Apple Studio Display im Test: Der Monitor, bei dem alles extra kostet
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Neben den ganzen Macbooks und iPhones wird oft vergessen, dass Apple noch ganz andere Hardware bauen kann. So stellt das Unternehmen seit einigen Jahren Monitore für Büroarbeiten und Medienprofis her. Parallel zum Macbook Neo, dem neuen Macbook Pro und dem Macbook Air wurde etwa die neue Variante des Studio Display(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt. Wir haben ein Rezensionsexemplar getestet.
Generell stellen wir fest: Apple hat einmal mehr ein solides Display gebaut, das die meisten Menschen sicherlich als sehr gut bezeichnen würden. Neben dem enormen Kaufpreis von mindestens 1.700 Euro kommen allerdings noch andere, besonders für Apple typische Mankos hinzu, die das Potenzial des Studio Display in Luft auflösen. Teilweise hat das nicht einmal mit dem Produkt selbst, sondern mit anderen Aspekten des Apple-Ökosystems zu tun.
| Bildschirm | 27" (68,3 cm) IPS-Panel (entspiegelt, 5.120 x 2.880 Pixel @ 60 Hz, SDR) |
|---|---|
| Farbabdeckung | 571 cd/m² Helligkeit, 99,5 % SRGB, 82,2 % Adobe RGB, 94,9 % DCI-P3 |
| Ports | 1x Thunderbolt 5 Upstream (USB-C, 96 Watt PD), 1x Thunderbolt 5 Downstream (Peripherie, Daisy-Chain), 2x USB-C (10 GBit/s) |
| Ergonomie | 105 mm höhenverstellbar, 30 Grad neigbar, 100 x 100 mm VESA-Mount (optional) |
| Zusatz | Stereolautsprecher, integrierte Webcam |
| Maße | 62,3 x 36,2 x 3,1 cm (ohne Stand), 62,3 x 58,3 x 20,7 cm (mit Stand) |
| Preis ab/Testmuster | 1.700 Euro/2.400 Euro (Testmuster) |
Dass es sich hier um ein besonderes Produkt handelt, sehen wir schon bei den technischen Daten: Für den Preis von 1.700 Euro bekommen wir einen auf dem aktuellen Markt eher kleinen Monitor mit einer Diagonale von 27 Zoll, dafür aber mit einer weit überdurchschnittlichen Auflösung von 5.129 x 2.880 Pixeln.
Das entspricht einer Pixeldichte von 218 ppi, was nur die wenigsten Monitore dieser Größe auf dem Markt erreichen. Wollen wir also ein möglichst hochauflösendes Panel haben, ist das Studio Display definitiv eine gute Option.
Optisch ein Schmaus
Auch optisch macht das Studio Display einiges her. Mit seinem simplen und schlichten Aluminiumgehäuse und dem schicken Standfuß fügt sich das Panel hervorragend in den sauberen Designstil von Apple hinein.
Rein optisch passt der Monitor am besten zu einem Nur-Apple-Schreibtisch. Leider ist das auch funktional der Fall. Wie beim Vorgänger und dem noch teureren Studio Display XDR setzt auch das neue Studio Display auf einen generellen Plug-and-Play-Ansatz. Wir stecken unseren Mac oder das Macbook mit nur einem Thunderbolt-Kabel an und können den Bildschirm direkt benutzen – kein Anschalten notwendig.
Auch müssen wir nicht nach einem Bedienelement suchen, um unseren Bildschirm in Helligkeit und Farbabdeckung einzustellen. Kamera und Stereo-Lautsprecher im Monitor funktionieren ebenfalls ohne Probleme direkt, wobei unser Macbook auch noch mit maximal 96 Watt aufgeladen wird.
Das Studio Display ist deshalb vor allem für Menschen attraktiv, die sich nicht lange mit dem Panel beschäftigen wollen und einfach wollen, dass es aufgestellt direkt funktioniert. Das funktioniert allerdings nur, weil Apple fast alle wichtigen Einstellungen an das Betriebssystem, in diesem Fall MacOS 26, auslagert. Innerhalb der Einstellungen können wir hier etwa eines von vielen Farbprofilen auswählen und die Helligkeit einstellen.
Funktional ein Graus
Der Nachteil: Unter Windows wird die Nutzung des Studio Display schnell zu einem Graus, da sich der Monitor ohne externe Bedienelemente nicht innerhalb von Windows 11 einstellen lässt. Das macht die Nutzung außerhalb des Mac-Ökosystems nahezu unmöglich.
Unter MacOS haben wir ein anderes Problem: Nutzen wir das Panel hier mit nativer Auflösung, werden GUI-Elemente und Schrift so klein, dass sie kaum mehr lesbar sind. Da die komplette GUI in MacOS 26 noch immer nicht sehr gut dynamisch skalieren kann, müssen wir also die Auflösung verringern, um etwas auf dem Panel erkennen zu können.
Zwar kann der interne MacOS-Skalierer die GUI auf 5K Pixel hochrechnen, allerdings wirken Elemente trotzdem (auch durch fehlendes Subpixel-Anti-Aliasing(öffnet im neuen Fenster)) unschärfer, als wenn wir etwa Windows 11 oder Linux am Studio Display nutzen.
Schade eigentlich, denn das Studio Display hat einige Qualitäten, die sich ein paar andere Monitore gern abschauen dürften. Wie schon immer bei Apple kosten aber selbst die simpelsten Dinge extra. Das ist bei den aufgerufenen Preisen eigentlich ein No-Go.
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