Apple: "Steve-Jobs-Patent" für ungültig erklärt

Das US-Patentamt hat in einer Nachprüfung das sogenannte Steve-Jobs-Patent für ungültig erklärt. Apple kann die Entscheidung anfechten. Brian Love(öffnet im neuen Fenster) , Professor an der Santa Clara University School of Law, betont in einem Interview mit Wired.com(öffnet im neuen Fenster) , dass solche Entscheidungen oftmals verworfen würden. Das Patent spielte beim Prozess zwischen Apple und Samsung keine Rolle. Es ist aber Teil des Abkommens zwischen Apple und HTC.
Das im Volksmund als Steve-Jobs-Patent bezeichnete US-Patent trägt die Nummer 7,479,949(öffnet im neuen Fenster) und beschreibt Touchscreens samt Eingaben, Methoden und Benutzerschnittstelle. Es wurde 2009 zugelassen . Die aktuelle Prüfung verwirft alle 20 dort enthaltenen Ansprüche.
Bereits 2009 kritisierte Kernel-Entwickler Jonathan Corbet das Patent(öffnet im neuen Fenster) . Es könnte anderen Hardware- und Softwareherstellern die Entwicklung eigener Produkte erschweren oder sie sogar verhindern. Er befürchtete, dass Apple versuche, mit dem Patent den US-Markt für Geräte aus dem Ausland zu sperren und ausländische Hersteller dazu zwingen, minderwertige Geräte anzubieten.
Patentblogger Florian Müller weist darauf hin, dass bereits im Juni 2012 Richter Posner das Patent im Verfahren zwischen Apple und Motorola nicht zulassen wollte(öffnet im neuen Fenster) , bevor er den Prozess gänzlich verwarf . Er verbat die Bezeichnung "Steve-Jobs-Patent" mit dem Hinweis, dass das Patent mehr als 20 Entwicklern zugeordnet ist. Posner wollte auch verhindern, dass Apple sein Gericht für einen "Popularitätswettbewerb" missbraucht.
Love verbreitete über Twitter Zahlen(öffnet im neuen Fenster) , wonach 89 Prozent der überprüften Patente später dennoch für gültig erklärt wurden. In 22 Prozent der Fälle mussten die Patente nicht korrigiert, in 67 Prozent der Fälle mussten sie korrigiert werden. Da allerdings alle 20 Ansprüche des Patents infrage gestellt wurden, müsste Apple reichlich nachbessern.



