• IT-Karriere:
  • Services:

Wenn das Schauen von Serien besonders unkomfortabel ist

Apple wird immer wieder für eine gute und eingängige Bedienung mit viel Komfort gelobt. Dabei will es der Hersteller dem Kunden möglichst einfach machen. Dieses Ziel verfehlt das Unternehmen mit Apple TV+ brachial. Hier schafft es Apple nicht einmal, den Bedienkomfort anzubieten, der derzeitiger Standard in diesem Marktsegment ist.

Stellenmarkt
  1. Dataport, verschiedene Standorte
  2. INIT Group, Karlsruhe, Braunschweig

Bei der Konkurrenz ist es üblich, dass wir eine Serie schauen können und direkt am Ende einer Folge zur neuen Folge springen können. Außerdem ist es meist möglich, gezielt einen Rückblick am Anfang einer Folge oder einen Vorspann zu überspringen, der bei vielen Serien teils mittendrin zu finden ist. Dann wird im Stream ein Button eingeblendet, um zum Ende des Rückblicks oder Vorspanns zu springen. Das Überspringen eines Rückblicks erfolgt bei Anbietern wie Amazon und Netflix meist sogar automatisch, wenn der Anbieter merkt, dass der Kunde nach einer Folge gleich die nächste anschaut.

Auf diesen ganzen Komfort müssen Kunden von Apple TV+ verzichten. Am Ende einer Serienfolge müssen sie in der Oberfläche zurückspringen und in der Serie die nächste Folge selbst heraussuchen. Haben wir es satt, uns jedes Mal den Rückblick zu einer gerade gesehenen Folge anzusehen, müssen wir hier ganz altmodisch manuell spulen. Immer mit dem Risiko, zu weit vorzuspulen.

  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Apple TV+ auf einem Apple TV (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Ebenfalls fehlt eine vernünftige Merkliste für die Inhalte von Apple TV+. Es gibt zwar die Rubrik "Als nächstes", aber da landet auch alles, was bereits angefangen wurde. Dazu gehören auch Inhalte, die gekauft oder ausgeliehen wurden. Es gibt keine Möglichkeit, die Apple-TV+-Angebote in einer Merkliste zu verwalten. Aufgrund der mageren Auswahl stört das derzeit nicht so stark, aber eine vernünftige Merkliste gehört einfach heutzutage zu einem guten Streamingabo dazu.

Da überrascht es eigentlich auch nicht, dass Apple eine Komfortfunktion wie X-Ray aus Prime Video nicht anbietet. Mittels X-Ray kann sich der Zuschauer einblenden lassen, welche Schauspieler in einer Szene zu sehen sind. Das fehlt bei Apple TV+.

Als wir Apple TV+ auf dem Fire TV Stick 4K ausprobiert haben, fanden wir es schade, dass Apple es nicht unterstützt, mit der Fernbedienung nur gezielt ein kurzes Stück von einigen Sekunden zurückspringen zu können. Immer wird sofort gespult. Prime Video und Netflix erlauben hingegen auf den Fire-TV-Modellen das gezielte Zurückspringen für einige Sekunden. Auf einem Apple TV kann hingegen durch Drücken auf die linke obere Ecke des Touchbereichs der Fernbedienung gezielt zehn Sekunden gesprungen werden. Es wäre schön, wenn Apple diesen Komfort auch auf anderen Plattformen anbietet.

Apple TV+ auf dem iPhone

Auch beim Blick auf die Apple-TV-App auf dem iPhone fällt auf, wie weit Apple hier der Konkurrenz hinterherhinkt. Wenn wir uns eine Folge der paar Apple-TV+-Serien auf einem iPhone anschauen und diese dann mittendrin auf dem Fire TV Stick weiterschauen wollen, gelingt das nicht. Wir pausieren den Stream nach zehn Minuten auf dem iPhone, suchen uns den Inhalt auf dem Fire TV Stick heraus und können dann auch erst mal an der Stelle weiterschauen.

Wechseln wir nach weiteren fünf Minten aber zurück zum iPhone, setzt der der Stream hier wieder bei zehn Minuten ein. Der Dienst hat offenbar nicht mitbekommen, dass wir den Stream auf einem anderen Gerät weitergeschaut haben. Solch ein Verhalten kennen wir weder von Netflix noch von Prime Video - bei beiden können wir problemlos zwischen verschiedenen Geräten wechseln.

