Apple Silicon: Mutmaßlicher Geekbench-Score zum Apple M2 Max aufgetaucht

In der Testdatenbank von Geekbench sind offenbar Leistungswerte des bislang nicht veröffentlichten Apple M2 Max(öffnet im neuen Fenster) aufgetaucht. Bei der Rechenleistung gibt es kaum Überraschungen: Mit sechs Prozent Steigerung für Single-Thread- und elf Prozent Steigerung für Multi-Thread-Performance liegt der Prozessor knapp unterhalb dessen, was wir aufgrund des ebenfalls moderaten Anstiegs von Apple M1 zu dem bereits im Macbook Air sowie Macbook Pro (M2) verbauten M2 erwarten würden.
Apple hat den M2 zwar in fast allen Details verbessert , die reine Rechenleistung ändert sich jedoch kaum . Der Umstieg auf 3nm-Fertigung bei TSMC war noch nicht möglich, da TSMC noch nicht für die Fertigung in großen Stückzahlen bereit war. Die Serienfertigung der ersten 3nm-Chips für Apple wird aktuell für den Apple M3 sowie den A17 erwartet, der mutmaßlich in der nächsten iPhone- und iPad-Generation verbaut wird. Bei gleicher Fertigung kann ohne eine komplett neue Architektur kein großer Leistungssprung erwartet werden.
Der Geekbench-Score würde den eher moderaten Anstieg der Rechenleistung bestätigen – sofern er tatsächlich von einem Apple M2 Max stammt. Durch den Wechsel von LPDDR4 auf LPDDR5 verdoppelt der M2 aber gegenüber dem M1 die Speicherbandbreite fast. Das dürfte sich in speicherintensiven Anwendungen und Grafikbenchmarks zeigen, da sich, wie bei Apple Silicon üblich, die CPU- und GPU-Kerne sowie AI-Beschleuniger den Arbeitsspeicher teilen.
Neues Macbook Pro nicht mehr dieses Jahr
Apple hat angekündigt, seine Apple Silicon Chips alle 18 Monate zu aktualisieren. Sollte die Fertigung bei TSMC dem nicht immer folgen können, wie es aktuell der Fall ist, erinnert dies ein wenig an die von Intel lange verfolgte Tick-Tock-Strategie, bei der abwechselnd eine neue Architektur und eine neue Fertigung eingeführt wurden. Dies ließ sich jedoch aufgrund des verzögerten Umstiegs auf 10nm irgendwann ebenfalls nicht mehr realisieren.
Wann Apple seine Macbook Pro 14 und 16 erneuert, hat der Hersteller aus Cupertino noch nicht angekündigt. Bei den ersten Modellen mit M1 Max sowie M1 Ultra hat es fast ein Jahr nach dem kleinen M1-Chip gedauert, bis die größeren Chips im Macbook Pro und Mac Studio verkauft wurden. Entsprechend wäre ein Update der Notebooks zur WWDC im Juni 2023(öffnet im neuen Fenster) realistisch.