Apple und Microsoft: Foxconn gehackt und Kundenaccounts veröffentlicht

Die Hackergruppe Swagg Security will die IT-Systeme von Foxconn Electronics angegriffen haben. Die erbeuteten Daten sollen die Logins der Kunden Microsoft, Apple, IBM, Intel und Dell bei Foxconn beinhalten.

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Foxconn-Chef Terry Gou
Foxconn-Chef Terry Gou (Bild: Pichi Chuang/Reuters)

Die Hackergruppe Swagg Security will in die IT-Systeme von Foxconn Electronics eingedrungen sein. Das geht aus mehreren Tweets der Gruppe bei Twitter hervor. Auf den Pastebin-Seiten hieß es zu den bei dem taiwanischen Auftragshersteller gestohlenen Daten: "Die Passwörter innerhalb dieser Dateien könnten es ermöglichen, betrügerische Bestellungen für große Firmen wie Microsoft, Apple, IBM, Intel und Dell auszuführen. Seien Sie vorsichtig!"

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Foxconn hat daraufhin seine Webserver für einige Stunden offline genommen. Offiziell hat das Unternehmen einen Kommentar zu den Berichten abgelehnt.

Tests des Magazins 9to5Mac sollen ergeben haben, dass durch die Zugangsdaten tatsächlich Zugriffe auf Intranetbereiche der Foxconn-Kunden möglich waren.

Laut Swagg Security gelang der Angriff auf die Foxconn-Systeme über eine ungepatchte und veraltete Version des Internet Explorers bei einem Foxconn-Beschäftigten.

Swagg Security: "Ihr Unternehmen wird zugrunde gehen und Sie haben es verdient."

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Foxconn ist mit seinen dortigen Fabriken Chinas größtes Exportunternehmen und beschäftigt 1,2 Millionen Menschen, die 40 Prozent der weltweit verkauften Unterhaltungselektronik montieren. Bei Foxconn herrschen in den Fabrikhallen Sprechverbot, Zwölf-Stunden-Schichten und repressive Aufseher. Es kam in der Vergangenheit zu Selbsttötungen der Arbeiter und zu Arbeitsunfällen, bei denen Menschen verletzt wurden oder sogar starben. Swagg Security kommentierte: "Man sagt, Sie lassen Ihre Beschäftigten arbeiten bis zum Umfallen, bis sie Suizid begehen. Ihr Unternehmen wird zugrunde gehen und Sie haben es verdient."

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