Apple: Tastatur mit Force-Touch statt mit mechanischen Tasten

Mit einer Tastatur, die statt Tastenschaltern nur noch über kleine Force-Touch-Panele verfügt, will Apple Platz bei Notebooks schaffen. Noch ist die Tastatur nur ein Patent, doch die Technik dafür ist bereits vorhanden und wird von Apple im Magic Trackpad 2 und einigen Macbooks bei deren Trackpad genutzt.
Bei Trackpads wird allerdings nur eine große Sensorfläche eingesetzt, die druckempfindlich arbeitet. Bei einer entsprechenden Tastatur müsste jede einzelne Taste so ausgerüstet sein. Damit ein Tippgefühl entsteht, muss zudem laut Patentantrag ein Aktor in der Taste eingebaut sein, der genau im richtigen Moment ein haptisches Feedback generiert, das der Anwender in der Fingerspitze fühlt, wenn die Taste gedrückt wurde.
Ob diese Rückkopplung ein gutes Tippgefühl erzeugt, ist nicht abschätzbar. Einen Vorteil hat die Technik aber: Der Aufbau ist deutlich platzsparender als der einer traditionellen Tastatur. So könnten flachere Macbooks gebaut werden.
Apple hat bereits beim Macbook 12 Zoll und auch beim neuen Magic Keyboard eine neue Tastentechnik eingesetzt. Sie basiert allerdings noch auf mechanischen Schaltern. Die Tastenführung wurde hier bereits verändert. Sie erinnert beim Herunterdrücken an zwei Schmetterlingsflügel. Diese Konstruktion ist großflächiger als die übliche Scherenmechanik und verhindert zuverlässig, dass die Tasten an den Rändern beim Herunterdrücken kippeln. Das Tippgefühl beim Macbook 12 unterscheidet sich aber stark von dem beim Magic Keyboard, das einen größeren Tastenhub bietet.
Das US-Patent 9,178,509(öffnet im neuen Fenster) wurde am 3. November 2015 veröffentlicht. Es lässt jedoch keinen Rückschluss darauf zu, ob Apple eine Force-Touch-Tastatur entwickelt. Ob Apple tatsächlich auf diese Lösung zurückgreift, ist nicht abzusehen. Oft werden Ideen patentiert, um der Konkurrenz einen bestimmten Lösungsweg zu verbauen.