Apple: Tonga-XT-Chip mit 3,5 TFLOPs für den iMac Retina

Einen Design-Win in einem Apple-Produkt zu landen, bedeutet Stückzahlen im Hunderttausender-Bereich und einen enormen Umsatz. Folgerichtig fertigen viele Hersteller speziell für Apple an, so wie AMD derzeit die Radeon R9 M295X genannte Grafikeinheit für den neuen iMac Retina .
Ein Blick in Apples Webshop verrät(öffnet im neuen Fenster) , auf welchem Chip die neue Radeon basiert: Die Rechenleistung soll hohe 3,5 Teraflops betragen und die 4 GByte Videospeicher sprechen sehr stark für ein 256 Bit breites Interface. Bei der schwächeren im iMac Retina angebotenen Grafiklösung, der Radeon R9 M290X , handelt es sich um einen Pitcairn-Chip, bei der Radeon R9 M295X bleibt nur eine Möglichkeit: Tonga XT.

Die GPU an sich ist ein alter Bekannter: Die Pro-Version steckt in AMDs Desktop-Grafikkarte Radeon R9 285 . Eine R9 285X mit 2.048 statt 1.792 Shader-Einheiten gibt es bisher nicht. Die Radeon R9 M295X hingegen passt genau ins Bild: 32 Compute Units mit je 64 ALUs bei für diesen Chip typischen 855 MHz ergeben 3,502 Teraflops. Zum Vergleich: Die Radeon HD 7970 , eine der schnellsten Desktop-Grafikkarten von 2012, liefert mit Boost rund 3,8 Teraflops.
Die ältere Radeon R9 M290X - eine umbenannte Radeon HD 8970M, die eine beschleunigte HD 7970M darstellt - liefert 2,3 Teraflops, und selbst Nvidias neue Geforce GTX 980M erreicht nur knapp 3,2 Teraflops. Die hohe Rechenleistung der Tonga-XT-basierten Grafiklösung im iMac Retina soll helfen, Inhalte auf dem 5K-Display zu bearbeiten, etwa 4K-Videos.

Auch die restliche Hardware des iMac Retina ist stark: Apple verbaut einen Core i5-4690(öffnet im neuen Fenster) und 8 bis 32 GByte DDR3-Arbeitsspeicher, als Upgrade steht der Core i7-4790K bereit. Intels 4-GHz-Prozessor wird nur von einigen Haswell-EP bei massivem Multihreading und ebenfalls unter 100 Watt TDP geschlagen.
Exklusiv für Apples iMac hergestellte Grafikeinheiten sind nicht neu: Nvidias Geforce GTX 680MX beispielsweise sind einzig im iMac-Modell Late 2012 verbaut.



