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Apple Silicon: M1-Chip verhindert bootbare Mac-Backups

Wenn die interne SSD einen Defekt hat, lässt sich ein Mac mit M1- Apple-Silicon nicht mehr booten und die Daten sind verloren.
/ Marc Sauter
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Macbook-Platine mit M1-SoC (Bild: Apple)
Macbook-Platine mit M1-SoC Bild: Apple

Durch den Wechsel von Intel- zu Apple-eigenem Prozessor bei Mac-Systemen entfällt die Option auf bootbare Mac-Backups bei einem Defekt der internen SSD, weil dort Software zum Startvorgang abgelegt wird. Wie Apple Insider(öffnet im neuen Fenster) berichtet, hat sich der Chefentwickler des Carbon Copy Cloner diese Situation von Apple bestätigen lassen.

Bei bisherigen Macs konnte ein bootbares Backup erstellt werden, für den Fall, dass die interne SSD kaputtgehen sollte. Bei den meisten Mac-Systemen der vergangenen Jahre, egal ob Intel oder Apple Silicon, ist diese verlötet und ohnehin nicht direkt zugänglich, sofern ein anderes Bauteil einen Defekt des Macs provoziert hat.

Mit den neuen M1-basierten Mac funktioniert diese Methode nicht mehr, da der Boot-Prozess weitestgehend dem eines iPhones oder iPads entspricht. Das verwundert nicht, denn der M1 ähnelt sehr stark bisherigen Chips wie dem A14 Bionic oder früher, auf dessen Design er aufsetzt.

Ohne SSD keine LocalPolicy-File

Wie Apple ausführt(öffnet im neuen Fenster) , prüft das Boot-ROM zuerst die Signatur des Low Level Bootload Image (LLB), welches in der nächsten Stufe die LocalPolicy aus der Secure Enclave beziehungsweise deren Secure Storage Component validiert und die Signatur von iBoot prüft, damit die SoC-Firmware geladen werden kann.

Apple stellt M1-SoC vor
Apple stellt M1-SoC vor (06:26)

Für ein bootbares Backup ist zuvor ein authentifizierter Reboot aus dem RecoveryOS notwendig: Hierbei wird eine LocalPolicy-Datei auf der internen SSD abgelegt, welche den Startvorgang vom externen Medium gestattet (siehe PDF(öffnet im neuen Fenster) ). Wenn nun die SSD einen Defekt erleidet, geht auch die LocalPolicy-Datei verloren und die Secure Enclave kann das bootbare Backup nicht mehr validieren. Der Zugriff etwa per externem Linux klappt ergo ebenfalls nicht.

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Bei den Intel-basierten Macs wird auf einen UEFI-Baustein auf der Hauptlatine gesetzt, weshalb sich das System von einem externen Boot-Medium starten lässt, wenn die SSD einen Defekt erleidet. Immerhin: Ein reguläres Backup der Daten eines M1-Macs sei mit dem Carbon Copy Cloner via dem MacOS Migration Assistant weiterhin möglich, erklärte der Chefentwickler des Tools.


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