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Apple verklagt OpenAI: Diebstahl von geistigem Eigentum und Geschäftsgeheimnissen

In der Klageschrift unterstellt Apple OpenAI ein methodisches Vorgehen, das auf allen Ebenen geplant worden sei.
/ Mike Faust
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OpenAI soll sich Zugriff auf geheime Informationen zu Apple-Hardware verschafft haben. (Bild: Reuters)
OpenAI soll sich Zugriff auf geheime Informationen zu Apple-Hardware verschafft haben. Bild: Reuters

Apple hat am 10. Juli 2026 bei einem Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien Klage gegen OpenAI eingereicht. Wie der Nachrichtensender CNBC berichtet(öffnet im neuen Fenster), wird dem KI-Unternehmen der Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen und geistigem Eigentum vorgeworfen, um damit eigene Hardware für Endverbraucher zu entwickeln.

Laut der Klageschrift(öffnet im neuen Fenster) behauptet Apple, dass der Diebstahl auf allen Ebenen abgestimmt gewesen sei. "Auf allen Ebenen, von den technischen Mitarbeitern bis hin zum Chief Hardware Officer, und in Abstimmung mit Geschäftspartnern hat OpenAI Geschäftsgeheimnisse und vertrauliche Informationen von Apple gestohlen", so der Wortlaut.

Die meisten Vorwürfe beziehen sich auf ehemalige Apple-Angestellte, die sich bei OpenAI beworben oder dort eine Stelle angetreten haben sollen. Tang Tan, ehemaliger Vizepräsident von Apple und derzeitiger Hardware-Chef bei OpenAI, wird etwa unterstellt, Apple-Angestellte im Bewerbungsverfahren zur Preisgabe von Firmengeheimnissen angehalten zu haben.

Schulungen zur Umgehung der Sicherheitskontrollen

Tan habe "Bewerber, die noch bei Apple beschäftigt waren, angewiesen, echte Bauteile von Apple für Show-and-Tell-Präsentationen zu ihren Vorstellungsgesprächen mitzubringen, bei denen er und sein Team bei OpenAI weitere vertrauliche Informationen von Apple entlocken konnten", so der Vorwurf.

Scheidende Apple-Mitarbeiter sollen von OpenAI zudem geschult worden sein, wie sie beim Verlassen des Unternehmens Sicherheitskontrollen umgehen können, um Interna nach außen zu tragen. Einem Hardware-Partner, der ein von Apple entwickeltes Metallbearbeitungsverfahren beherrscht, soll zudem vorgetäuscht worden sein, dass OpenAI die Erlaubnis des Konzerns habe, dieses Verfahren ebenfalls anzuwenden.

Die beiden Unternehmen hatten im Jahr 2024 eine Partnerschaft angekündigt, um ChatGPT in Apples Betriebssystem iOS und dessen Sprachassistenten Siri zu integrieren. Ein Jahr später kündigte OpenAI jedoch an, eigene Pläne für die Herstellung von Hardware zu verfolgen, und gab bekannt, das Start-up IO Products des ehemaligen Apple-Designers John Ive übernommen zu haben.


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