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Apple vs. Samsung: Galaxy Nexus darf nicht mehr verkauft werden

Im Patentstreit zwischen Apple und Samsung hat Richterin Lucy Koh das Verkaufsverbot für das Galaxy Nexus bestätigt. Es ist über Google Play in den USA nicht mehr erhältlich. Google will einen OTA-Patch nachreichen, der strittige Funktionen deaktiviert.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Jörg Thoma
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Das Verkaufsverbot für Samsungs Galaxy Nexus wurde bestätigt. (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)
Das Verkaufsverbot für Samsungs Galaxy Nexus wurde bestätigt. Bild: Jörg Thoma/Golem.de

Die am Bezirksgericht in San José in Kalifornien zuständige Richterin Lucy Koh hat das Verkaufsverbot für Samsungs Galaxy Nexus bestätigt. In den USA ist das Smartphone bereits in Google Play nicht mehr erhältlich, es wird dort als "bald verfügbar" geführt. Apple hat bereits die für das Umsetzen des Verkaufsverbots notwendige Kaution von 96 Millionen US-Dollar hinterlegt.

Samsung Galaxy Nexus - Test
Samsung Galaxy Nexus - Test (02:03)

Google hat indes angekündigt, in den nächsten Stunden einen Patch für die nordamerikanische Version von Android 4.0 zu verteilen, der strittige Funktionen deaktiviert.

Suche nur im Web

Es geht in erster Linie um die Universalsuche in Android. Die Webseite The Verge zitiert(öffnet im neuen Fenster) eine nicht näher benannte Google-Sprecherin, die bestätigt, dass die Funktion der Schnellsuche auf dem Homescreen von Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich drastisch eingeschränkt wird. Die lokale Suche wird komplett deaktiviert, etwa für das Durchsuchen von Gmail-Inhalten. Nur noch die Websuche soll danach funktionieren.

In dem Verfahren ging es unter anderem auch um die sprachgesteuerte Suche . Sie soll nicht komplett deaktiviert, aber ebenfalls auf die Suche im Web beschränkt werden.

Jelly Bean nicht betroffen

Der Patch soll es ermöglichen, das Galaxy Nexus bereits Anfang nächster Woche wieder zu verkaufen. Es sei allerdings nur eine Notlösung, bis die aktuelle Android-Version 4.1 alias Jelly Bean in den nächsten Wochen offiziell verteilt wird. Jelly Bean mit Google Now sei von den Patentstreitigkeiten nicht betroffen, so die Sprecherin.

Ob der Patch auch auf Geräte außerhalb der USA verteilt wird, ist nicht bekannt. Zwar streiten Apple und Samsung auch vor Gerichten in Deutschland, ein Verkaufsverbot ist jedoch noch nicht rechtskräftig.

Samsung wollte das bereits vor wenigen Tagen ausgesprochene Verkaufsverbot aussetzen lassen, solange der südkoreanische Konzern vor einem Bundesgericht in Berufung geht.

Am gestrigen 3. Juli 2012 hatte das gleiche Gericht das Verkaufsverbot für Samsungs Galaxy Tab 10.1 bestätigt.

Richterin Koh argumentierte, dass Samsung keinen großen Schaden durch das Verkaufsverbot erleiden würde, denn der südkoreanische Konzern habe weitere ähnliche Geräte auf dem Markt, die nicht von dem Verkaufsverbot betroffen sind. Apple hingegen würde erheblichen wirtschaftlichen Schaden erleiden, wenn Samsung das Galaxy Tab 10.1 weiter verkaufen würde.

Nachtrag vom 10. Juli 2012, 00:49 Uhr

Samsung darf das Galaxy Nexus in den USA vorläufig wieder verkaufen(öffnet im neuen Fenster) . Das Verkaufsverbot wurde am 6. Juli 2012 durch ein Bundesberufungsgericht aufgehoben(öffnet im neuen Fenster) .


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