Verge.

Auch das Hauptprojekt von Foxconn, die Fabrik in Mount Pleasant, Wisconsin, wird in viel kleinerem Maßstab umgesetzt als die versprochene LCD-Fabrikationsanlage der 10.5-Generation, die ursprünglich im Vertrag mit der US-Regierung versprochen wurde. Vergangene Woche kündigten Foxconn und Medtronic Pläne an, innerhalb von vier bis sechs Wochen Beatmungsgeräte in dem Werk herzustellen. Anfang dieses Monats legte das Unternehmen dem Staat einen Projektbericht vor, in dem behauptet wird, man beschäftige derzeit dort mehr als 550 Personen. Ob unter diesen Bedingungen die versprochenen Subventionen gezahlt werden, ist laut The Verge unklar.

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jkow 15. Apr 2020

Nein natürlich nicht. Ich wollte nur darstellen, wie schwach die im Artikel präsentierte...

Z101 15. Apr 2020

... Trump lügt ständig, warum sollten sich Vertragspartner von ihm an irgendetwas...

hardtech 15. Apr 2020

viele interessante ansichten hier. meine meinung zu politik: das system kann sich selbst...

unbuntu 14. Apr 2020

Apple ist aktuell der Hauptauftragsgeber, daher stimmt das schon.

SirJoan83 13. Apr 2020

K.t.



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