Apple Watch: Politiker kritisieren Zuschüsse für Fitnesstracker

Dient die Aktion wirklich der Fitness, oder nur dem Kundenfang? Politiker mehrerer Parteien halten die Zuschüsse der Krankenkassen für Fitnessmesser wie die Apple Watch für "fragwürdig".

Artikel veröffentlicht am ,
Die Apple Watch kann den Puls messen und die Schritte zählen.
Die Apple Watch kann den Puls messen und die Schritte zählen. (Bild: Andreas Donath)

In der Politik gibt es Kritik an den Zuschüssen von Krankenkassen für den Kauf elektronischer Fitnessmesser wie der Apple Watch. Der Bonus sei "fragwürdig", sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Damit wollten die Kassen gut gebildete, junge und gesunde Mitglieder abwerben. "Die Kassen könnten dann demnächst auch Laufschuhe bezuschussen." Die AOK Nordost bezuschusst als erste Krankenkasse den Kauf solcher Fitnesstracker.

Auch der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion, Georg Nüßlein, äußerte sich kritisch: "Ich unterstütze gute Präventionsprogramme, aber ich halte nichts von Marketingmaßnahmen der Kassen auf Kosten der Beitragszahler", sagte er dem Spiegel. Die Gesundheitsexpertin der Linken, Kathrin Vogler, spricht von einer "äußerst fragwürdigen Blüte des Krankenkassenwettbewerbs".

Maximal 50 Euro pro Gerät

Die AOK Nordost bezuschusst den Kauf von Fitnesstrackern und Pulsmessern mit bis zu 50 Prozent der Anschaffungskosten, aber maximal 50 Euro. Das Geld gibt es auch für die Apple Watch oder andere Smartwatches mit Pulsmessfunktion oder Schrittzähler. Die AOK Nordost hat nach eigenen Angaben 1,75 Millionen Mitglieder.

  • Seitenansicht der Apple-Watch mit der Krone für die Navigation (Bild: Apple)
  • Apple bietet verschiedene Armbänder an. (Bild: Apple)
  • Apple Watch (Bild: Apple)
  • Verschiedene Sensoren sind in der Apple Watch verbaut. (Bild: Apple)
  • Unterschiedliche Armbänder der Apple Watch (Bild: Apple)
  • Die Krone kann auch gedrückt werden. (Bild: Apple)
  • Apple Watch (Bild: Apple)
  • Apple Maps auf der Smartwatch (Bild: Apple)
  • Krone im Detail (Bild: Apple)
  • Auch andere Farbgebungen der Uhr an sich sind vorgesehen. (Bild: Apple)
  • Apple Watch (Bild: Apple)
  • Apple Watch braucht ein iPhone als Partner. Das Minimum ist ein iPhone 5. (Bild: Apple)
  • Sensoren auf der Innenseite fühlen unter anderem den Puls. Zudem dockt hier das induktive Ladekabel an. (Bild: Apple)
Seitenansicht der Apple-Watch mit der Krone für die Navigation (Bild: Apple)

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte kürzlich vor einem zu sorglosen Umgang mit Gesundheits-Apps gewarnt. Gröhe sagte im Juni auf einem Gesundheitskongress, solche Instrumente könnten durchaus ein Fortschritt für den aufgeklärten Patienten sein. Jeder müsse aber auch wissen, dass damit persönliche Daten ins Internet gelangen könnten, die nicht ausdrücklich geschützt seien.

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User_x 11. Aug 2015

Immer diese zwänge und zaunpfahl hinweise... hmpf :(

FreiGeistler 11. Aug 2015

Das Problem ist ja dass man nicht einfach so Nein zu Fettigem/Süssem sagen kann, und mal...

Freiheit 10. Aug 2015

Ihre Kritik ist vollkommen berechtigt bei privaten Krankenversicherungen. Nur handelt es...

zipper5004 10. Aug 2015

Das Mi-Band braucht zwar eine App, die App läuft aber auch ohne Internet. (Du musst Dich...



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