Abo
  • Services:

Apple vs. FBI: FBI bezahlte Hacker fürs iPhone-Knacken

Eine bisher unbekannte Sicherheitslücke in der Software soll dem FBI Zugang zum iPhone eines getöteten Terroristen verschafft haben. Die Ermittler sollen sie Hackern abgekauft haben. Aber was passiert jetzt mit der Schwachstelle?

Artikel veröffentlicht am ,
iPhone (Symbolbild): Sicherheitslücke nur für eine einzige Kombination aus Gerät und Betriebssystem
iPhone (Symbolbild): Sicherheitslücke nur für eine einzige Kombination aus Gerät und Betriebssystem (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Professionelle Hacker sollen der US-Bundespolizei FBI geholfen haben, an die Daten auf dem iPhone des getöteten US-Terroristen Syed Rizwan Farook zu kommen. Die Hacker hätten dafür eine einmalige Bezahlung vom FBI erhalten, berichtet die US-Tageszeitung Washington Post unter Berufung auf Quellen mit Insider-Wissen.

Stellenmarkt
  1. Bank11 für Privatkunden und Handel GmbH, Neuss
  2. Hays AG, Frankfurt am Main

Die Hacker hätten mindestens eine bisher unbekannte Lücke in der Software des Apple-Smartphones entdeckt. Es sei dann eigens eine Hardware entwickelt worden, um unter Ausnutzung dieser Schwachstelle die vierstellige PIN für das iPhone zu knacken. Apple hat in das iPhone eine Sicherheitsfunktion eingebaut, die den Speicherinhalt des Telefons löscht, wenn zehn Mal ein falsches Passwort eingegeben wird.

Apple wollte das iPhone nicht knacken

Farook und seine Frau hatten im Dezember im kalifornischen San Bernardino 14 Menschen getötet und 22 verletzt. Bei einem Feuergefecht mit der Polizei wurden die beiden getötet. Das FBI wollte für seine Ermittlungen die Daten auf dem Smartphone rekonstruieren und Apple per Gerichtsbeschluss dazu bringen, beim Entsperren des iPhones zu helfen. Das verweigerte Apple.

Ende März teilte das FBI dem zuständigen Gericht mit, es habe die Daten von dem Smartphone und sei deshalb nicht mehr auf Hilfe von Apple angewiesen. Es war darüber spekuliert worden, dass die Ermittler Hilfe von dem israelischen Unternehmen Cellebrite erhalten hatten, das darauf spezialisiert ist, Daten aus mobilen Geräten auszulesen.

Bekommt Apple die Sicherheitslücke?

Die Frage ist jetzt, was mit der Sicherheitslücke passiert. Sicherheitsexperten fordern, sie an Apple zu übergeben, damit das Unternehmen sie schließen könne. Sie funktioniert nur bei einer einzigen Kombination aus Gerät und Betriebssystem: bei einem iPhone 5C mit der iOS-Version 9.

FBI-Chef James Comey ist dazu nicht bereit. Wenn Apple die Sicherheitslücke bekomme, werde das Unternehmen sie schließen und das FBI stehe wieder am Anfang, erklärte er. Apple hat bereits angekündigt, keine juristischen Schritte einzuleiten, um die Sicherheitslücke zu bekommen.

Inzwischen hat die US-Regierung von Apple verlangt, das iPhone eines verurteilten Drogenhändlers zu entsperren. Allerdings ist Apple nicht allein: US-Behörden wollten nach Angaben der US-Bürgerrechtsorganisation ACLU auch Google dazu verpflichten, ihnen Zugang zu Mobilgeräten mutmaßlicher Straftäter zu verschaffen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 219€ (Vergleichspreis 251€)
  2. 19,89€ inkl. Versand (Vergleichspreis ca. 30€)
  3. (nur für Prime-Mitglieder)
  4. 77€ (Vergleichspreis 97€)

ChMu 14. Apr 2016

Nein, es war 8.4 mit cloud Backup. Sie hatten auch Zugriff auf das Backup, aber es war...

Rulf 14. Apr 2016

waren ganz gewöhnliche amokläufer, also massenmörder... wenn jeder mörder jetzt zum...

DrunkenDude 13. Apr 2016

Okay, habe den entsprechenden Absatz noch einmal durchgelesen. Da ist nur die geht es...

SchmuseTigger 13. Apr 2016

Nö, die haben das recht deutlich gesagt das es hunderte von anderen iPHones gibt die bei...

Trollversteher 13. Apr 2016

Jepp, die "secure enclave" - damit sind zumindest sämtliche möglichen Lösungen, die im...


Folgen Sie uns
       


Asus ROG Phone - Hands On auf der Computex 2018

Das ROG ist ein interessantes Konzept, das sich schon beim an Gamer gerichteten Design von anderen Telefonen unterscheidet. Außergewöhnlich sind die vielen Zubehörteile: darunter ein Handheld-Adapter, ein Desktop-Dock, ein Anstecklüfter und ein Controllermodul. Wir haben es uns angeschaut.

Asus ROG Phone - Hands On auf der Computex 2018 Video aufrufen
VR-Rundschau: Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?
VR-Rundschau
Retten rockende Jedi-Ritter die virtuelle Realität?

Der mediale Hype um VR ist zwar abgeflaut, spannende Inhalte dafür gibt es aber weiterhin - und das nicht nur im Games-Bereich. Mit dabei: das beliebteste Spiel bei Steam, Jedi-Ritter auf Speed und ägyptische Grabkammern.
Ein Test von Achim Fehrenbach

  1. Grafikkarten Virtual Link via USB-C für Next-Gen-Headsets
  2. Oculus Core 2.0 Windows 10 wird Minimalanforderung für Oculus Rift
  3. Virtual Reality BBC überträgt Fußball-WM in der virtuellen VIP-Loge

Razer Blade 15 im Test: Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns
Razer Blade 15 im Test
Schlanker 15,6-Zöller für Gamer gefällt uns

Das Razer Blade 15 ist ein gutes Spiele-Notebook mit flottem Display und schneller Geforce-Grafikeinheit. Anders als im 14-Zoll-Formfaktor ist bei den 15,6-Zoll-Modellen die Konkurrenz aber deutlich größer.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Gaming-Notebook Razer packt Hexacore und Geforce GTX 1070 ins Blade 15
  2. Razer Blade 2017 im Test Das beste Gaming-Ultrabook nun mit 4K

Cruijff Arena: Ed Sheeran singt mit Strom aus Nissan-Leaf-Akkus
Cruijff Arena
Ed Sheeran singt mit Strom aus Nissan-Leaf-Akkus

Die Johann-Cruijff-Arena in Amsterdam ist weltweit das erste Stadion, das seine Energieversorgung mit einem Speichersystem sichert, das aus Akkus von Elektroautos besteht. Der englische Sänger Ed Sheeran hat mit dem darin gespeichertem Solarstrom schon seine Gitarre verstärkt.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Energiewende Warum die Bundesregierung ihre Versprechen nicht hält
  2. Max Bögl Wind Das höchste Windrad steht bei Stuttgart

    •  /