Apple Silicon: M1-Chip verhindert bootbare Mac-Backups

Wenn die interne SSD einen Defekt hat, lässt sich ein Mac mit M1-Apple-Silicon nicht mehr booten und die Daten sind verloren.

Artikel veröffentlicht am ,
Macbook-Platine mit M1-SoC
Macbook-Platine mit M1-SoC (Bild: Apple)

Durch den Wechsel von Intel- zu Apple-eigenem Prozessor bei Mac-Systemen entfällt die Option auf bootbare Mac-Backups bei einem Defekt der internen SSD, weil dort Software zum Startvorgang abgelegt wird. Wie Apple Insider berichtet, hat sich der Chefentwickler des Carbon Copy Cloner diese Situation von Apple bestätigen lassen.

Stellenmarkt
  1. E/E Configuration Manager (m/w/d) and Tool-Development
    WEBER-HYDRAULIK GMBH, Güglingen, Konstanz, Wörth an der Isar
  2. System Architect FNT Command (w/m/d)
    Dataport, verschiedene Standorte (Home-Office möglich)
Detailsuche

Bei bisherigen Macs konnte ein bootbares Backup erstellt werden, für den Fall, dass die interne SSD kaputtgehen sollte. Bei den meisten Mac-Systemen der vergangenen Jahre, egal ob Intel oder Apple Silicon, ist diese verlötet und ohnehin nicht direkt zugänglich, sofern ein anderes Bauteil einen Defekt des Macs provoziert hat.

Mit den neuen M1-basierten Mac funktioniert diese Methode nicht mehr, da der Boot-Prozess weitestgehend dem eines iPhones oder iPads entspricht. Das verwundert nicht, denn der M1 ähnelt sehr stark bisherigen Chips wie dem A14 Bionic oder früher, auf dessen Design er aufsetzt.

Ohne SSD keine LocalPolicy-File

Wie Apple ausführt, prüft das Boot-ROM zuerst die Signatur des Low Level Bootload Image (LLB), welches in der nächsten Stufe die LocalPolicy aus der Secure Enclave beziehungsweise deren Secure Storage Component validiert und die Signatur von iBoot prüft, damit die SoC-Firmware geladen werden kann.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Basics: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    24.-28.10.2022, virtuell
  2. IT-Sicherheit: (Anti-)Hacking für Administratoren und Systembetreuer: virtueller Drei-Tage-Workshop
    10.-12.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Für ein bootbares Backup ist zuvor ein authentifizierter Reboot aus dem RecoveryOS notwendig: Hierbei wird eine LocalPolicy-Datei auf der internen SSD abgelegt, welche den Startvorgang vom externen Medium gestattet (siehe PDF). Wenn nun die SSD einen Defekt erleidet, geht auch die LocalPolicy-Datei verloren und die Secure Enclave kann das bootbare Backup nicht mehr validieren. Der Zugriff etwa per externem Linux klappt ergo ebenfalls nicht.

2022 Apple MacBook Pro Laptop mit M2 Chip

Bei den Intel-basierten Macs wird auf einen UEFI-Baustein auf der Hauptlatine gesetzt, weshalb sich das System von einem externen Boot-Medium starten lässt, wenn die SSD einen Defekt erleidet. Immerhin: Ein reguläres Backup der Daten eines M1-Macs sei mit dem Carbon Copy Cloner via dem MacOS Migration Assistant weiterhin möglich, erklärte der Chefentwickler des Tools.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


gadthrawn 29. Mai 2021

Ziemlich einfach. EEPROM Zellen (z.B. PIC16F87xA ) überleben 1.000.000 Schreibzyklen...

bernstein 29. Mai 2021

von einer virtual machine kann man problemlos ein bootbares backup machen. dafür braucht...

Panzergerd 29. Mai 2021

Du scheinst dir ein Time-Machine-Backup noch nie angeguckt zu haben. Wenn du das APFS...

Tom01 29. Mai 2021

Nicht zerstörbar, aber das OS kann geschrottet werden. Das liegt in der Natur der Sache...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Nach Datenleck
Softwareentwickler durch Privatdetektiv bedroht

Durch Zufall entdeckte ein Entwickler ein Datenleck, meldete es und informierte die Betroffenen. Kurze Zeit später stand ein Privatdetektiv vor seiner Tür.
Eine Recherche von Moritz Tremmel

Nach Datenleck: Softwareentwickler durch Privatdetektiv bedroht
Artikel
  1. Neues SoC im Pixel 7: Googles Tensor G2 baut auf seinem Vorgänger auf
    Neues SoC im Pixel 7
    Googles Tensor G2 baut auf seinem Vorgänger auf

    Googles neuer Tensor-Chip in den Pixel-7-Smartphones ähnelt dem ersten Modell. Verbesserungen gibt es unter anderem bei den Medium-Cores und der GPU.
    Eine Analyse von Tobias Költzsch

  2. Iran: Zwei Eutelsat-Satelliten mit Jammern angegriffen
    Iran
    Zwei Eutelsat-Satelliten mit Jammern angegriffen

    Auch Eutelsat-Satelliten werden vom Iran aus gezielt gestört. Die Massenproteste im Iran bekommen immer mehr aufstandsähnliche Züge.

  3. Klage gegen Datenschutzaufsicht: Bundeskriminalamt weigert sich, Funkzellendaten zu löschen
    Klage gegen Datenschutzaufsicht
    Bundeskriminalamt weigert sich, Funkzellendaten zu löschen

    Das BKA will gesammelte Überwachungsdaten nicht löschen müssen. Deswegen klagt die Polizei gegen einen Bescheid des obersten Datenschützers.
    Eine Exklusivmeldung von Lennart Mühlenmeier

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • iPhone 14 Plus jetzt erhältlich • Günstig wie nie: Gigabyte RTX 3090 Ti 1.099€, Sapphire RX 6900 XT 834,99€, KF DDR5-5600 16GB 99,39€, Logitech Gaming-Maus 69,99€, MSI Curved 27" WQHD 165Hz 289€ • AMD Ryzen 7 5800X3D 429€ • NfS Unbound vorbestellbar • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /