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Angetrunkene Apple-Ingenieure im Publikum

1:14:55 Die Show ist fast beendet, da passiert die erste und einzige technische Panne. Es ist aber nicht das iPhone, das seinen Dienst versagt, sondern die Fernbedienung für die Präsentationsfolien. Jobs grinst und sagt: "Jetzt rennen sie hinter der Bühne durcheinander" und überbrückt den Moment souverän mit einer passenden Anekdote über einen Störsender für Fernsehgeräte, den Apple-Mitgründer Steve Wozniak erfunden hatte und mit dem er Freunden fiese Streiche spielte.

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Zu diesem Zeitpunkt sind einige für die iPhone-Demonstration verantwortliche Manager und Ingenieure von Apple im Publikum schon angetrunken. Einer von ihnen, Andy Grignon, erzählte 2013 dem New York Times Magazine, sie seien so nervös gewesen, dass sie sich während der Show einen Flachmann mit Scotch geteilt hätten. Denn wäre etwas schiefgegangen, wäre ihnen die Rache von Jobs sicher gewesen.

Und es hätte sehr viel schiefgehen können. Die wenigen iPhone-Prototypen, die im Januar 2007 existierten, seien extrem fehleranfällig gewesen, sagte Grignon. Je nachdem, welche Anwendung Jobs bei den Proben startete und in welcher Reihenfolge, stürzten die Geräte ab. Um dem Publikum keinen Hinweis auf die wackelige Netzverbindung zu geben, wurde das Vorführgerät eigens so programmiert, dass es immer vollen Empfang zeigte.

1:18:43 Zum Schluss zitiert Jobs die Eishockey-Legende Wayne Gretzky: "I skate to where the puck is going to be, not where it has been" - Ich gehe dahin, wo der Puck sein wird, nicht, wo er gewesen ist. Jobs verspricht: "Das haben wir bei Apple von Anfang an getan, und wir werden es immer tun."

Nicht immer löst das Unternehmen dieses Versprechen ein, auch damals nicht. Fünf Jahre sei Apple der Konkurrenz voraus, behauptet Jobs zwar. Gleichzeitig beherrscht das erste iPhone nur die Standards GSM und Edge, mit dem viel schnelleren UMTS (3G) kann es im Gegensatz zu anderen Smartphones auf dem Markt nichts anfangen. MMS kann man mit dem Ur-iPhone nicht versenden, was anderswo schon eine Selbstverständlichkeit ist.

Erst die Apps haben das iPhone komplettiert

Es war in erster Linie die Kombination aus einem eleganten Design, dem für damalige Verhältnisse großen Touchscreen und der neuartigen, intuitiven Benutzerführung, die das iPhone zur Technik-Ikone werden ließ, zum Vorbild für fast alle Smartphone, die danach kamen. Auf einen Blick erschließt sich der Unterschied zu allem, was es bis dahin gab, wenn man "die besten Smartphones von 2006" betrachtet.

Genauso wichtig wie die Hardware und das Betriebssystem aber wurde der App Store, den Apple allerdings erst Mitte 2008 eröffnete. Steve Jobs hatte geglaubt, browserbasierte Web-Apps würden völlig ausreichen. Doch einige Hacker dachten längst weiter als er, entwickelten kurz nach dem Verkaufsstart des iPhones native Apps und fanden einen Weg, diese auf das Gerät zu laden. Der App Store ist Apples Eingeständnis, dass Jobs sich geirrt hatte. Ein Eingeständnis wohlgemerkt, das zu einem immens erfolgreichen Geschäft wurde.

Und heute? Mehr als eine Milliarde iPhones hat Apple mittlerweile verkauft. Aber das Unternehmen ist nur noch eines von mehreren, das sehr gute Smartphones für Menschen mit viel Geld baut.

Im Jubliäumsjahr wünscht sich die Fachwelt von Apple noch einmal etwas Besonderes; ein iPhone 8 mit Wow-Effekt. Noch einmal etwas von diesem Gefühl von 2007, als ein CEO und Entertainer auf der Bühne stand, "this changes everything" sagte - und recht behielt.

 Ein Telefonstreich mitten in der Show
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Dyanarka 16. Jan 2017

Ok, bin ich mal ein bisschen Misanthrop, aber mehr als das, bin ich eigentlich fasziniert...

david_rieger 12. Jan 2017

Meines Erachtens der Tiefpunkt bezüglich Microsoft-OS. Aber danach ging's ja bergauf...

david_rieger 12. Jan 2017

Weswegen ich ja auch den Zweifel an "10 bis 15 Jahre" nachschob. Außer ein paar...

Garius 12. Jan 2017

Führte bei mir zu noch mehr Frust. Das Wort war wurde stets großgeschrieben, auch mitten...

eXXogene 11. Jan 2017

Herr Cook hat sich tatsächlich in den letzten Jahren um Buchhaltung gekümmert. Und zwar...


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