In den Apps für Netflix und Prime Video befinden sich Buttons innerhalb der Oberfläche, um an beliebiger Stelle einer Serienfolge zur nächsten Folge springen zu können. Auf diesen Geräten ist die Einblendung zum Überspringen also nicht unbedingt erforderlich. Die Apple-TV-App kennt dies nicht.

Löblich ist hingegen, dass sich alle Inhalte von Apple TV+ für eine Offline-Nutzung auf einem iPhone herunterladen lassen. Als wir das ausprobiert haben, war der Download aber trotz ausreichender Bandbreite vergleichsweise träge. Während wir mit Prime Video ein einstündiges Video in bester Qualität in 2,5 Minuten heruntergeladen haben, hat es bei Apple TV+ fast 15 Minuten gedauert, ein einstündiges Video herunterzuladen.

Wenn wir in Apple TV+ eine ganze Serienstaffel herunterladen wollen, ist das sehr mühsam. Wir müssen jede Folge einzeln herunterladen. Es fehlt ein Befehl, eine ganze Staffel mit einem Mal herunterladen zu können, wie er etwa bei Prime Video vorhanden ist.

Immerhin hat die iPhone-App Buttons, um auch mal gezielt 15 Sekunden zurück- oder vorzuspringen. Diese Möglichkeit hätten wir gerne auch in der Apple-TV-App für Fire-TV-Geräte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Apple TV+ im Test: Apple-Kunden müssen auf jeden Streaming-Komfort verzichtenVerfügbarkeit und Fazit 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 71,71€
  2. (u. a. Asus Zenbook 14 für 1.049,00€, Lenovo Ideapad 330 für 439,00€, MSI Trident 3 für 759...
  3. (u. a. Foscam Outdoor Netzwerk-Kamera für 69,90€, HP 15s Power Notebook für 629,00€, LG 27...
  4. 139,99€

lestard 13. Nov 2019 / Themenstart

Dein Irrtum ist die Annahme, dass Netflix (oder wer auch immer) so gut weiß, was die...

lestard 13. Nov 2019 / Themenstart

Wenn Apple den Dienst auf anderen Geräten anbietet, ist es doch die "Pflicht" eines...

chefin 13. Nov 2019 / Themenstart

Wow, da ist das Prestigedenken bereits so tief verankert, das man selbst ein völlig...

Anonymouse 05. Nov 2019 / Themenstart

Ich kann mir wirklich kaum vorstellen, dass deine verquirlten Ansichten wirklich ernst...

Dwalinn 05. Nov 2019 / Themenstart

Zumal es meistens teurer wird weil die Schauspieler zu unersetzlichen Stars werden...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


SSD-Kompendium

Sie werden alle SSDs genannt und doch gibt es gravierende Unterschiede. Golem.de-Hardware-Redakteur Marc Sauter stellt die unterschiedlichen Formfaktoren vor, spricht über Protokolle, die Geschwindigkeit und den Preis.

SSD-Kompendium Video aufrufen
Interview: Die Liebe für den Flight Simulator war immer da
Interview
"Die Liebe für den Flight Simulator war immer da"

Die prozedural erstellte Erde, der Quellcode vom letzten MS-Flugsimulator und eine Gemeinsamkeit mit Star Citizen: Golem.de hat mit Jörg Neumann über Technik und das Fliegen gesprochen. Neumann leitet bei Microsoft die Entwicklung des Flight Simulator.
Ein Interview von Peter Steinlechner

  1. Flug-Simulation Microsoft bereitet Alphatest des Flight Simulator vor
  2. Microsoft Neuer Flight Simulator soll Fokus auf Simulation legen

Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


    Energiewende: Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze
    Energiewende
    Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

    Wasserstoff ist wichtig für die Energiewende. Er kann als Treibstoff für Brennstoffzellenautos genutzt werden und gilt als sauber. Seine Herstellung ist es aber bislang nicht. Karlsruher Forscher haben nun ein Verfahren entwickelt, bei dem kein schädliches Kohlendioxid entsteht.
    Ein Bericht von Werner Pluta

    1. Brennstoffzelle Deutschland bekommt mehr Wasserstofftankstellen
    2. Energiewende Hamburg will große Wasserstoff-Elektrolyseanlage bauen

      •  /