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Apple Watch Series 5 im Test: Endlich richtungsweisend

Es ist ein merkwürdiges Update für die Apple Watch: Das Always-on-Display und der integrierte Kompass von Series 5 sind zwei sichtbare Verbesserungen - die beim Ausprobieren aber wenig Spuren hinterlassen.

Artikel von veröffentlicht am
Karten-App mit Kompass im Einsatz auf der Apple Watch Series 5
Karten-App mit Kompass im Einsatz auf der Apple Watch Series 5 (Bild: Peter Steinlechner/Golem.de)

Es ist gar nicht so einfach, sich mit der spannendsten Neuerung der Apple Watch Series 5 - dem Always-on-Display - vertraut zu machen. Denn wenn wir mit der Uhr nur eine Bewegung zu viel machen, wird das altbekannte Standardzifferblatt aktiviert. Also lassen wir das Handgelenk möglichst unbewegt und linsen von schräg oben auf das Zifferblatt, um die neue Technologie und ihre Auswirkungen auf unser Styling zu überprüfen.

Inhalt:
  1. Apple Watch Series 5 im Test: Endlich richtungsweisend
  2. Verfügbarkeit und Fazit

Um es gleich zu sagen: Nach ein paar Stunden mit Always-on sind wir von dem ständig sichtbaren Zifferblatt zwar nicht enttäuscht, aber unsere Erwartungen erfüllt es nicht. Das Ding bringt weniger praktischen Nutzen als erhofft.

Es gefällt uns, dass wir mit Series 5 nun wie fast wie bei einem klassischen Zeitmesser kein schwarzes Rechteck mehr am Handgelenk tragen und dass die Uhr etwas schmucker aussieht. Wem so etwas egal ist, braucht Always-on nicht.

Neues Display ändert das Erscheinungsbild

  • Die Apple Watch Series 5 verwendet ein Always-on-Display, das wir uns im ersten Teil im Detail anschauen, wobei wir auf die Konfiguration sowie die unterschiedlichen Modi eingehen.
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  • Dann betrachten wir die zweite Hardware-Neuerung: den integrierten Kompass. Weitere spürbare oder von außen sichtbare Änderungen gegenüber dem Vorgängermodell gibt es bei Series 5 nicht.
  • Als letzten Teil unseres Tests gibt es unser Fazit.

Apple bewirbt als Vorteil etwa, dass man in Sitzungen von der Seite unbemerkt nachschauen könne, wie lange es bis zur nächsten Pause dauere. Oder dass man beim Sport - etwa bei Liegestützen - rasch einen Blick auf die Uhr werfen könne. Wir finden das übertrieben. In der Praxis dreht man die Uhr einfach aus Gewohnheit oder wegen der ganz normalen Spiegelungen auf dem Glas doch in seine Richtung oder wartet einen Augenblick, bis ein problemloser Blick möglich ist

Echte Nachteile hat das neue Zifferblatt allerdings auch nicht: In sehr dunklen Umgebungen leuchtet das Display zwar sichtbar. Aber wer seine Apple Watch beispielsweise beim Schlafen trägt, kann in wenigen Augenblicken den Theatermodus und damit das gewünschte Schwarz aktivieren. Und wer seine Series 5 wie die bisherigen Smartwatches des Herstellers mit dem gestenaktivierten Wechsel aus Schwarz und Standardblatt verwenden möchte, kann das direkt im Optionsmenü der Uhr einstellen.

Wir haben nach kurzer Zeit noch eine weitere Option gewählt und das neue Energiesparzifferblatt als Standard eingerichtet. Wenn wir das Handgelenk anheben, gibt es also keinen Wechsel zum leuchtenderen Modus, sondern erst beim Zugriff auf Sonderfunktionen etwa über die Krone. Uns hat der auffällige Wechsel zwischen Spar- und Standardmodus auf Dauer nicht gefallen - er wirkt zu unruhig am Handgelenk.

