Apple & YMTC: Flash aus China für kommende iPhones

Apple erweitert den Kreis seiner Flash-Lieferanten: Künftig liefert auch YMTC 3D-NAND, der bereits zeitnah in Produkten auftauchen könnte.

Artikel veröffentlicht am , Johannes Hiltscher
Ein Wafer mit 3D-NAND-Flash-Speicher von YMTC, der bereits im iPhone 14 landen könnte
Ein Wafer mit 3D-NAND-Flash-Speicher von YMTC, der bereits im iPhone 14 landen könnte (Bild: YMTC)

Gerüchte gab es bereits länger, laut Business Korea sind die nun bestätigt: Apple erweitert den Kreis seiner Flash-Lieferanten. Neu hinzu kommt die Yangtze Memory Technologies Company (YMTC) aus China. Deren NAND-Flash kann technisch mit führenden Flash-Herstellern aus Südkorea und Japan – Samsung, SK Hynix und Kioxia, von denen Apple ebenfalls Speicher-Chips bezieht – mithalten.

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Business Korea geht davon aus, dass Chips von YMTC bereits im iPhone 14 auftauchen, dessen Vorstellung heute erwartet wird. Apples Hauptgrund, Speicher von YMTC zu beziehen, dürfte der Preis sein. Einerseits bietet YMTC seine Produkte verhältnismäßig günstig an, andererseits stärkt Apple mit einem weiteren Lieferanten seine Verhandlungsposition gegenüber anderen Zulieferern. Zudem wird vermutet, dass Apple sich durch den Kauf weiterer Komponenten chinesischer Hersteller mit der Regierung der Volksrepublik gutstellen will. Auch für YMTC ist der neue Kunde wichtig, bislang verkaufte das Unternehmen hauptsächlich an inländische Kunden.

Offen ist bislang noch, ob Apple den Speicher verschiedener Hersteller alternativ oder zur Preisgestaltung bei verschiedenen Produktreihen nutzt. Im ersten Fall könnten damit Lieferengpässe umgangen werden. Die Nachhaltigkeit der Partnerschaft ist allerdings offen. Anfang August 2022 wurde bekannt, dass die Flash-Fertigung in China ein nächstes Ziel von US-Exportbeschränkungen sein könnte. YMTC dürfte dann Probleme bekommen, technisch mit der Konkurrenz mitzuhalten.

Einer der größten Halbleiterhersteller Chinas sorgt für Unmut in den USA

Neben der Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC) ist YMTC der wichtigste Halbleiterhersteller der Volksrepublik. Das Unternehmen ging aus der insolventen Tsinghua Unigroup hervor, die mit Milliarden an staatlichen Subventionen aufgebaut wurde. In den USA wird der Aufstieg des Unternehmens mit Unmut betrachtet, auch Apples Geschäfte mit YMTC führen zu verstimmten Reaktionen.

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Die vom Beratungsunternehmen Strand Consult betriebene Seite China Tech Threat behauptet, wie Forbes berichtet, 24.000 Arbeitsplätze seien in den USA gefährdet. Diese Analyse muss aber mit sehr viel Vorsicht betrachtet werden: Im Speichersegment sind in den USA insgesamt 24.000 Personen beschäftigt, die Speicherfirmen müssten also komplett aus dem Land verschwinden, damit dieses Szenario wahr wird.

Ebenfalls problematisch: Den oben verlinkten Artikel bei Forbes schrieb die Autorin der Analyse von China Tech Threat (PDF). Die verfasste sie zusammen mit einem Mitglied der Coalition for a prosperous America (Koalition für ein wohlhabendes Amerika), die eine Abkoppelung der USA von der Weltwirtschaft anstrebt. Allerdings könnten solche Gruppen die US-Regierung zu weiteren Schritten gegen Chinas Halbleiterbranche veranlassen. YMTC könnte sein neuer Kunde damit am Ende mehr schaden als nutzen.

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