Apple TV+: Apple bezahlt Personen aus der Filmbranche schlecht

Apple hat Abonnentenzahlen für Apple TV+ enthüllt - um bei Produktionen Geld zu sparen.

Artikel veröffentlicht am ,
Wer für Produktionen für Apple TV+ arbeitet, bekommt weniger Gehalt.
Wer für Produktionen für Apple TV+ arbeitet, bekommt weniger Gehalt. (Bild: Michael Loccisano/Getty Images)

Apple konnte Mitarbeiter an Produktionen für Inhalte für Apple TV+ schlechter bezahlen, als es sonst üblich ist. Die Gewerkschaft für Beschäftigte in der TV- und Filmlandschaft, IATSE, hat mitgeteilt, dass Apple Personen am Filmset weniger als den üblichen Tarif zahlt, berichtet CNBC mit Verweis auf Informationen der IATSE.

Stellenmarkt
  1. Solution Architect (m/w/d)
    Hedelius Maschinenfabrik GmbH, Meppen
  2. Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter (m/w/d) Datenschutz und Informationssicherheit
    Verwaltungs-Berufsgenossenschaft VBG gesetzliche Unfallversicherung, Hamburg
Detailsuche

Der Grund: Apple hat in den USA und Kanada nach eigenen Angaben weniger als 20 Millionen Abonnenten für den eigenen Streamingdienst Apple TV+ - zum Stichtag 1. Juli 2021. Für solche Fälle dürfen Unternehmen Mitarbeiter schlechter bezahlen als andere Firmen. Apple ist derzeit das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt.

Nach den Regeln der IATSE erhalten Unternehmen die Möglichkeit, geringere Löhne zu bezahlen, wenn die entsprechenden Filme und Serien für einen Streamingdienst produziert werden, der weniger als 20 Millionen Abonnenten hat. Die Gewerkschaft vertritt vor allem die Menschen, die für Film- und Serienproduktionen hinter der Kamera agieren.

In der Streamingbranche droht ein Streik

Dazu gehören die Personen, die ein Set aufbauen, Kameras bedienen und ähnliche Tätigkeiten ausführen. Nach Angaben der Gewerkschaft hat diese derzeit 150.000 Mitglieder und verhandelt derzeit mit der Arbeitgebervereinigung Alliance of Motion Picture and Television Producers um bessere Verträge für die Beschäftigten.

Golem Karrierewelt
  1. CEH Certified Ethical Hacker v12: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    06.-10.03.2023, Virtuell
  2. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    02./03.03.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die aktuelle Regelung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sieht vor, dass Menschen an Produktionen schlechter bezahlt werden, wenn diese für Streamingdienste hergestellt werden. Als Grund wird die ungewisse Zukunft von Streamingdiensten genannt. Seitdem diese Regelung existiert, hat sich der Markt aber sehr verändert und Streaming sei keine besonders neue Medienform mehr, argumentiert die Gewerkschaft. Somit sollten Mitarbeiter an Streamingproduktionen so bezahlt werden wie solche an Filmen und Serien traditioneller Medienproduktionen.

Falls die aktuellen Verhandlungen um eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen nicht zu einem Erfolg führen, erwägt die IATSE einen Streik. Die Teilnehmer sollen über einen Streik in einer Urabstimmung am 1. Oktober 2021 abstimmen.

Apple hat noch nie Abozahlen zu Apple TV+ veröffentlicht

Bisher hat Apple noch nie offizielle Zahlen zu den Abonnenten von Apple TV+ genannt. Aber auch mit der Angabe von Apple bleibt unklar, wie viele Abonnenten Apple TV+ in Nordamerika hat. Für den Weltmarkt gibt es ebenfalls keine Zahlen vom Anbieter. Unternehmen wie Disney oder Netflix veröffentlichen regelmäßig Abozahlen für ihre Streamindienste. Netflix hatte zuletzt weltweit 209 Millionen Abonnenten genannt, für Disney+ sind es 116 Millionen.

Analysten schätzen, dass Apple TV+ deutlich weniger zahlende Abonnenten hat. Apple TV+ ist mit einem Monatspreis von 4,99 Euro preisgünstiger als die Konkurrenz, aber der Umfang an Filmen und Serien ist auch erheblich geringer als bei der Konkurrenz. Der Grund ist, dass Apple bei Apple TV+ fast ausschließlich auf Eigenproduktionen setzt und erst vor ein paar Jahren begonnen hat, Inhalte dafür zu produzieren. Beim Kauf eines neuen Apple-Geräts gibt es das Abo von Apple TV+ für einige Zeit kostenlos dazu.

Auf Nachfrage von CNBC wollte Apple die Angaben der IATSE zu den Abozahlen nicht kommentieren. Ein Apple-Sprecher erklärte, das Unternehmen zahle Preise, die denen der führenden Streamingdienste entsprächen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Telekom-Internet-Booster
Hybridzugang für über 600 MBit/s inhouse kommt

Der Hybridzugang, bei dem der Router die Datenrate aus Festnetz und 5G-Mobilfunknetz aggregiert, wurde schon lange erwartet. Jetzt liefert die Telekom.

Telekom-Internet-Booster: Hybridzugang für über 600 MBit/s inhouse kommt
Artikel
  1. Luftfahrt: Boeing zeigt Konzept eines Tarnkappen-Transportflugzeugs
    Luftfahrt
    Boeing zeigt Konzept eines Tarnkappen-Transportflugzeugs

    Um weniger angreifbar zu sein, sollen militärische Transportflugzeuge künftig mit Tarnkappentechnik ausgestattet werden, wie Boeing zeigt.

  2. Quartalsbericht: IBM streicht 3.900 Stellen
    Quartalsbericht
    IBM streicht 3.900 Stellen

    Auch nach der Ausgründung sind die Techies bei Kyndryl nicht vor einem Stellenabbau sicher. IBM macht es wie die übrige Techbranche.

  3. Pinecil im Test: Ein toller Lötkolben mit RISC-V-Prozessor
    Pinecil im Test
    Ein toller Lötkolben mit RISC-V-Prozessor

    Günstig, leistungsstark und Open Source: Das macht den Lötkolben Pinecil interessant und er überzeugt im Test - auch im Vergleich mit einer JBC-Lötstation.
    Ein Test von Johannes Hiltscher

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RAM & Grakas im Preisrutsch • PS5 ab Lager bei Amazon • MindStar: MSI RTX 4090 1.899€, Sapphire RX 7900 XT 949€ • WSV: Bis -70% bei Media Markt • Gaming-Stühle Razer & HP bis -41% • 3D-Drucker 249€ • Kingston SSD 1TB 49€ • Asus RTX 4080 1.399€ • Razer bis -60% [Werbung]
    •  /