Im Alltag reichen die reduzierte Leuchtkraft im Sparmodus ebenso wie die matteren Farben völlig aus. Und auch die ausgeblendeten Details sind uns meist egal. Apple verwendet eine neue, selbst entwickelte Technologie namens Low Temperature Polycrystalline and Oxide Display (LTPO), bei der die Bildfrequenz auf 1 Hertz heruntergeregelt wird.

Sekunden können damit natürlich nicht mehr aktualisiert werden - deshalb wird der Sekundenzeiger schlicht ausgeblendet, ebenso wie andere Komplikationen. In den Optionen kann man außerdem festlegen, dass sensible Daten wie der nächste Kalendertermin oder die Herzfrequenz nicht dargestellt werden, so dass etwa in einer Sitzung niemand mitliest.

  • Das Always-on-Display zeigt auch in der Seitenhaltung die Uhrzeit. (Bild: Katja Höhne)
  • Nach dem Heben des Handgelenks ist das normalhelle Zifferblatt zu sehen. (Bild: Katja Höhne)
  • Auf der Rückseite von Series 5 hat sich fast nichts geändert. (Bild Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Das Spar-Display zeigt beim Sport immerhin noch den Puls an. (Bild Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Die Sekunden sind beim Sport nur im aktivierten Zustand zu sehen. (Bild Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Auch bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Always-on-Zifferblatt noch lesbar ... (Bild Peter Steinlechner/Golem.de)
  • ... wenn auch nicht so gut wie die Standardanzeige. (Bild Peter Steinlechner/Golem.de)
  • Die Apple Watch Series 5 hat nun eine eigene Kompass-App, die auch die Höhe anzeigt. (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)
  • In den Optionen kann man Always-on deaktivieren. (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)
  • Die Karten-App zeigt jetzt wie auf dem Smartphone die jeweilige Richtung an. (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)
  • Komplikationen lassen sich auf Wunsch ausschalten. (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)
  • Die Sport-App von Apple ist sehr einfach gehalten. (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)
  • Auf dem Smartphone gibt es nur eine einfache Übersicht von Aktivitäten. (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)
  • Nett: Das Apple-Ökosystem zeigt langfristige Trends an. (Bild: Apple/Screenshot: Golem.de)
Das Always-on-Display zeigt auch in der Seitenhaltung die Uhrzeit. (Bild: Katja Höhne)

Bei Sporteinheiten schaltet die Uhr ebenfalls in einen Sparmodus, in dem Sekunden nicht mehr zu sehen sind. Die Herzfrequenz wird aber weiter eingeblendet. Das gilt allerdings nur für die Apps von Apple selbst. Die Programme von Drittherstellern müssen offenbar erst angepasst werden: Bei Strava etwa wird statt eines regulären Energiesparmodus das Standardbild durch eine einfache Anzeige der Zeit ersetzt.

Die Auswirkungen von Always-on auf die Akkulaufzeit der Apple Watch haben uns besonders interessiert. Nach ein paar Tagen müssen wir leider sagen: Wir wissen es nicht. Apple hält offensichtlich sein Versprechen, dass die Uhr so lange durchhält wie das Vorgängermodell. Ansonsten tut der Hersteller offensichtlich alles, um den Akku nicht zum Thema zu machen. Es gibt keinerlei Hinweise auf Energiesparvorteile oder Angaben zum Batteriezustand.

Verfügbarkeit und Fazit 
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flowzilla 10. Okt 2019 / Themenstart

Vielen Dank für die Rückmeldung und viel Spaß mit deiner Uhr!

trinkhorn 09. Okt 2019 / Themenstart

Mit mir hartem Hund in einer Verhandlung zu sitzen ist quasi wie Sport :D :D :D

ManuPhennic 08. Okt 2019 / Themenstart

Stört mich persönlich nicht die Bohne. Geh eh nicht ohne 100% morgens aus dem Haus

davidflorian 08. Okt 2019 / Themenstart

Vielen Dank!

busaku 08. Okt 2019 / Themenstart

Hab meine Forerunner 935 für die 5 verkauft. Ist ja sehr ähnlich der Fenix. Das was du da...

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