Apple Studio Display im Test: Wenn Design über Funktion geht

Ein helles Panel und sehr gute Lautsprecher können Apples Studio Display nicht retten. Dafür sind einfach zu viele Dinge schlecht umgesetzt.

Ein Test von veröffentlicht am
Das Studio Display sieht auf dem Tisch schick aus.
Das Studio Display sieht auf dem Tisch schick aus. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Schon als Apple das neue Studio Display parallel zum Mac Studio ankündigte, waren wir ein wenig skeptisch: Ein Monitor für fast 2.000 Euro, der nicht einmal höhenverstellbar ist und sich trotzdem an kreative Profis richten soll? Das kann doch gar nicht funktionieren, dachten wir.

Inhalt:
  1. Apple Studio Display im Test: Wenn Design über Funktion geht
  2. Tolles Panel, schäbige Kamera
  3. Apple Studio Display: Verfügbarkeit und Fazit

Trotzdem sind einige Eckdaten des neuen Panels interessant: Es ist vor allem wesentlich günstiger als der geistige Vorgänger, das Pro Display XDR. Im 27-Zoll-Formfaktor wird zudem die Konkurrenz knapp, die ebenfalls mit einer hohen Auflösung von 5.120 x 2.880 Pixeln (16:9) punkten kann. Das neue Studio Display ist allerdings wirklich nur etwas für Menschen, die auf ihren Schreibtisch ausschließlich Apple-Hardware stellen möchten. Für alle anderen ist es Geldverschwendung.

Wo ist der Power-Schalter?

Das liegt an diversen Punkten, etwa der eingangs erwähnten fehlenden Höhenverstellung. Apple liefert für 1.750 Euro ein Display für Profis ab, das sich nur in der Neigung einstellen lässt. Der Standfuß besteht aus einem Stück Aluminium und lässt sich nicht ohne weiteres vom Bildschirm trennen. Das gilt übrigens auch für das Kaltgerätekabel. Ist es zu kurz, müssen wir den Bildschirm an anderer Stelle neu aufstellen oder eine Verlängerung dazu kaufen.

Alternativ können wir einen höhenverstellbaren Standfuß bestellen. Der ist ebenfalls fest verbaut und kostet 460 Euro extra. Dabei würden wir denken, dass Profi-Monitore Profi-Funktionen mitbringen sollten. Da gehört ein höhenverstellbarer Standfuß definitiv dazu. Zumindest gibt es ohne Aufpreis eine Vesa-Version des Studio Display. Sie enthält aber keinen Standfuß, muss also an die Wand oder etwa einen Schwenkarm montiert werden - was übrigens in den meisten Fällen günstiger ist, als den verstellbaren Standfuß für 460 Euro zu kaufen.

  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Nur einer der USB-C-Ports ist als Displayausgang konzipiert. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Stromkabel ist integriert. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Integrierter Standfuß (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Lautsprecher hinter dem Bildschirm (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das mitgelieferte Kabel misst einen Meter. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Webcam an der Oberseite (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Ausleuchtung des Panels in cd/m² (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Webcam rauscht stark. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gute Farbabdeckung (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gute Farbabdeckung (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
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Doch nicht nur bei den ergonomischen Funktionen schränkt Apple das Studio Display unserer Meinung nach unnötig ein. So können wir maximal ein Gerät an das Panel anschließen, da hier nur ein Thunderbolt-3-Port der vier USB-C-Schnittstellen per Displayport Alternate Mode an einen Computer angeschlossen werden kann. Der lädt ein Notebook mit maximal 96 Watt auf.

Ein Monitor, ein Mac

Die anderen drei USB-C-Ports sind etwa für Wechselmedien oder Peripheriegeräte gedacht. HDMI, Displayport oder irgendein anderer Anschlussstandard fehlen. Das mitgelieferte USB-C-Kabel misst etwa einen Meter. Für das Desktop-System unterm Tisch ist es zu kurz, für den Mac Studio auf dem Tisch aber ausreichend lang.

Ein Wechsel zwischen verschiedenen PCs auf dem Schreibtisch ist also nicht vorgesehen. Das wird wohl auch kaum funktionieren. Denn: Am Display befinden sich keinerlei Einstellungsknöpfe. Wir können also weder Displayprofile speichern, noch irgendwelche Zusatzfunktionen ein- und ausschalten, wenn diese nicht in Software gelöst werden. Das gilt für Dinge wie die Displayhelligkeit, die Farbeinstellungen, Helligkeit oder die Lautstärke der integrierten Speaker.

  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Nur einer der USB-C-Ports ist als Displayausgang konzipiert. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Stromkabel ist integriert. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Integrierter Standfuß (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Lautsprecher hinter dem Bildschirm (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das mitgelieferte Kabel misst einen Meter. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Webcam an der Oberseite (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Ausleuchtung des Panels in cd/m² (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Webcam rauscht stark. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gute Farbabdeckung (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gute Farbabdeckung (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Nur einer der USB-C-Ports ist als Displayausgang konzipiert. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Solange wir das Panel mit Mac OS verwenden, können wir die integrierten Einstellungen des Betriebssystems wie gewohnt nutzen. Lautstärke, Helligkeit und Farbprofil sind allesamt erreichbar. Der Monitor schaltet sich immer dann an, wenn ein Videosignal empfangen wird. Er ist also niemals komplett ausgeschaltet und benötigt im Stand-by wenige Milliwatt Leistung.

Apple Studio Display, LED-Monitor

Was passiert allerdings, wenn wir an das Display keinen Mac anschließen, sondern etwa einen Windows- oder Linux-Computer? Dann wird es nahezu unbrauchbar. Das sehen wir etwa in Windows 11, welches das Panel zwar erkennt, allerdings nicht einmal eine Helligkeitssteuerung anbietet. Der Bildschirm wird stattdessen mit der zuletzt auf dem Mac eingestellten Auflösung betrieben. Zudem funktionieren Features wie eine automatische Helligkeitsanpassung nicht. Wie gesagt: Externe Bedienungselemente fehlen hier völlig. Entsprechend ist der Monitor abseits der Mac-Welt praktisch unbenutzbar.

  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Nur einer der USB-C-Ports ist als Displayausgang konzipiert. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das Stromkabel ist integriert. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Integrierter Standfuß (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Lautsprecher hinter dem Bildschirm (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Das mitgelieferte Kabel misst einen Meter. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Webcam an der Oberseite (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Apple Studio Display (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Ausleuchtung des Panels in cd/m² (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Die Webcam rauscht stark. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gute Farbabdeckung (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
  • Gute Farbabdeckung (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Das mitgelieferte Kabel misst einen Meter. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Aber auch generell sind gerade die Zusatzfunktionen teils für den hohen Preis nicht gut umgesetzt. Dafür ist das gute Display eigentlich zu schade.

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Tolles Panel, schäbige Kamera 
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Konsumkind 25. Mär 2022

Du hast recht, mein Fehler ;-)

ezadoo 24. Mär 2022

Einzig und allein bei meinem subjektiven Empfinden. Es stört in meinen Augen die...

senf.dazu 24. Mär 2022

Die Begrenzung auf ein 1080p (1920x1080 mit schwarzen Balken oben und unten) war meiner...

cyberganny 23. Mär 2022

Es ist immer wieder lustig zu sehen, dass hier Menschen über Preise von Apple Produkten...



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