Apple: Thunderbolt in M1-Macs unterstützt wohl keine 10 GBit/s

Thunderbolt-Ports sollten auch USB 3.2 Gen2 mit 10 GBit/s unterstützen. Laut einem Test ist das wohl bei M1-Macs nicht immer der Fall.

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Das Studio Display unterstützt über USB-C auch die vollen 10 GBit/s.
Das Studio Display unterstützt über USB-C auch die vollen 10 GBit/s. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

USB 3.2 Gen 2 - früher 3.1 Gen 2 - soll eigentlich Datenraten von etwa 10 GBit/s (Superspeed+) über ein kompatibles USB-Kabel ermöglichen. Apple gibt an, dass dies bei M1-Mac-Systemen der Fall ist. User haben allerdings vermehrt von zu geringen Datenraten berichtet. Das Magazin Eclecticlight ist dem auf den Grund gegangen und hat in einigen Tests bestätigt: M1-Macs sind in der Tat nicht komplett für 10 GBit/s ausgelegt, zumindest nicht im durchgeführten Testszenario.

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Dafür wurden ein 16-Zoll-Macbook-Pro mit M1 Pro, ein Mac Studio mit M1 Max und ein daran angeschlossenes Studio Display verwendet. Als Betriebssystem wurde MacOS 12.3.1 genommen. Zudem wurden Datentransfers von verschiedenen SATA- und NVMe-SSDs durchgeführt und mittels der Software Stibium automatisiert. Diese schreibt und liest Testdateien von 2 MByte bis 2 GByte Größe und protokolliert die Ergenisse.

10 GBit/s per USB-C möglich

Interessant: Wenn USB-3.2-Gen2-Speichermedien in die USB-C-Ports an der Vorderseite des Mac Studio gesteckt werden, dann können 10 GBit/s gemessen werden. Gleiches gilt für die USB-C-Ports an der Rückseite des Apple Studio Display, die durch ein angeschlossenes Thunderbolt-Kabel angesprochen werden. Allerdings ist das bei den rückseitigen Thunderbolt-Ports am Mac Studio und den Thunderbolt-Anschlüssen des Macbook Pro nicht zu beobachten und das System fällt auf 5 GBit/s zurück.

Bei SATA-SSDs fällt das durch eine etwas geringere Datenrate von 400 statt 500 bis 550 MByte/s auf - dem Maximum der SATA-3-Schnittstelle. Bei NVME-SSDs werden Datenraten von mehr als 900 MByte/s bis 1 GBit/s auf 500 MByte/s reduziert, was Transferzeiten praktisch verdoppelt. User sollten daher entweder ein aktives Thunderbolt-3-Dock an ihren Mac anschließen oder die Ports an der Rückseite des Studio Display oder an der Vorderseite des Mac Studio nutzen.

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Besonders skurril ist der Fakt, dass Datenraten sich anscheinend extrem verlangsamen, wenn ein Thunderbolt-4-Kabel an die vorderen USB-C-Ports des Mac Studio angeschlossen wird. Dann scheint die Leistung auf etwa zehn Prozent des erwarteten Wertes zu fallen, was auf einen Bug schließen lässt. Autor hoakley zieht ein entsprechendes Fazit: "Derzeit und soweit mir bekannt seit ihrer Veröffentlichung im November 2020 scheint kein Thunderbolt-Anschluss in irgendeinem M1-Modell 10 GBit/s SuperSpeed+ in USB 3.2 Gen2 vollständig zu unterstützen, zumindest im Falle von SSDs."

Anbei sollten Leser beachten, dass innerhalb der Primärquelle USB-Begriffe verwechselt werden. Das von hoakley (und auch von Apple) genannte USB 3.1 Gen2 heißt aktuell USB 3.2 Gen2, während das im Text genannte USB 3.2 mit maximal 20 GBit/s eigentlich als USB 3.2x2 bezeichnet wird.

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senf.dazu 27. Apr 2022

Nochmal - im Datenblatt des z.B. mac-studio behauptet Apple das es Thunderbolt4 und USB4...

senf.dazu 27. Apr 2022

Gerade bei Media Markt ausprobiert. Huawei Mateview 28" 3:2 Monitor mit 3840x2560...

KarStark 22. Apr 2022

USB-C und Schuko sind aber auch für beidseitige Nutzung ausgelegt, USB-A nicht. Und da...

tritratrulala 21. Apr 2022

Das hört sich aber eher nach einem schnöden Bug im Treiber an an, nicht nach einer...



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